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Goldhofer: Auf Energieträger aus Memmingen gesetzt

Seit die mexikanische Regierung im Jahre 2013 das staatliche Energiemonopol gekippt hat, engagieren sich vermehrt inter­nationale Investoren auf dem dortigen Energiemarkt. Das »Project Aquiles« der finnischen Wärtsilä Corporation umfasst beispielsweise den Aufbau eines modernen Gaskraftwerks im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua, das im laufenden Jahr mit einer Produktionsleistung von 110 MW vollständig in Betrieb genommen werden soll. Mit dem Transport von insgesamt zwölf Motoren inklusive Generatoren, sogenannten »Gen-Sets«, wurde die Martin Bencher Group aus dem dänischen Aarhus beauftragt. Mit dabei ist als »Energieträger« Technik von Goldhofer aus Memmingen im Allgäu.

Per Frachtschiff wurden die Gen-Sets vom Typ SG 20V34 in den Hafen von Altamira geliefert, um von dort via Straßentransport auf das Gelände des neuen Kraftwerks gefahren zu werden. Im Juli 2018 begann man schließlich mit der Löschung der Fracht, die auf zwei Konvois der unterbeauftragten Tradelossa Transportes aufge­teilt wurde. Als Fahrzeugkonfiguration wählte das Transport-Team sechs Goldhofer-Schwerlastkombinationen des Typs THP/SL12 mit einem Flachbett oder Kesselbett, um die vorgeschriebene Ladehöhe einzuhalten. Tradelossa vertraut seit mehr als 20 Jahren auf das Transport-Equipment des in Memmingen ansässigen Marktführers für Schwerlast- und Spezialtransportlösungen und zählt mittlerweile mehr als 150 Goldhofer Achslinien und umfangreiches Spezialzubehör zu seinem Fuhrpark.

1 600 Kilometer ohne Zwischenfälle

Binnen kurzer Zeit wurden die übergroßen Gen-Sets mit den Abmessungen 12,9 m x 3,34 m x 4,49 m und einem Einzelgewicht von jeweils 140 t verladen sowie anschließend ohne Zwischenfälle an ihren rund 1 600 km entfernten Bestimmungsort gebracht. Im Schnitt wurden gerade einmal sechs Tage benötigt, um sämtliche Gen-Sets ohne ­Zwischenfälle auf das Gelände des Gaskraftwerks zu transportieren. Entlang der Transportroute galt es unter anderem, mehrere enge Kreisverkehre zu durchfahren. Dies ließ sich jedoch dank des Einsatzes einer zusätzlichen Zugmaschine in kurzer Zeit meistern.


Schlussaufgabe

Schließlich wartete auf dem Betriebsgelände des Gaswerks eine letzte Herausforderung: Der Konvoi musste präzise durch zwei enge Kurvenführungen manövriert werden, um die Gen-Sets schließlich unversehrt vor der neuen Generatorhalle abzuliefern. In einem letzten Arbeitsschritt wurden diese dann ent­laden und über ein Schienen­system auf die neuen Funda­mente auf­gebracht. Dank der ­effizienten Projektleitung von Martin Bencher, den Transportprofis von Tradelossa und dem Einsatz ­bewährter Goldhofer-Transporttechnologie konnte das Projekt bereits exakt einen Monat später vollständig abgeschlossen werden.    t

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