Abbruchtechnik / Rückbau / Recycling Aktuelles

MBI Deutschland: Zwei starke und flexible Teams

In direkter Nähe zum Hauptbahnhof des unterfränkischen Schweinfurt hat der langjährige MBI-Kunde Hackschnitzel Eichenseer aus Batzhausen in der Oberpfalz Ende letzten Jahres bei beengten Platzverhältnissen eine Unterführung unter drei stark befahrenen Bahngleisen abgebrochen. Der Abbruchspezialist Austen aus Neumarkt (ebenfalls in der Oberpfalz) hatte zeitgleich den Auftrag erhalten, in direkter Nähe zum Nürnberger Flughafen ein Industriegebäude abzubrechen. In beiden Fällen griffen die Unternehmen auf den Einsatz von MBI-Abbruchtechnik zurück.

Im Einsatz in Schweinfurt waren u. a. zwei CR26R mit einem Einsatzgewicht von 2,8 t, einer Öffnungsweite von 1 100 mm sowie einem hydraulischen Betriebsdruck von 280 bar bis 320 bar. Des Weiteren musste ein RP30-IT seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Der drehbare Pulverisierer zeichnet sich durch eine Öffnungsweite von 900 mm bei einem Einsatzgewicht von 2,85 t und einem Betriebsdruck von 300 bar bis 350 bar aus.

Der Überbau aus Beton wurde durch eine CR26R rück- und die vorhanden Stahlträger ausgebaut. Die mehr als 1 m starken Widerlager konnten mithilfe der Betonbeißer schnell und effizient abgebrochen werden. »Die Zufahrts- und Platzverhältnisse auf der Baustelle waren sehr beengt und wir mussten sehr schnell arbeiten. Dafür waren die Maschinen der CR-Serie äußerst effizient einsetzbar«, berichtet Christian Eichenseer. Der Widerlager wurde man mit dem Betonbeißer Herr, ein Hydraulikhammereinsatz war nicht erforderlich. »Das hat viel Zeit gespart«, so Eichenseer.

Die auf die Bedürfnisse des Primärabbruchs entwickelte CR-Serie zeichnet sich durch große Öffnungsweiten bei hohen Brechkräften aus. Serienmäßig sind bei jedem Betonbeißer dreh- und austauschbare Messer verbaut. Die Kraft der beiden Zylinder wird durch den besonderen Bewegungsmechanismus an den Backen verstärkt.


Der RP30-IT wurde vor allem im Sekundärabbruch eingesetzt und pulverisierte den Beton der Widerlager. Die vielseitig einsetzbare Baureihe erhält ihre hohe Schnelligkeit durch ein spezielles Ventil, das sowohl zügige Arbeitsgänge als auch den Schutz der Baggerhydraulik garantiert. Dank der beiden wechselbaren Platten in der beweglichen Backe lassen sich die Maschinen der Baureihe für die Bedürfnisse adaptieren. »Wir waren mit dem oberirdischen Abbruch schneller fertig als geplant und sind mit den Anbaugeräten von MBI sehr zufrieden«, berichtete denn auch Geschäftsführer Alfred Eichenseer.

Flexible Mannschaft

Der Abbruchspezialist Austen hatte Ende 2019 den Auftrag, am Nürnberger Flughafen ein Industriegebäude abzubrechen. Der 50 m lange und 30 m breite Komplex beherbergte eine Lagerhalle und Büroflächen. Der Primärabbruch des in Fertigteilbauweise errichteten Gebäudes wurde mit dem neuen RP40-IT durchgeführt.

Austen setzt den kleineren Bruder RP20-IT bereits erfolgreich ein, wie Juniorchef Dominik Austen erklärt: »Wir waren vom RP20-IT sehr überzeugt und haben deswegen für unser neues Flaggschiff den 4 t schweren RP40-IT angeschafft. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall. Hier auf dieser Baustelle kann ich damit die Decken zwischen den Bindern schnell abbrechen und die Stützen kraftvoll durchtrennen.« Am kleineren Bagger arbeitete ein RP20-IT, der Pulverisierungsarbeiten übernahm. Die Gebäudestützen schwächte Austen mit dem RP40-IT, was dank der mehr als 200 t hohen Brechkraft »problemlos möglich« war. Austen zeigt sich von der Leistungsfähigkeit überzeugt: »Die große Öffnungsweite und die für eine Maschine dieser Bauweise hohe Brechkraft bringen eine große Zeit- und Kostenersparnis mit sich. Selbst das dicke Eisenpaket der Betonbinder kann ich mit dem Pulverisierer durchtrennen, was mich sehr begeistert.«

Dank der beiden Anbaugeräte konnte der oberirdische Einsatz binnen einer Woche abgewickelt werden, die Bauteile wurden brechergerecht pulverisiert. Dominik Austen resümiert nach zwei Tagen harten Einsatzes für die beiden drehbaren Pulverisierer: »Es werden wohl nicht die letzten MBI-Maschinen für uns gewesen sein.«    t

Nach oben
facebook Instagram youtube twitter rss LinkedIn