Wilhelm Schwarzmüller GmbH Messeauftritt als größter Nischenhersteller Europas

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Wilhelm Schwarzmüller

Die österreichische Schwarzmüller-Gruppe will auf der bauma in München ihre gesamte Bandbreite an gezogenen Einheiten vorstellen. Gezeigt werden Fahrzeuge, deren besondere Konfiguration mehr Leistung ermöglichen soll. »Wir haben uns konsequent zu Europas größtem Nischenhersteller entwickelt, der individualisierte Anhänger jenseits vom Standard baut. Damit geben wir unseren Kunden ›echte Supertools‹ für ihre Transportaufgaben an die Hand«, betont CEO Roland Hartwig. Das Portfolio der Firmengruppe mit den Marken Schwarzmüller und Hüffermann besteht aus mehr als 150 verschiedenen Fahrzeugtypen für Bau- und Infrastrukturunternehmen sowie für den Fernverkehr.

Die Messefahrzeuge sollen sich durch innovative Materialkombinationen, flexible Nutzung durch Teleskopelemente, höheres Ladevolumen oder einfache und sichere Bedienung auszeichnen. Im gesamten Portfolio setzt Schwarzmüller seine Leichtbaukompetenz ein und liefert in vielen Bereichen die laut eigenen Angaben leichtesten Fahrzeuge ihrer Klasse. Insbesondere hat jeder Anhänger ein Telematiksystem, das für die Zeit der Gesamtgarantie zwei Jahre lang unentgeltlich getestet werden kann. »Wir sehen in der Telematik für die gezogene Einheit ein enormes Effizienzpotenzial für den Anwender. Unsere Kunden sollen sich ein umfassendes Bild von dieser Innovation machen können, die Europas führender Anbieter Idem telematics mit uns entwickelt hat«, erläuterte Hartwig. Anhängerdaten lassen sich beispielsweise für Diebstahlsschutz, Disposition, Überwachung von technischen Komponenten oder für eine vorausschauende Wartung der Fahrzeuge nutzen.

Vorgestellt werden in Hannover sieben Fahrzeuge der Marken Schwarzmüller und Hüffermann. Am Stand in Halle 27 die Hybrid-Segmentmulde mit SSC-Verdeck, ein Telesattel für Baustofftransporte, der Plateau-Sattel Power Line Mega sowie der Vario-Carrier von Hüffermann. Auf dem Freigelände vor der Messehalle 27 zudem ein Tiefladeanhänger, ein Schubbodensattel mit Quick-Top-Verdeck und die Offroad-Mulde TP 22 (das bauMAGAZIN berichtete zuletzt in Heft 9/21, Seite 125).

Neue Hybrid-Segmentmulde mit SSC-Verdeck

Eine in Hannover vorgestellte Hybridmulde kombiniert Aluminium aus dem Leichtbau mit einem Verschleißschutz aus Kunststoff: Die Alu-Mulde mit 6 mm Wandstärke ist mit einer 5 mm dicken verschleißfesten Folie ausgestattet. Bei einem Eigengewicht von 5,36 t soll der Kippsattel mit seinem verwindungssteifen Stahlrahmen in Leichtbauweise auch höchste Robustheit bieten. Torsionskasten und -rohre, horizontal in den Rahmen verbaut, sowie eine vier-Punkt-gelagerte Kipperpresse sollen die Kippstabilität der Segmentmulde verbessern und die Sicherheit in der Handhabung erhöhen. Eine automatische Absenkvorrichtung verspricht mehr Stabilität beim Abkippen, die geschwindigkeitsabhängige Anfahrhilfe fördert die Traktion in schwierigem Gelände. Das ferngesteuerte neue SSC-Verdeck (Schwarzmüller-Side-Cover) wird, mittels Hydraulikmotoren im Obergurt vorn und hinten, zur Seite geöffnet und geschlossen. Im geschlossenen Zustand sichert das Verdeck die Ladung und reduziert zudem noch den Luftwiderstand. Die Mulde ist geeignet für Sand, Schotter oder auch Erdaushub.


Telesattel für Baustofftransporte

Der neue Tele-Baustoffsattel mit 4 m ausziehbarem Leiterrahmen und reibungsgelenkter Nachlaufachse bietet im verstärkten Außenrahmen 23 Paar 4-t-Zurrbügel und zusätzlich zwölf Paar 5-t-Zurrringe. Weiters finden sich am Fahrzeug neun Paar Steckgehäuse für Formrohrungen im Außenrahmen sowie drei Steckgehäusequerträger für Formrohrrungen.

Sechs Paar Twist-Lock ermöglichen zusätzlich den Transport von einem oder zwei 20'-, einem 30'- oder einem 40'-Container. Ein ausziehbarer, rückwärtiger Leuchtenträger dient zur Absicherung beim heckseitigen Ladungsüberstand. Der teleskopierbare Rahmen erlaubt den Transport von be­sonders langen unteilbaren Ladungen. Ein großer Stahlblechkasten mit beidseitigen Zugangsdeckeln ist für die Unterbringung von Unterlage-Kant­hölzern vorgesehen und ein Edelstahl-Werkzeugkasten für Rüstmaterial wie Gurte oder Kanten­schoner. Eine Elektroausstattung (LED) und eine Spritzverzinkung als Grundierung sollen die Lebensdauer erhöhen.

Vario-Carrier von Hüffermann

Der Vario-Carrier ist ein Behältertransportanhänger aus dem Baukastensystem für Absetzbehälter nach DIN 30720/30720-1 und Absetzpressen. Der gewichtsoptimierte Anhänger transportiert hinter einem Absetzkippfahrzeug ein oder zwei Absetz­behälter auch verschiedener Größen bis 20 m³ Volumen. Als 2- oder 3-Achser kann er an unterschied­liche Anforderungen angepasst werden und im Sonderfall laut Hersteller selbst drei Behälter aufnehmen. Ausgestellt wird in Hannover ein 2-Achs-Anhänger für zwei Absetzbehälter bis 12 m³ Fassungsvermögen (18 t maximales Gesamtgewicht) mit dem kettenlosen Ladungssicherungssystem »Multi-Fix«.

Ladungsträger für Überbreite

Wichtigste Kriterien eines Tiefladers für den Transport von Baumaschinen sind eine robuste Rahmenkonstruktion sowie eine niedrige Ladehöhe. Exakt das will der Vier-Achs-Tiefladeanhänger mit Baggerstielmulde und Walzenvorbau bei einer Ladehöhe im Tiefbett von ca. 0,87 m bieten. Zwei Paar Radmulden reduzieren die Ladehöhe um bis zu 0,4 m. So können auch Radlader bis 3,53 m Höhe und ohne Ausnahmegenehmigung transportiert werden. Zahlreiche Zurrringe und Aufnahmetaschen im Außenrahmen dienen der Ladungssicherheit. Auch eine Baggerlöffelmulde im Fahrzeugheck sorgt für Sicherheit beim Ablegen des Baggerstiels. Gewählt werden kann zwischen 1- und 2-teiligen Rampen, um den Auffahrwinkel auf das Baufahrzeug abzustimmen. Hydraulisch betätigte Rampen erleichtern den Umgang beim Be- und Entlade­vorgang. Zuggabel, Drehgestell und Auffahrrampe sind serienmäßig feuerverzinkt.    t