Aktuelles Verkehrswegebau / Tiefbau

VDBUM: Mit moderner Saugbaggertechnik die Infrastruktur schützen

Bei Tiefbauarbeiten entstehen an Versorgungsleitungen jährlich Schäden in Höhe von geschätzen 200 Mio. Euro. Die Ursachen liegen zum Teil in der schlechten Bestand­dokumentation, aber auch im Kostendruck. Unternehmer entscheiden täglich zwischen »hohes Risiko und Gewinn« durch überzogenen Baggereinsatz oder der »Sicherheit ohne Kostendeckung« durch Handaushub. Saugbagger gelten heute als eine moderne Alternative, erfüllen sie doch mit ihrem reinen Trockensaugverfahren die Bedingungen an Sicherheit und Leistung.

Saugbagger sind mit überdimensionalen Staubsaugern auf Lkw-Fahrgestell vergleichbar. Mittels Radialventilatoren wird ein großer, schnell fließender Luftstrom erzeugt, der das Material in unmittelbarer Nähe des Absaugschlauchs mitreißt. Im Inneren des Fahrzeugs wird das gesaugte Material in einem Sammelbehälter abgeschieden. Zusätzliche Separationsstufen und ein Feinfilter absorbieren Stäube. Der saubere Luftstrom durchläuft die Ventilatoren und über Schalldämpfer ins Freie abgegeben. Die seitliche Entleerung mittels hydraulischen Kippens des Sammelbehälters ermöglicht kurze Entleerzeiten und eine Materialübergabe in Container. Die Steuerung erfolgt mittels Funksteuerung, der Bediener wählt immer den optimalen Arbeitsort.

Die Saugbaggertechnik stellt ein reines Trockensaugverfahren dar, es können aber alle Medien, ob Wasser, Schlamm oder feste Stoffe, gesaugt werden. Die maximale Korngröße wird durch den Saugschlauch mit 250 mm Innendurchmesser begrenzt.


Reparatur bei Wasseraustritt

Die Saugbaggertechnologie verspricht beim Freilegen von Versorgungsleitungen neben dem Sicherheitsaspekt weitere Vorteile: Bei Wasserleitungsbrüchen wird das austretende Wasser mit eingesaugt. Somit gilt eine Reparatur auch unter vollem Wasseraustritt als möglich. Ein weiterer Effekt zeigt sich im Gasleitungsbereich – durch die große Arbeitsluftmenge wird die Gemischkonzentration stark reduziert. Gaswarngeräte messen die Konzentration des Saugluftstroms und schalten die Maschine weit vor dem Erreichen kritischer Werte ab.

Da Saugbagger im Vergleich zu herkömmlichen Hydraulikbaggern keinen Schwenkbereich benötigen, können die Abmaße der Baugrube auf das zur Durchführung der Arbeiten notwendige Maß minimiert werden. Auch Aushub- und Verfüllmenge können reduziert werden. Da das gesaugte Material im Inneren der Maschine gebunkert wird, treten bei Saugbaggerbaustellen auch weniger Verschmutzungen der Oberfläche auf. Durch die komplette Ausstattung der Fahrzeuge ist ein autarker Einsatz möglich. Dies, und die Verbindung mit der hohen Beweglichkeit, hat Saugbagger gerade im Havariebereich zu einem unverzichtbaren Baugerät gemacht.    t

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