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15. August 2017

WOLFF Kran auf Schienen unterstützt Traditions-Schiffswerft ÖSWAG in Linz

WOLFF Kran auf Schienen unterstützt Traditions-Schiffswerft ÖSWAG in Linz

Ob in alpinem Gelände, in der Enge der Groß-stadt oder in der Weite der Wüste – WOLFF Krane kommen in jedem Revier zurecht. Auch für die Arbeit am Wasser sind die roten WÖLFFE prädestiniert. Die 1840 gegründete österreichische Schiffswerft ÖSWAG Werft Linz installierte kürzlich einen WOLFF 7532.16 cross, der für die Wartungsarbeiten von Binnenschiffen an der Slipanlage zum Einsatz kommt, die vor einigen Jahren vergrö-ßert wurde. Bis zu 23 Meter breite Doppelrumpfschiffe können mit den jetzigen Slipwägen an Land gezogen werden. WOLFFKRAN überzeugte den Auftraggeber nicht nur mit einem leistungsfähigen Kran, sondern auch mit einer technisch anspruchsvollen Adaption des fahrbaren Kranportals.

Die Aufgabe, die der Kunde an das WOLFFKRAN Team in Österreich stellte, hielt gleich mehrere Herausforderungen bereit. Der WOLFF 7532.16 cross sollte nicht auf dem Boden, sondern auf einer bestehen-den 6,0 Meter hohen Schienenkonstruktion aufgestellt werden, auf der er im Einsatz hin- und herfahren kann. Die Spurbreite der Schienen be-trägt dabei nur 4,0 Meter. Außerdem muss der Kran einen auf den Schie-nen fest installierten, rund 5,5 Meter hohen Steuerstand passieren kön-nen, weshalb er auf einem Portal stehen muss. „Die Planung war sehr anspruchsvoll. Je schmäler die Spurweite des Portals, desto mehr Bal-last ist notwendig, um den Kran zu stabilisieren. Die Ballastierung beträgt beim 7532.16 cross 60 Tonnen. Gleichzeitig müssen die einzelnen Rad-lasten, die auf die Schienen übertragen werden, möglichst gering sein und durften nur maximal 18 Tonnen pro Rad betragen“, erläutert Wouter van Loon, Produktmanager bei WOLFFKRAN. Die WOLFFKRAN Kon-strukteure verwendeten als Basis ein bereits vorhandenes Portal mit 5,5 Metern Spurweite und modifizierten es so, dass es auf die vorhandenen 4,0 Meter Spurbreite passt. Um bei einem Betriebsgewicht des Krans von über 154 Tonnen die zulässigen Kräfte, die auf die Schienen der Hochbahn wirken, nicht zu überschreiten, steht das Portal an jeder Ecke auf je vier Laufrädern, die das Gewicht verteilen.

Spezielle Lösungen bis ins Detail
Auch für die Antriebseinheit des Fahrwerks musste bei den extrem en-gen Platzverhältnissen eine Sonderlösung gefunden werden. „Die Ka-beltrommel brachten wir außen an den Portalstützen an. Die Stromver-sorgung für den Antrieb verlegten wir nicht wie bei dem Vorgängerkran über ein Schleifleitungssystem, sondern außen an den Schienen ent-lang“, erklärt Wouter van Loon. Darüber hinaus ist der Schaltschrank des Fahrwerks oben auf dem Portalriegel platziert und so trotz der Enge leicht zugänglich.

Kraft und lange Lebensdauer ergeben den perfekten Werft-Kran
„Die Zusammenarbeit mit der ÖSWAG Werft war von Anfang an sehr kooperativ. Das gesamte Team unterstützte uns bei der aufwendigen Planung und auch bei der Montage, die rund eine Woche in Anspruch nahm“, berichtet Dieter Reuberger, Geschäftsführer von WOLFFKRAN Austria.
„Unser alter Wippkran Baujahr 1936 stieß bei den immer größeren An-forderungen und behördlichen Auflagen altersbedingt an seine Gren-zen“, sagt Horst Krammer, zuständig für Anlagen- und Betriebstechnik bei der ÖSWAG Werft Linz. „Neben WOLFFKRANs weitsichtiger Pro-jektplanung überzeugte uns der WOLFF 7532.16 cross mit seiner hohen Tragfähigkeit von ca. 17 Tonnen bei 14,3 Metern Ausladung und insge-samt 40 Metern Auslegerlänge. Er kommt vor allem für das Versetzen der sogenannten Slipwägen zum Einsatz, mit deren Hilfe die Schiffe aus dem Wasser an Land befördert werden, und von denen einer bis zu 17 Tonnen wiegt.“

Auch wenn der Auftrag für WOLFFKRAN Austria eine Premiere darstellt, gehören WOLFF Krane in anderen Regionen schon länger zur festen Ausstattung von Schiffswerften. So steht seit 2009 ein WOLFF 6531 cross in der Scheepswerf Kooiman Hoebee im Holländischen Dordrecht und der WOLFF 1250 B Wipper unterstützt seit 2014 am Engine Deck Repair Dry Dock in Antwerpen, Belgien. Der 7532.16 cross wird an sei-nem neuen Standort am Donauufer jedes Jahr an vielen Fahrgastschif-fen arbeiten und das wie sein Vorgänger für viele Jahrzehnte.

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