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Klemm Bohrtechnik: Kompetenzzentrum für kompakte Bohrgeräte

Klemm Bohrtechnik ist innerhalb der Bauer-Maschinen-Gruppe das Kompetenzzentrum für kompakte ­Bohrgeräte im Spezialtiefbau. Das Lieferprogramm umfasst neben Ankerbohrgeräten verschiedener ­Größenordnungen auch Injektionsausrüstungen, Hydraulikhämmer und eine umfassende Palette an ­Bohrzubehör. Auf der Bauma legt Klemm den Schwerpunkt der Exponate auf Innovationen im Bereich der Kinematik und der Gerätesteuerung sowie auf den Themen Energieeffizienz und funktionale Sicherheit.

Zu den Exponaten gehört das neue Bohrgerät KR 704-2E. Mit kompakten Abmessungen wurde es speziell für den Einsatz innerhalb bestehender Gebäude entwickelt. Der Elektroantrieb ermöglicht ein Arbeiten ohne Abgasemissionen mit geringster Geräuschentwicklung.

Gezeigt werden zudem die Bohrgeräte KR 709-3G – als Weiterentwicklung des Vorgängermodells in der Ausführung für SOB-Bohrungen – sowie das Universalbohrgerät KR 909-3G, ausgestattet mit Hydraulikhammer KD 2524 und MAG 2.5V.

Zu den Highlights unter den Klemm-Exponaten zählt die KR 806-3GS aus der 806-Baureihe. Diese zeigt sich mit neuer Kinematik, hoher Tragfähigkeit und vielfältigen Schwenkmöglichkeiten. Das Ankerbohrgerät KR 805-3G wird in einer Version mit leichter, sehr langen Lafette und Greifermagazin zu sehen sein. Das Gestängehandhabungsmodul HBR 120 vereint, so der Hersteller, innovative Technik mit hohem Maß an Arbeitssicherheit. Es wurde auf der Bauma 2016 mit dem »Euro Test«-Preis ausgezeichnet.

Vertikalbohrgerät KR 709-3G

Das Erstellen von Bohrpfählen unter räumlich beengten Verhältnissen, ist eine Anwendung, für die sich die Klemm-Vertikalbohrgeräte der KR 700-er Baureihe gut geeignet zeigen. Die Ertüchtigung bestehender Fundamente, Neugründungen in dichtbebauter Umgebung und Pfahlbaustellen mit beschränkter Zugänglichkeit oder in Gebäuden bergen stets Herausforderungen für das eingesetzte Equipment.

Seit langem bietet Klemm für diese Anwendungen spezielle Bohrgeräte unterschiedlicher Gewichts- und Leistungsklassen. Mit dem Raupenbohrgerät KR 709-3G wird eine Neuentwicklung vorgestellt, die CFA- (continuous flight auger) und SFA- (segmental flight auger) Anwendungen bis zu einem Schneckendurchmesser von 650 mm erlaubt, während die Mobilisation auf der Baustelle anspruchslos ist. Die kompakten Abmessungen und das geringe Gerätegewicht (< 20 t) unterstützen den unproblematischen Transport. Nach der Entladung und der Aufrüstung des Bohrwerkzeugs kann das Gerät nach wenigen Minuten in den Produktivbetrieb gehen.

Passend zu den Anwendungen wurden die Lafettenvarianten modular in einem Baukasten entwickelt. Die Grundlafette ermöglicht, u. a. mit Verlängerungen, eine Einfahrtiefe bis zu 10,5 m im Single-Pass-Verfahren. Neben der Ausführung für das Endlos-Schneckenbohren wird auch eine Ausführung für Hochdruckinjektionen angeboten, die mittels Nachfass-Drehantrieb eine Einfahrtiefe von bis zu 20 m erlaubt. Darüber hinaus existieren Bohrlafetten in Sonderausführung, die einen Einsatz der KR 709-3G in Räumen oder unter Brücken mit Deckenhöhen unter 5 m erlauben.


Die Funkfernsteuerung der KR 709-3G unterstützt die Flexibilität in der Bedienung, erweitert die Einsatzfähigkeit und erhöht die Bedienersicherheit. Eine optionale, im Bohrgerät integrierte Betonzuführung erleichtert die Baustellenplanung und leistet einen Beitrag zur Arbeits- und Betriebssicherheit.

Power-Sharing

Die KR 709-3G weist in ihrer Hydraulik nur moderne Load-Sensing-Komponenten auf. In der Maschinensteuerung kommen moderne CAN-Bus-Systeme zum Einsatz. Dies sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass die einzelnen Hydraulikkreisläufe unabhängig voneinander automatisch exakt parametriert werden (Power-Sharing) und die Leistungsabgabe des Dieselmotors automatisch und hochdynamisch an den jeweiligen Verbraucherzustand angepasst werden. Diese und weitere Technologien sind serienmäßig als EEP (energy efficiency package) im Bohrgerät vorhanden.

Das Gerät erlaubt das Bohren mit trennender Schutzeinrichtung ebenso wie den Einsatz unter besonderen Bedingungen ohne eine solche trennende Schutzeinrichtung in den Betriebsarten SPM (special protection mode) und ROM (restricted operation mode). Die Maschinensteuerung steht für ein hohes Maß an funktionaler Sicherheit und ist gemäß EN 16 228 in Performance-Level C ausgelegt.

Der Volvo Dieselmotor vom Typ TAD 572VE (160 kW) in der KR 709-3G ist gemäß EU-Abgasstufe 4 zertifiziert (SCR only).    §

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