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11. September 2017

Daimler: Dem Kraftstoffdiebstahl künftig besser vorbeugen

Daimler: Dem Kraftstoffdiebstahl  künftig besser vorbeugen

Daimler Fleetboard ist einer der europaweit führenden Anbieter tele­matikgestützter Internetdienste für Lkw und Busse. Um Kraftstoffdiebstahl zu vermeiden, sollen mit »Fleetboard Truck Guard« Fahrzeuge künftig durch verschiedene technische Hilfsmittel wie zusätzliche Sensoren oder Kameras, die direkt am Lkw verbaut sind, überwacht werden. Die Hilfsmittel sind digital mit dem Fahrzeug und einer App verbunden. Sobald ein Diebstahl erkannt wird, werden ein Alarm und eine Meldung an das Dashboard des Flottenmanagers und das mobile Endgerät des Fahrers gesendet.

Auf Kundenseite sei, so Fleetboard-Mitarbeiter Steven Quaak, die Nachfrage nach einer Lösung zur Vermeidung von Kraftstoffdiebstahl sehr groß, jedoch mit der klaren Anforderung, in keine zusätzliche Hardware investieren zu müssen. Entsprechend liege der Fokus auf einer rein digitalen Lösung, die durch geringere Investitionen und dem begrenzten Aufwand auf Kundenseite – sowohl für Fleetboard als auch für die Kunden – und zügig umsetzbar sei.


Erster Schritt: »Fuel Report«
Konkret arbeitet das Fleetboard-Projektteam im ersten Schritt an einem »Fuel Report«: Einer Datenauswertung, die Unregelmäßigkeiten beispielsweise bei einem zu niedrigen Füllstand bei entsprechendem Verbrauch feststellt und markiert. Dazu entwickelt Fleetboard eine Big-Data-Lösung, die bereits heute vorhandene Daten zu Füllständen, Verbrauch oder der durchschnittlichen Geschwindigkeit der Lkw mit Auffälligkeiten beim Tankfüllstand oder Treibstoffverbrauch abgleicht.
Der Kunde erhält eine intelligente Gegenüberstellung und kann Rückschlüsse auf Kraftstoffverluste ziehen. Diese Lösung nimmt dem Kunden den heute noch hohen Zeitaufwand, wenn er Tankbelege und Telematikdaten anhand von Datum und Uhrzeit gegenüberstellt, um solche Auffälligkeiten zu bemerken. Der Report kann täglich, wöchentlich oder monatlich erstellt werden.

Aktives Verhalten bei Kraftstoff-Auffällig­keiten
Als Weiterentwicklung wäre denkbar, dass die Big Data-Lösung auch kleinere Kraftstoff-Abweichungen schnell und ebenfalls im Ruhezustand des Fahrzeuges erkennen kann und dadurch einen »Real-time-Alert« an die Spedition ermöglicht. Durch eine Alarmmeldung über SMS oder E-Mail könnte umgehend der Fahrer oder die Polizei alarmiert werden. Noch einen Schritt weiter wäre die Verbindung mit dem Fahrzeug selbst, sodass der Lkw bei einem »Real-time alert« selbstständig die Beleuchtung einschalten oder die Hupe betätigen kann.  §

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