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Ammann Verdichtung: Weltweit erste Hybridplatte vorgeführt

Der Schweizer Hersteller hat im Rahmen der Bauma eine vollhydraulische Vibrationsplatte mit Benzin-Elektro-Antrieb vorgestellt. Damit ist der Verdichtungsspezialist das erste Unternehmen, das eine Hybrid-Rüttelplatte bis zur Prototypen­reife entwickelt hat.

Die Maschine kann zu jedem Zeitpunkt emissionsfrei arbeiten. Ihr 6-kWh-Lithium-Ionen-Akku lässt sich sowohl über den Benzinmotor als auch im Plug-in-Verfahren über ein externes Ladegerät aufladen.

Der Prototyp der neuen Hybridplatte mit Benzin- und Elektroantrieb wurde dem interessierten Publikum auf der Bauma vorgeführt. »Eine der größten Herausforderungen bei der Konstruktion der Hybrid-Maschine ist die Hitzeabschirmung der Akkumulatoren gewesen«, berichtet Thilo Ohlraun, Deutschland-Vertriebsleiter bei Ammann, »denn der Bauraum in der handgeführten Rüttelplatte ist knapp und die Batterien sind temperaturempfindlich«. Mehr als 60 °C sollten die Stromspeicher nicht ausgesetzt werden. Die Ingenieure mussten einen Weg finden, die Batterien vor der Hitze des Benzinmotors zuverlässig und dauerhaft abzuschirmen. Mit einer Wärmeabführung sowie einem Lüfter sei dies schließlich gelungen. Auch die Vibrationen machen den Batterien zu schaffen.

E-Power für 20 bis 25 Minuten

Im Akku-gestützten Elektro-Betrieb steht der Platte 20 bis 25 Minuten lang die Leistung des 14 kW starken E-Motors zur Verfügung. »In 20 Minuten lässt sich fast jeder Job, für den Rüttelplatten auf Baustellen gewöhnlich eingesetzt werden, erfolgreich abschließen«, bemerkt Ohlraun. Ist die Batterie erschöpft, lässt sie sich innerhalb einer Stunde wieder komplett aufladen. Dabei kann der Nutzer der Platte aus drei Auflademodi wählen: Über eine externe Batterie-Ladestation (Plug-in-Verfahren), über den Benzinmotor während des Einsatzes der Maschine oder über den Benzinmotor, während die Maschine ruht.

»Jederzeit und einfach per Knopfdruck kann der Bediener auf der Baustelle von Elektro- auf Benzinantrieb umschalten«, versichert der Vertriebsleiter. Das leise Surren des Elektroantriebs weicht dann dem vertrauten Rhythmusgeräusch eines Benzinmotors. »Die technischen Leistungswerte der Maschine sind bei beiden Antriebsarten gleich«, versichert Ohlraun.     §


 

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