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Volvo CE: Vorstoß in eine neue Gewichtsklasse

Mit seinen beiden neuen 50-t-Baggern EC530E und EC550E setzt Volvo CE auf Grab- und Tragkräfte, die üblicherweise im 60-t-Segment zu finden sind. Die Neuheiten wollen mit hoher Kraftstoffeffizienz sowie eine Reihe innovativer Funktionen aufwarten, die zudem die Produktivität entscheidend steigern sollen. Haupteinsatzgebiete des Neuheitenduos sind schwere Grabarbeiten, der Massenaushub und großflächige Baustellenvorbereitungen.

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Die beiden neuen Volvo-Bagger verfügen über die nach Herstellerangaben höchste Motorleistung in ihrer Klasse und setzen auf eine herausragende Zugkraft und ein hohes Schwenkmoment. In Verbindung mit den großen Löffeln sind der EC530E und der EC550E darauf ausgelegt, knickgelenkte Dumper mit wenigen Ladespielen zu befüllen, was zusätzlich die Taktzeiten reduziert.

Der schwedische Hersteller unterstreicht, dass beide Neuheiten über Eigenschaften verfügen, die üblicherweise von größeren Maschinen bekannt sind. Beispielsweise soll man derart robuste und widerstandsfähige Unterwagen normalerweise nur bei Baggern der 60-t-Klasse antreffen, was auch für die besondere Stabilität von Unter- und Oberrahmen gelte. Der Unterwagen des EC550E mit X-förmigem Rahmen aus hochwertigem Stahl ist so ausgeführt, dass er härtesten Arbeitsbedingungen standhält. Die Unterwagenkomponenten sind laut Volvo für eine lange Lebensdauer, hohe Betriebszeiten und äußerste Belastbarkeit unter harten Bedingungen verstärkt ausgeführt. Der Unterwagen des EC530E weist die kompakten Transportabmessungen wie der klassentiefere EC480E auf und will damit den gleichen Ladekomfort wie der 48-Tonner von Volvo bieten. Auch Ausleger und Stiel sind mit massiven Bolzen ausgestattet.

Erhöhte Kraftstoffeffizienz

Der D13J-Motor von Volvo ist das Herzstück des EC530E und des EC550E und soll die Kraftstoffeffizienz um bis zu 25 % erhöhen. Möglich macht das die Independent Metering Valve Technology (IMVT), die dank intelligenter elektronischer Steuerung eine präzisere Steuerung wie auch eine höhere Effizienz als ein klassisches mechanisch gekoppeltes Hydrauliksystem gewährleisten soll. Weitere Effizienzgewinne ergeben sich laut Volvo aus der Optimierung der Kopplung Motor mit Hydraulikpumpe, die eine Reduzierung der Motordrehzahl bei gleichbleibender Leistung erlaubt, und der verbesserten Gestaltung der Hydraulikleitungen.

Das neue System verfügt über eine Reihe von intelligenten Funktionen, darunter der für präzise Lasthebearbeiten nützliche Kriechgangmodus sowie die optionale Joysticklenkung (CDC). CDC will zur Verringerung von Ermüdungserscheinungen beitragen, indem der Bediener die Maschine mit dem Proportionalschieber für den Zeigefinger am Joystick statt mit den Pedalen lenken kann.


Neue Prioritätsfunktionen ermöglichen es, einer Funktion (Ausleger/Schwenken und Ausleger/Fahren) Vorrang vor einer anderen zu geben. Die einstellbare Auslegerabsenkgeschwindigkeit ist für Präzisionsarbeiten konzipiert. Lange Tage in der Kabine sollen dank einer Reduzierung der Auslegerschwingungen weniger anstrengend wirken.

Dig-Assist-Apps für die Maschinensteuerung

Die optionalen Dig-Assist-Apps des Co-Pilot-Tablets von Volvo unterstützen den Bediener bei seinen Aufgaben. Gewählt werden kann aus den Software-Paketen 2D, In-Field-Design und 3D. Ein integriertes Wiegesystem liefert für eine optimale Befüllung Informationen über den Füllgrad des Löffels in Echtzeit. Das System zeichnet das bewegte Material pro Durchgang, pro Schicht oder pro Tag auf.

Volvo bietet für das Neuheitenduo auch speziell angefertigte Anbaugeräte, wie Schnellwechsler, Löffel, Hydraulikhammer, Scheren oder auch Greifer.

Kabine als »Zuhause fernab der Heimat«

Die Komfortkabine der beiden neuen Bagger hat Volvo als »großartiger Ort, um den Arbeitstag zu verbringen« konzipiert. Der Einstieg ist dank verschraubter, rutschfester Stufen und gut sichtbaren Handläufen auf hohe Sicherheit ausgelegt. Optional ist ein klappbarer Kabinenaufgang verfügbar. Die Sicht aus der Kabine wird von einer einteiligen Frontscheibe unterstützt. Heck- und Seitenkameras sowie die Rundumsichtoption Volvo Smart View sind zusätzlich verfügbar.

Der Hersteller verzichtet auf hydraulische Vorsteuerleitungen, wodurch die Anzahl der benötigten hydraulischen Kupplungen reduziert werden konnte. Auch das elektrische System ist dank Steckverbindungen, die die strengen Normen für den Schutz vor Wassereintritt übertreffen, deutlich robust ausgelegt. Die Wartungskosten sollen durch die Motoröl- und Filterwechselintervalle von 1 000 Stunden sowie den ebenerdigen Zugang zu den gruppiert angeordneten Filtern reduziert werden.     t

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