Aktuelles Verkehrswegebau – Tiefbau

Liebherr: Bohreinsatz für die Umwelt

Der Ausbau der Kläranlage El Salitre in Bogotá verfolgt einen wichtigen Umweltgedanken: die Verschmutzung des Río Bogotá zu reduzieren und das aufbereitete Wasser sinnvoll wiederzuverwenden. Durch die Umsetzung des Spezialtiefbaus mit dem LRB 355 leistet Liebherr einen Beitrag zu diesem Projekt in Kolumbien.

Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Auch wenn die Erde zu zwei Dritteln aus Wasser besteht, ist ein rücksichtsvoller Umgang mit dieser Ressource notwendig. Das Projekt »PTAR Salitre« in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá ist sich dieser Verantwortung bewusst. Mit dem Ausbau der Kläranlage El Salitre wird u. a. versucht, durch das aufbereitete Abwasser die Verschmutzung des Río Bogotá zu reduzieren. Der Fluss entspringt nördlich von Bogotá und wird kurz nach El Charquito zu einer Berühmtheit. Dann, wenn er sich am Wasserfall Salto del Tequendama eindrucksvoll 150 m in die Tiefe stürzt. Allerdings gehört er ebenso zu den am stärksten verschmutzten Flüssen Südamerikas.

Die Bevölkerung Bogotás wächst in rasantem Tempo. Als einer der Gründe gilt die starke Landflucht, rund 75 % aller Kolumbianer leben bereits in Städten. Durch diese Entwicklung muss auch die Infrastruktur deutlich verbessert werden. Das Abwasser von etwa zwei Millionen Einwohnern aus dem Norden und Zentrum Bogotás wird in die Kläranlage El Salitre geleitet. Durch den Ausbau kann die Kapazität der Abwasserbehandlung fast verdoppelt werden. Einer der beiden Auftragnehmer ist das lokale Unternehmen Botero Ingenieros, das für die Gründungsarbeiten das Ramm- und Bohrgerät LRB 355 von Liebherr erfolgreich einsetzt.


Bis in 36 Meter Tiefe

Das LRB 355 erstellt mit Vollverdränger-Bohrausrüstung 1 879 Gründungspfähle und bohrt im Rahmen des gesamten Projekts insgesamt 62 000 lfm in die Tiefe. Die Pfähle weisen einen Durchmesser von 600 mm auf und erreichen Tiefen zwischen 31 m und 36 m. Aufgrund der besonderen Leistung des Liebherr-Geräts konnte Botero die Arbeiten in nur acht Monaten abschließen; Baubeginn war im März 2018.

Nach der Aufbereitung in El Salitre wird das Abwasser in den Río Bogotá geleitet. Nach dem Ausbau der Kläranlage kann die Verschmutzung auf ein Niveau reduziert werden, das für den Fluss selbst zu bewältigen ist. Durch die verringerte Umweltbelastung soll das Wasser künftig für Weidevieh oder landwirtschaftliche Tätigkeiten sinnvoll wiederverwendet werden können.     t

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