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SSAB – Resch-Ka-Tec: Bei den Anbaugeräten die Standzeit verlängern

Vor rund 40 Jahren begann Bernd Reschke mit der Herstellung von Anbaugeräten in Frankfurt am Main. Heute ist Resch-Ka-Tec in Hasselroth im hessischen Main-Kinzig-Kreis ansässig. Die rund 85 Mitarbeiter fertigen Ladeschaufeln, Tieflöffel und Sonderwerkzeuge. Zu den Abnehmern gehören die großen und namhaften Hersteller und Händler von Erdbaumaschinen. Hochwertige Produkte, individuelle Lösungen und schnelle Reaktionszeiten kennzeichnen den Erfolg des Unternehmens. Von Beginn an war SSAB mit Hardox als Verschleißblech und später dann auch mit Strenx als Konstruktionsstahl dabei. Das Unternehmen ist seit mehr als neun Jahren Partner von »Hardox In My Body« (HIMB). Das HIMB-Zeichen steht für Produkte, die von einem qualifizierten »Hardox In My Body«-Mitglied nach höchsten Standards hergestellt werden.

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Resch-Ka-Tec ist einer der ersten deutschen Hersteller von Ladeschaufeln und Baggerlöffeln, der Hardox-500-Tuf-Verschleißstahl verbaut. Ende Dezember vergangenen Jahres war der Stahl bis 25,4 mm Blechdicke verfügbar, bei bereits laufenden Versuchen mit 30 mm Materialstärke. Das Material hat eine vergleichbare Zähigkeit wie Hardox 450, bietet aber mit 500 HBW deutlich mehr Härte. Messungen von SSAB ergaben bis zu 30 % mehr Standzeit von Ausrüstungen bei vergleichbaren Einsätzen. »Wegen seiner vielfältigen Konstruktionen und Lösungen haben wir schon im Vorfeld das Unternehmen mit an Bord genommen. Resch-Ka-Tec erhielt frühzeitig Vorserienmaterial für Verarbeitungsversuche von uns«, erläutert Christoph Bednarz, Regional Sales Manager (RSM) für Südwestdeutschland von SSAB. Und Resch-Ka-Tec-Geschäftsführer Bernd Reschke ergänzt: »Die ersten Tests von Hardox 500 Tuf waren überzeugend. Vor allem in der Verarbeitung, Umformung und dem Verschweißen sind sehr große Fortschritte festzustellen.«

Leichtere und größere Grabgefäße

Alternativ zur Standzeiterhöhung des Anbaugerätes könne durch den Einsatz von Hardox 500 Tuf eine gezielte Verringerung der Materialstärken vorgenommen werden, wie auch Uwe Rehor als Leiter der Konstruktion und Entwicklung bei Resch-Ka-Tec betont. »Die nochmals verbesserten mechani­schen Materialeigenschaften ermöglichen es, leichtere und auch größere Grabgefäße zu konstru­ieren. Das verringerte Eigengewicht des Anbaugeräts erhöht die Umschlagleistung pro Ladespiel und kommt der Standzeit der Baumaschine insgesamt zugute«, so Rehor.


Beratung beim Hersteller

Die Fokussierung auf die Wünsche der Kunden erklärt die Vielfältigkeit der Produktpalette und den Erfolg von Resch-Ka-Tec. »Es kommt nicht selten vor, dass wir unsere Händler zusammen mit deren Endkunden hier im Werk beraten, um für den jeweiligen Einsatz die optimale Lösung zu finden«, berichtet Stefan Kührt, Leiter Verkauf und Beratung bei Resch-Ka-Tec.

Ein Steinbruch bei Beckum liefert beispielsweise Mergel als Rohstoff für das dort ansässige Holcim-Zementwerk. Gearbeitet wird an sechs Tagen und bis zu 16 Stunden täglich in der Woche. Sieben Muldenkipper sorgen für eine reibungslose Logistik zur Versorgung des Zementwerks mit Rohstoff. Eine Schlüsselposition im Mergelabbau kommt einem Caterpillar 390 F zu. Mit einem Ladespiel füllt der Bagger 8 t bis 9 t Material auf den Lkw. Nachdem es mit dem vierzahnigen Baggerlöffel Probleme gab, empfahlen die Experten von Resch-Ka-Tec, auf einen Löffel mit lediglich drei Zähnen umzustellen – mit diesem kürzlich ausgelieferten Baggerlöffel gehören die Probleme laut Unternehmen nun der Vergangenheit an.    t