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Schwarzmüller erzielt im Jahr 2020 mit weniger Fahrzeugen mehr Umsatz

Trotz einer Reduktion der verkauften Anhänger um 7 % kann die österreichische Schwarzmüller-Gruppe für das Jahr von leicht gestiegenen Erlösen berichten. Der Umsatz konnte um 0,5 % auf 366 Mio. Euro zulegen.

Wir haben den Stresstest des Jahres 2020 bestanden«, betonte CEO Roland Hartwig bei der Bekanntgabe der Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Jahr 2021 sei mit einem Umsatz von 400 Mio. Euro budgetiert, werde aber stark von der Corona-Pandemie geprägt sein. Rund 8 800 Anhänger und Aufbauten hat die Unternehmensgruppe mit Sitz in Hanzing bei Passau im Vorjahr produziert – 641 Stück weniger als 2019. Dennoch ist der Umsatz um 2 Mio. Euro leicht gestiegen. An erster Stelle liegen die Fahrzeuge für Bau- und Infrastrukturunternehmen mit 6 300 Stück, das sind 72 % der Produktion. Das zweite Segment, die Trailer für den Fernverkehr, stehen mit rund 2 500 Stück (28 %) in den Büchern. Wie in der gesamten Branche seien 2020 diese auch bei Schwarzmüller um fast 40 % weggebrochen. Die Fahrzeuge für Bau und Infrastruktur seien vergleichsweise stabil geblieben. Ihr hoher Anteil spiegle auch den Kauf von Hüffermann Transportsysteme wider, der im Januar 2020 erfolgte. Die vom Tochterunternehmen erzeugten Behältertransportfahrzeuge werden für Abfall- und Wertstofftransporte eingesetzt. Hüffermann sei dafür der führende deutsche Hersteller, sagte Hartwig.


Nicht in die roten Zahlen abgerutscht

Als das wichtigste Ergebnis des Krisenjahres 2020 bezeichnete der CEO die Widerstandskraft, die man bewiesen habe. Der Unternehmensteil Schwarzmüller habe mehr als 15 % der Betriebsleistung eingebüßt, ohne in die roten Zahlen abzurutschen. Auch mithilfe der Kurzarbeit habe man es geschafft, die Stammbelegschaft zu halten und strategische Projekte wie das Ausbildungszentrum weiter zu finanzieren. Bei den schrumpfenden Volumina des Corona-Jahres hat Schwarzmüller aber in mehreren Ländern Marktanteile hinzugewonnen. Der oberösterreichische Premiumhersteller war mit Ende Dezember Marktführer in Österreich, der Schweiz, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. In Deutschland konnte man durch den Zukauf von Hüffermann erstmals die 10-%-Marke überspringen. Für die gesamte Gruppe plant Hartwig in diesem Jahr mit 400 Mio. Euro Umsatz, dafür will er 10 000 Fahrzeuge absetzen.    T

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