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Goodyear: »Omnitrac«-Reifen präsentiert und OTR-Investition geplant

Der internationale Reifenhersteller Goodyear hat sich während der Bauma auf seine »Flaggschiff-Reifen« konzentriert: Dazu gehören zum Beispiel der TL-4A, ein sehr leistungsfähiger Traktionsreifen, der speziell für knickgelenkte Dumper entwickelt wurde. Zentrale Themen waren gleichzeitig aber auch die neue Omnitrac-Reifenserie sowie digitale Lösungen wie das Reifendruckkontrollsystem Heavy Duty.

Von Dan Windhorst

Optimale Traktion bei gleichzeitig hohem Fahrkomfort – das waren die Anforderungen, die Goodyear vor Jahren an die Entwicklung seines TL-4A gestellt hatte. Der Traktionsreifen für knickgelenkte Dumper war als Beispiel für die Erfolgsgeschichte des Reifenentwicklers auf der Bauma vertreten.

Er verfügt über eine nicht laufrichtungsgebundene Lauffläche sowie eine große Aufstandsfläche, was einen möglichst großflächigen Bodenkontakt ermöglichen soll. Als Vorzüge nennt Goodyear außerdem eine hervorragende Stabilität und ebenso gute Selbstreinigungseigenschaften. Der Reifen ist speziell für Fahrzeuge mit sehr hoher Nutzlast konstruiert.

Neue Omnitrac-Familie für verschiedene Einsatzbereiche

Erstmals zum »Anfassen« präsentierte Goodyear die neue Omnitrac-Reifenserie. Sie umfasst insgesamt zehn Reifengrößen, die für Fahrzeuge im gemischten Einsatz gedacht sind – darunter sechs Lenkachsreifen des Typs Omnitrac S und vier Antriebsachsreifen des Typs Omnitrac D (das bauMAGAZIN berichtete bereits in Heft 12/18, Seite 100). Von den neuen Pneus verspricht sich der Hersteller eine Reifenserie, die »eine besonders hohe Verletzungsresistenz sowie eine längere Nutzungsdauer ermöglicht«, so David Anckaert, Vice President Commercial Europe bei Goodyear. Zwar wurden die Reifen für Nutzfahrzeuge entwickelt, die überwiegend auf der Straße unterwegs sind, laut Anckaert seien sie aber gleichzeitig ideal für unbefestigte Wege wie etwa auf Baustellen geeignet. Nützlich, so Anckaert, seien die Reifen beispielsweise für Betonmischer, Tieflader, Kipper oder Lkw im Abfall- oder RecyclingEinsatz.


Präzises Reifen-Monitoring und große Investitionsbereitschaft

Aus dem Bereich der Digitalisierung hatte Goodyear ebenfalls etwas im Gepäck: David Anckaert stellte das Reifendruckkontrollsystem (RDKS) Heavy Duty vor: Es ist mit spezieller Analysetechnologie gekoppelt und soll dem Fahrzeug- oder Maschinenführer im OTR-Einsatz ein nützliches Reifen-Monitoring bieten – und das in Echtzeit.

Genutzt hat Goodyear die Bauma zudem, um von seinem 32 Mio. Euro schweren Investitionsplan zu berichten: Das Unternehmen möchte seinen OTR-Bereich weiter ausbauen und damit die Produktion der Reifen steigern. Ziel ist es laut David Anckaert, das Luxemburger Werk in Colmar-Berg zu verbessern: »Die Bauwirtschaft und die Bergbauindustrie wachsen weiter an und damit steigt auch der weltweite Bedarf an OTR-Reifen. Mit dieser Investition möchten wir diesem Bedarf entsprechen und unsere Kunden noch besser unterstützen.«    ™

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