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Metso: Schweizer Präzisionsarbeit: Feinbrechen im Steinbruch

Der Steinbruch Zingel am Lauerzersee bei Schwyz wird seit 40 Jahren von KIBAG Kies Seewen betrieben. Der Hartgesteinabbau dort existiert schon seit mehr als 100 Jahren. Der Standort deckt mit einem jährlichen Abbauvolumen von knapp 300 000 t ein Zehntel des schweizer Bedarfs an hochwertigem Hartgestein. Vor Ort wird ein gering abrasiver, dafür aber umso härterer helvetischer Kieselkalk gewonnen und verarbeitet, der hohe Anforderungen an die Aufbereitungstechnik stellt. Drossard Sales & Service hat im Vorjahr einen Metso-Prallbrecher vom Typ NP1110 im Steinbruch installiert, der die Produktivität des Feinmaterials erhöht und sämtliche Anforderungen erfüllt bzw. übertroffen hat.

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Drossard Sales & Service und dem Management des Kies- und Betonwerks Zingel besteht bereits seit sieben Jahren. Die gemeinsame Zielsetzung der Betreiber wie auch des Metso-Händlers Drossard gilt seither der Optimierung von Prozessabläufen am Gewinnungs- und Aufbereitungsstandort.

Der Vorbrecher, der vor fünf Jahren von Drossard bereits im Zuge der Erschließung des neuen Abbaugebietes im Steinbruch installiert wurde, war das Resultat einer vorangegangenen zweijährigen Evaluierungsphase. Zu dieser Zeit kam gerade die neue C120er-Backenbrecherserie von Metso auf den Markt, die sich bei Zingel ideal einfügte. Anfang 2017 investierte die KIBAG erneut in eine Metso-Anlage – den Prallbrecher NP1110 als Nachbrecher für feinste Körnungen (Aufgabematerial 0/16 mm). Dabei sorgt die feinjustierbare automatisierte Steuerung der Maschine für eine konstant gleichbleibende Produktqualität. Je nach Durchsatz, Mahlbahnpositionen und Drehzahl lässt sich darüber im fortlaufenden Verarbeitungsprozess eine optimale Kornform erzielen.


Sandanteil der Produktion erhöhen und optimieren

Da der schweizer Metso-Händler Josef Drossard die Anlage im Steinbruch Zingel sowie die damit zusammenhängenden technischen Voraussetzungen und Anforderungen gut kannte und sich bereits der Einsatz des stationären Vorbrechers bewährt hatte, erhielt er den Zuschlag für den neuen NP1110.

Eine der Hauptforderungen der KIBAG bestand darin, den Sandanteil der Produktion über den neuen Brecher signifikant zu erhöhen und zu optimieren. Daher kamen dem Betreiber die flexiblen Steuerungsmöglichkeiten seitens des NP1110 gelegen. Vor der Anschaffung wurden Gesteinsanalysen des Materials durchgeführt, deren Werte in die aktuelle Metso-Brechsimulationssoftware Bruno mit einflossen. Die prognostizierten Ergebnisse waren nicht nur vielversprechend, sondern bestätigten sich auch nach dem endgültigen Einbau der Maschine. Nach der Inbetriebnahme stellte sich heraus, dass diese zu 99 % mit den vorhergesagten Ergebnissen aus der Simulationssoftware übereinstimmten.

»Auf Anhieb hochqualitative Produkte hergestellt«

»Mit dieser Anlage konnten wir auf Anhieb hochqualitative Produkte herstellen. Neben der gewohnten Servicefreundlichkeit unseres lokalen Metso-Händlers Josef Drossard haben uns auch die hohen Standzeiten der Chromkeramik-Schlagleisten im neuen Metso-Brecher überzeugt. Die Wartungsintervalle liegen erfreulich weit auseinander«, so Werkstattleiter Kaspar Herger.

Durch die langen Mahlbahnen und die höhere Verweildauer des Materials ist die interpartikuläre Zerkleinerung im Nachbrecher von Metso weitaus höher als beim Vorgänger. Sowohl beide Mahlbahnen als auch der Brechspalt lassen sich automatisch kalibrieren, was in der Regel lediglich einmal am Tag über die Steuerung geschieht.

Der Steinbruch Zingel profitiert mit dem neuen NP1110 zusätzlich vom höheren Zerkleinerungsgrad. Dass sich die Geschwindigkeit des Brechers flexibel steuern lässt, ist dem eingebauten Frequenzumformer, der eine große Drehzahlspanne abdeckt, zu verdanken.
Bei einem so etablierten Werk wie Zingel ist es immer eine anspruchsvolle Aufgabe, neue Maschinen auszuwählen, die nicht nur die Produktivität erhöhen, sondern sich auch genau in den Aufbereitungsprozess einfügen. Dabei steht es außer Frage, dass die spezifischen Anforderungen an Kornverteilung und Kornform bei neuen Brechern zu berücksichtigen sind.

Stationärer Kegelbrecher GP 220 im Blick

Künftig ist im Bereich des mittleren Feinbrechens der Austausch einer Prallmühle durch einen Kegelbrecher für das Aufgabematerial 16/40 vorgesehen. Bei der neuen stationären Anlage kommt der GP 220 von Metso in Betracht, der eine alte Maschine ersetzen und anschließend die Qualität der Kornform verbessern soll. In enger Zusammenarbeit des GP 220 mit dem neuen NP1110-Prallbrecher lässt sich künftig auch jederzeit der Anteil der Sandproduktion weiter erhöhen. Einer weiteren Flexibilisierung der Anlage ist jedenfalls mit diesem Schritt der Weg geebnet. Ein Teil des Endproduktes aus dem GP220 könnte je nach Markt- oder Depotsituation dann am Ende über den NP1110 noch zu Sand verarbeitet werden.

»Unsere Produktion hat einen großen Auftrieb bekommen. Wir produzieren mit der neuen Anlage höherwertige Sande und anteilig mehr Fraktionen unserer Wahl. Auch die Siebkurve ist weitaus konstanter«, so Werkstattmeister Konrad Schorno. Der Sandanteil (0/4 mm) des Aufgabematerials (0/16 mm) liegt zunächst bei 28 % – nach der Aufbereitung durch die Prallmühle NP1110 jedoch bei 84 %.

Der Bahnschotteranteil (16/63 mm) für die Schweizerischen Bundesbahnen SBB bildet mit mehr als 50 % der Gesamtproduktion das Hauptprodukt des Steinbruchs Zingel; danach folgen Splitte und Brechsande als Asphaltzuschlagstoffe (in den üblichen Fraktionen 0/2 mm, 2/4 mm, 4/8 mm, 8/11 mm, 11/16 mm und 16/22 mm).

Der Vorbrecher C120 verarbeitet aktuell 350 t/h Material. Durch die Flaschenhalssituation eines Landbandes lassen sich ­allerdings zur Zeit lediglich 170 t/h direkt verarbeiten. Das restliche Material gelangt durch den Ausbau der Kaverne in ein Zwischendepot, um zu einem späteren Zeitpunkt von dort aus weiter verarbeitet zu werden. Etwa 80 t der sofort zu verarbeitenden Menge aus dem Vorbrecher entfallen direkt auf die weitere Verarbeitung zu Bahnschotter. Dank eines direkten Gleisanschlusses lässt sich das Material direkt verladen.     §

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