RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022


Dass die vierte Welle der Corona-Pandemie sich zum Ende dieses Jahres wie ein bleiernes Tuch über Deutschland legen, die Zahl der (offiziellen) Neuinfektionen in bis dato nicht gekannte Höhen schießen und da­durch das öffentliche und wirtschaftliche Leben massivst beeinträchtigt würde – das hätte wohl kaum jemand vor knapp drei Monaten in diesem Ausmaß für möglich gehalten. Auch für die große Mehrheit der Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen schien Covid-19 seinen Schrecken verloren zu haben. Denn zu gut haben sich in diesem Jahr, trotz der Schwierigkeiten bei der Zulieferung diverser Komponenten, die Zahlen bei Absatz und Umsatz entwickelt, die mittlerweile nahezu das Niveau aus der Vor-Corona-Zeit erreicht haben dürften.

So zumindest lautete die Prognose des VDMA im Herbst – und entsprechend zufrieden und optimistisch fallen die Statements aus, die das bauMAGAZIN für seine traditionelle Umfrage zum Jahresende erhalten hat und die Anfang bzw. Mitte November abgegeben wurden. Zu deren Kernaussagen gehört – neben der positiven Beurteilung der aktuellen Zahlen angesichts zum Teil deutlicher Umsatzzuwächse und dem äußerst zuversichtlichen Blick nach 2022 –, dass die neue Bundesregierung jetzt endlich ernst machen müsse mit den Investitionen in die Infrastruktur und dem Abbau bürokratischer Hürden. Brücken- und Straßenbau, Wohnungsbau, Glasfaserausbau, Mobilitätslösungen, nachhaltige Energiegewinnung: Das waren und sind die dazugehörenden Schlagwörter. Und die Bauindustrie sieht sich dabei zu Recht als einer der Hauptakteure in einer entscheidenden Rolle – mit dementsprechend blendenden Perspektiven. Daran wird auch Corona wahrscheinlich wenig ändern.

bauMAGAZIN-Jahresumfrage