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KLEMM Bohrtechnik: Elektrisch im urbanen Einsatz

Der maschinelle Tiefbau ist im urbanen Umfeld, insbesondere innerhalb bestehender Gebäude, auf hochspezialisierte Bau­maschinen angewiesen. Das Bohrgerät KR 704-2E wurde mit seinen kompakten Abmessungen für diese Einsatzbereiche entwickelt, der Elektroantrieb ermöglicht zudem ein Arbeiten ohne Abgasemissionen und mit geringster Geräuschentwicklung.

Mit einer minimalen Grundgerätebreite von 750 mm und der Möglichkeit, Teleskoplafetten zu verwenden, kann das Bohrgerät selbstfahrend in Gebäuden mit engen Türöffnungen und geringen Raumhöhen manövrieren. Somit lassen sich unter diffizilen Bedingungen Spezialtiefbauaufgaben ausführen – vor allem Mikropfähle für Fundamente und Unterfangungen bestehender Fundamente durch Hochdruckinjektionssäulen.

Die Teleskoplafette erlaubt es, in Raumhöhen von 2,2 m bis 3,2 m (optional 2,5 m bis 3,5 m) zu arbeiten. Bohrgestänge und Schutzrohre lassen sich mit einer Nutzlänge von 1 500 mm (bzw. 2 000 mm) verwenden. Die Teleskoplafette liefert eine Rückzugkraft von 60 kN.

Feinfühlig über dem Bohrpunkt ausrichten

Die Kinematik der Lafette lässt ein seitliches Verschwenken der Bohrachse zu (± 35°), was die Manövrierbarkeit verbessert und ermöglicht, Bohrpunkte in Gebäudeecken anzufahren. Durch die Längsverschiebung des Oberwagens um 300 mm lässt sich die Lafette feinfühlig über dem Bohrpunkt ausrichten, ohne dass das Bohrgerät umpositioniert werden muss.


Das Hydrauliksystem ist durch eine Load-Sensing-Pumpe und eine lastdruckunabhängige Volumenstromregelung gekennzeichnet. Die Mobilsteuerblöcke kommunizieren direkt mit dem CAN-Bus und reagieren feinfühlig sowie exakt reproduzierbar. Der Systemdruck für die Bohrfunktionen beträgt 350 bar. Mit dem neuen Hydraulikkonzept ist nun auch der Betrieb eines Hydraulikhammers möglich.

Besonders unter beengten Verhältnissen kann die (Funk-) Fernsteuerbarkeit des Bohrgerätes mit Vorteilen für das Bedienpersonal aufwarten. Alle Funktionen (Fahren, Einrichten und Bohren) sind ferngesteuert ausführbar. Das Gerät entspricht der EN 16 228, für das Arbeiten ohne trennende Schutzeinrichtung unter besonderen Bedingungen ist demnach die Betriebsart »special protective mode« (SPM) verfügbar, ebenso »restricted operation mode« (ROM) für den Bohrgestängewechsel. Zur optimalen Anpassung an die jeweilige Bohraufgabe stehen mehrere Lafettenaufbauten und eine breite Palette an Klemm-Bohrzubehör zur Verfügung.    §

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