Aktuelles Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton)

Paschal-Werk: Rund und gerundet sind die markanten Stilelemente

Auf mehr als 11 000 m² entsteht für über 22 Mio. Euro in Karlsruhe mit dem LTC der »Linder Technologie Campus«. Der harmonisch geformte Campus wird unter stetiger Mitwirkung von Paschal gebaut – dazu werden Logo.3, Raster, Grip, TTR, Paschal Deck und die neue Absturzsicherung eingesetzt.

Der Entwurf der Karlsruher Architekten Essari und Lequime verbindet fünf »Häuser«, die geprägt sind durch viele Rundungen und organische Formen. Die organisch geformten Konstruktionen und Räume, innen wie außen, sollen die Basis für eine positive Arbeitsatmosphäre für zunächst rund 250 Beschäftigte werden und eine ideale Voraussetzung für die Expansion der auf dem Campus angesiedelten Unternehmen. Die Bauphase startete Mitte 2018 mit dem Erdbau, gefolgt von den Rohbauarbeiten. Beides wird von der Bauunternehmung Peter Gross Hoch- und Tiefbau verantwortet. So entstehen auf einer Fläche von über 11 000 m² rund 15 000 m² Bruttogrundrissfläche mit einem Bruttorauminhalt von rund 52 000 m³ fast zu 100 % als reine Stahlbetonkonstruktion. Nicht tragende Gebäudeteile werden flexibel gestaltet.

Paschal aller Orten

Alle Betonkonstruktionen werden mit Schal- und Rüstsystemen von Paschal geformt. Für die Ab­sturzsicherung an den Deckenrändern sorgt das neue Seitenschutzsystem des Unternehmens. Um die vorgegebene Architektur, außen wie innen, maß- und formengenau umzusetzen, setzt man auf Schal- und Rüstsysteme von Paschal.

Zu den gerundeten und winkligen Raum- und Gebäudeformen hat die Bauunternehmung noch die Besonderheit zu meistern, dass gleichzeitig an den fünf »Häusern« parallel gebaut wird.

Alle fünf Einzelhäuser stehen auf dem gemeinsamen Sockelgeschoss, das als Parkebene dient und in dem die Medienver- und -entsorgung untergebracht werden. Gemeinschaftliche Einrichtungen sind in den Häusern A und D eingeplant. Ab dem Sockelgeschoss sind die aufgehenden Bau­körper im Wesentlichen dreigeschossig mit darüberliegendem Staffelgeschoss geplant, was zu einer aufgelockerten Baumasse führt. Die Frei­fläche im ersten Obergeschoss ist durch runde und geschwungene Öffnungen aufgelockert.

Paschal-Systeme untereinander kompatibel

Mit einem optischen Messgerät werden die Entwurfs- und Schalplanungsdaten auf die Baustelle übertragen und nach dem Einschalen kontrolliert. Je kleiner der Radius, desto mehr Fixpunkte für die Rundschalung werden übernommen und markiert.

Gleiches gilt für die Winkelkonstruktionen bei den Wänden. Durch die Elementierung der Paschal-Schalsysteme lassen sich ohne bauseitige Holzausgleiche die gewünschten Geometrien exakt einschalen und betonieren.

Die Betondecken inklusive Tiefgaragenrampe addieren sich auf 14 900 m². Die 45 cm dicke Stahlbetondecke über dem Untergeschoss wird durch die Betonkernaktivierung als Energiespeicher genutzt, die sonstigen Stahlbetondecken sind zur Raumklimatisierung – heizen wie kühlen – durch einbetonierte Rohrsysteme vorgesehen. Die Stahlbetongeschossdecken in den Häusern A bis F werden mit Paschal-Deck ausgeführt. Die Dachdecken der Obergeschosse werden ebenfalls in Stahlbeton als Warmdach ausgeführt und nach der Abdichtung begrünt.


Die Stahlbetonwandflächen sind mit 19 000 m² angegeben. Dazu kommen die Stahlbetonstützen und zahlreiche Brüstungskonstruktionen aus Beton. Das einfache und schnelle Schalen der Aufzugsschächte erfolgt mit zwei Schalsätzen Logo.3 als Schachtschalungen mit Ausschalinnenecken.

Alle vertikalen Stahlbetonkonstruktionen werden mit rund 700 m² Logo.3, ca. 100 m² TTR und drei Schalsätzen Grip-Stützenschalung ausgeführt. 150 m² Raster-Schalung waren ausreichend für die Herstellung der Streifen und Einzelfundamente. Für die Stahlbetondecken werden rund 6 400 m² Paschal Deck (H-20-Träger und -Baustützen) eingesetzt.

Die Kompatibilität der Paschal-Systeme untereinander und die kleingliedrige Elementsortierung machen das systemische Schalen auch bei dieser Baustelle zu fast 100 % möglich. Basis dafür war die exakte Schalungsplanung der Schalungsexperten von Paschal.

Gestaltungsprogramm

Die geplanten Rundungen addieren sich auf über 55 unterschiedliche Radien. Die TTR kommt hier sowohl beim Schalen der gerundeten Wände wie auch den gerundeten Deckenrändern zum Einsatz.

Für die sehr kleinen Radien und Einlagen für runde Deckenöffnungen und Wandabschnitte haben die Schalungsexperten von Paschal Sonderschalungen konstruiert, die sowohl mit der TTR wie auch der Logo.3 harmonieren, um für saubere Übergänge zu sorgen.

Obwohl keine Sichtbetonanforderungen bei Wänden und Pfeilern gefordert sind, bestechen die bereits ausgeschalten Betonkonstruktionen durch ein symmetrisch angeordnetes Rahmenbild durch die Logo.3.    t

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