Front Equipment AB In Sachen Stahl mit Kompetenz überzeugen

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: SSAB – Sjørring – Fronteq

Der skandinavische Stahlhersteller SSAB will für die Bauma ein Beispiel für seinen fossilfrei erzeugten Stahl vorstellen. Das allererste Stahlblech wurde im Sommer 2021 bei SSAB mit wasserstoffreduziertem Eisenschwamm hergestellt und an die Volvo Group geliefert, die die ersten Maschinen mit dem Material bereits gefertigt hat (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 2/22, Seite 49). Aber auch bereits breit verfügbare Stahlqualitäten wie Hardox 500 Tuf rücken die Stahlspezialisten ins Blickfeld: Traditionell erforderte eine Schaufelkonstruktion unterschiedliche Stahlgüten für verschiedene Teile der Schaufel. Einige Teile mussten härter sein, andere zäher. Mit Hardox 500 Tuf will SSAB diese Vorgehensweise auf den Kopf stellen. Dieser Stahl kann laut Hersteller sowohl die Härte- als auch die Zähigkeitsanforderungen erfüllen.

Mit einer Brinellhärte von 500 HBW will Hardox 500 Tuf einem Baggerlöffel eine hohe Verschleißfestigkeit und Haltbarkeit ohne oder mit weitaus weniger zusätzlichem Verschleißschutz verleihen. Dies eröffnet die Möglichkeit, das Gewicht zu reduzieren und die Ladekapazität der Schaufel zu erhöhen. Durch die Festigkeit und Zähigkeit von Hardox 500 Tuf kann dieser Stahl, wie die SSAB-Spezialisten betonen, als Konstruktionsstahl funktionieren – nicht nur in Baggerlöffeln, sondern auch in robusten Kipper- und Lkw-Aufbauten und anderen Stahlkonstruktionen, die Abrieb und Stößen ausgesetzt sind.

Die Vorteile des Stahls Hardox 500 Tuf werden bereits europaweit genutzt. Die Unternehmen Sjørring in Dänemark und Fronteq in Schweden beispielsweise haben erst kürzlich neue Schaufel- und Löffel-Produktlinien auf den Markt gebracht, bei denen die Eigenschaften von Hardox 500 Tuf optimal ausgenutzt werden sollen.

bauma | Mediendialog

Marc Güttner (li.) Sales Director, SSAB Johan Anderson Global Head of Marketing, SSAB

»Fossilfrei erzeugter Stahl wird für viel Gesprächsstoff sorgen und am Bauma-Stand von SSAB im Mittelpunkt stehen. Wir haben große Investitionen getätigt, aber eben auch große Ziele gesteckt, um für dieses Thema zu sensibilisieren und ein Stück weit Inspiration zu sein.

Hyper-Schaufeln sind deutlich leichter

Der dänische Hersteller Sjørring hat seine neue Hyper-Serie optimierter Schaufeln aus Hardox 500 Tuf im Hinblick auf allgemeine Erdbewegungsarbeiten optimiert. Durch die Umstellung auf die neue Stahlqualität konnte Sjørring das Gewicht der Schaufel um 13 % im Vergleich zu den Vorgänger­lösungen reduzieren. Dadurch wurde es ebenso möglich, die Lastaufnahme der Schaufel je nach Modell um rund 200 kg zu erhöhen.


Fronteq-Löffel bahnen neue Wege

Baggerlöffel des schwedischen Herstellers Fronteq sollen ebenso neue Wege bahnen für Bauunternehmen, die maximale Kapazität, Volumen und Haltbarkeit unter härtesten Bedingungen benötigen. Der Hersteller konnte die Blechdicke seiner Produkte durch eine Umstellung von Hardox 450 auf Hardox 500 Tuf um 1 mm reduzieren. Die zusätz­liche Härte von 50 HBW bei Hardox 500 Tuf sorge laut SSAB, verglichen mit der bisherigen Variante, für eine längere Lebensdauer. Ein dünneres Blech mache die Schaufel leichter – im Fall einer neuen Granitschaufel von Fronteq um 8 %, was eine höhere Lastkapazität ermögliche. Das dünnere Blech sorge zudem für eine bessere Wirtschaftlichkeit beim Schweißen.

Sjørring und Fronteq sind beide Mitglieder des Programms »Hardox In My Body«, das inzwischen mehr als 500 qualifizierte Betriebe in 60 Ländern umfasst. Wie alle Mitglieder des Programms haben auch Sjørring und Fronteq Zugang zum umfang­reichen technischen Support von SSAB, der Hilfestellung bei Produktentwicklung und Fertigung bietet.    t