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FRUTIGER: Die Staubbindung auf ein neues Niveau heben

Im Jahr 1995 lancierte Frutiger seine erste MobyDick-Reifenwaschanlage, mit der die Reinigung von Baufahrzeugrädern ohne Fahrzeugstopp möglich wurde. Das Schweizer Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren auch im Bereich Staubbindung einen Namen gemacht: Mit der Entwicklung der New Generation (NG) zur Bauma 2019 hatte Frutiger bereits angekündigt, abermals Maßstäbe zu setzen (das bau­MAGAZIN berichtete in Heft 4/19, Seite 212). Aktuell meldet der Hersteller einen erfolgreichen Praxiseinsatz der Technik beim Abbruch eines Krankenhausgebäudes.

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Vor acht Jahren hatte Frutiger eine eigene MobyDick-Produktlinie für die Staubbindung lanciert. Die Erfahrungen mit diesen Staubbindeanlagen zeigten, dass sich bei gewissen Anwendungen die Einsatzbedingungen u. a. für die Wurfweiten oder die Staubentwicklung verändern. Damit erwiesen sich Anlagen mit fixen Wurfweiten und einheitlichen Sprühbildern als nicht immer optimal. Frutiger ist deshalb seit der letzten Bauma mit einer adaptiven Staubbindeanlagengeneration am Markt – entwickelt mit Unterstützung des Instituts für Aerodynamik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Da sich herkömmliches Blech für die aerodynamische Form des Wurfkörpers nicht eignete, setzt Frutiger heute ausschließlich auf hochwertige Verbundfaser.


Der Werkstoff gilt als robust, korrosionsbeständig und lärmdämmend. Neben der Formgebung umfasste die Entwicklung auch maßgefertigte Hochleistungsstatoren sowie eine aerodynamische Verkleidung der Motoreneinheit. Die Neuerungen führten laut Frutiger zu einer erheblichen Steigerung der Wurfkraft, die sich dank eines in der Anlage verbauten Frequenzumwandlers stufenlos an unterschiedliche Einsätze anpassen lässt. Wenn es die Situation erfordert, kann auch mit sehr wenig Energie und niedrigen Lärmemissionen gearbeitet werden. Neu sorgt neben einem Düsenring ein Düsenkopf für eine laut Anbieter bis zu 50 % höhere Staubbindekapazität. Das Wasser kann mit unterschiedlichen Sprühbildern an das Staubaufkommen angepasst werden, was den Staubbindeeffekt verbessern und unerwünschte Bodenbefeuchtungen vermindern soll.

Krankenhausturm abgebrochen

Auf eine MobyDick-Anlage zur Staubbindung wurde kürzlich beim Abbruch eines 12-stöckigen Krankenhausturms vertraut. Die Abbrucharbeiten fanden bei laufendem Spitalbetrieb statt – einschließlich regelmäßiger An- und Abflüge von Rettungshubschraubern. Dementsprechend war eine zuverlässige Staubunterdrückung geboten. Das verantwortliche Bauunternehmen setzte auf das Modell Cannon Cart mit einer Wurfweite von ca. 25 m. Dank kompakter Größe und geringem Gewicht konnte die Anlage flexibel eingesetzt werden und die beiden Abbruchbagger unterstützen.    t