Schwing GmbH Mit »BioShifter 2.0« auf der IFAT

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Schwing

Schwing-Stetter Deutschland hat einen innovativen Pumpenkopf, den BioShifter 2.0, speziell für den Biomassebereich entwickelt. Dieser kombiniert die langjährige Expertise im Industriepumpenbereich mit dem bewährten »ROCK«-Schieber. Der BioShifter wird auf der IFAT in München zusammen mit dem »ROCK«-Schieber und dem klassischen Tellerventil vorgestellt.

In Europa werden jährlich Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet, was ein Drittel der weltweit weggeworfenen Lebensmittel ausmacht. Dabei produziert Deutschland allein mehr als 50 % aller Lebensmittelabfälle im Land, was rund 12 Mio. t pro Jahr entspricht. Diese Abfälle sowie nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Mais und Weizen enthalten Energie, die entweder in Biomeilern aerob zu Wärme umgewandelt oder in Biogasanlagen anaerob zu Gas vergoren werden kann. Bei den meisten Biogasanlagen wird das entstandene Gas vor Ort in ei­nem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt, neuere Anlagen bereiten das Biogas mit Hinzunahme von CO₂ und H₂O zu Biomethan auf, das aufgrund seiner hohen Qualität direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Der BioShifter ist das Ergebnis einer Neukonzeptionierung des traditionellen S-Rohrs, das Friedrich Wilhelm Schwing im Jahr 1961 patentiert hatte. Durch die Kombination der bewährten Zweizylinder-Kolbenpumpe mit den Vorteilen des »ROCK«-Schiebers bietet der BioShifter eine moderne Lösung für die Förderung von Biomasse mit hohem Störstoffanteil. Seine einfache Wartung und geringe Störanfälligkeit machen ihn laut Hersteller »zur idealen Wahl für Biogasanlagen«.

Der Fachverband Biogas schätzt, dass allein durch den weiteren Ausbau von Biogas 42 % des aktuellen Gasimportes aus Russland durch Biogas ersetzt werden können, und fordert dementsprechend den weiteren Ausbau unbürokratisch und zügig voranzutreiben. Innerhalb der Prozesskette in der Biogasanlage ist die in Schredder und Siebtrommel aufbereitete Biomasse über Rohrleitungen zum Fermenter zu befördern. Genau diese Aufgabe übernimmt der neue BioShifter von Schwing.

Die Erfindung des S-Rohrs

Im Jahre 1961 hatte Friedrich Wilhelm Schwing das S-Rohr als Ausprägung einer Rohrweichenpumpe zum Patent angemeldet. Es zeigte sich aber, dass der ebenfalls von Schwing entwickelte »ROCK«-Schieber für den Transport von Beton oder anderen homogenen Medien Vorteile gegenüber dem S-Rohr besitzt. Schwing hat sich dem Thema als Erfinder des S-Rohrs erneut angenommen und mit der jahrzehntelangen Erfahrung beim »ROCK«-Schieber das S-Rohr völlig neu gedacht.


Heraus kam eine moderne Rohrweichenpumpe, die speziell für die Förderung von Biomassen mit einem hohen Störstoffanteil prädestiniert ist: Der BioShifter. Der BioShifter wird mit einer bewährten Zweizylinder-Kolbenpumpe je nach Anwendung in verschiedener Länge und Durchmesser kombiniert und umfasst die Vorteile vom »ROCK«-Schieber bei geringem Verschleiß, einfacher Wartung und geringer Störanfälligkeit.

Eine einfache Wartung

Es war bislang häufig ein Ärgernis: Um Verschleißteile beim S-Rohr austauschen zu können, muss in der Regel die Vorpressmischschnecke aufwendig demontiert werden. Dazu ist der Zugang zum klassischen S-Rohr meist nur von oben möglich, was Reinigung und Wartung aufwändig und mühsam machen. Der BioShifter lässt sich vergleichsweise einfach warten: Der vordere Teil vom Trichter kann weggeklappt werden und ermöglicht somit einen einfachen Zugang von vorne. Darüber hinaus muss auch die vorgelagerte Förderschnecke durch diese Konstruktion nicht abgebaut werden. Für den schnellen Service gibt es zusätzlich mit dem BioShifter Quick-Hatch eine Serviceklappe, falls Störstoffe im Bereich des Trichters den Transport einschränken.

Innovative Eigenschaften

Der BioShifter zeichnet sich laut Schwing durch seine leichte Wartbarkeit aus, die durch einen vorderen Trichterzugang und eine optionale Serviceklappe für schnelle Wartungsarbeiten erleichtert wird. Druckausgleichsfedern sorgen für eine zuverlässige Dichtigkeit und minimieren Leckagen über einen langen Zeitraum. Durch eine strömungsoptimierte Konstruktion wird der Verschleiß reduziert und die Langlebigkeit erhöht. Gleichzeitig werden laut Hersteller potenzielle Ausfälle durch Störstoffe, die den Leitungsweg verstopfen könnten, auf ein Minimum reduziert. Auch der Gefahr von Klumpenbildung durch eine inhomogene Entwässerung des Transportmediums wird vorgebeugt. »Unser Ziel ist es, mit dem neuen Bio­Shifter einen großen Beitrag zur effizienten Nutzung gebundener Energie aus Lebensmittel- und Rohstoffabfällen zu leisten«, erklärt Jens Heinrich, Leiter Marketing International der Schwing Gruppe, den Grundgedanken des BioShifters. »Durch die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilem Erdgas tragen wir langfristig zur Nachhaltigkeit der Energieversorgung bei.«d

BioShifter

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SCHWING GmbH

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