Aktuelles Verkehrswegebau / Tiefbau

Dynapac: Mit neuer Walzengeneration als Teil der Fayat-Gruppe

Anfang Oktober hat die ­französische Fayat-Gruppe die angekündigte Übernahme der Marke Dynapac von Atlas Copco abgeschlossen (das bau­MAGAZIN berichtete in Heft 10/17, Seite 11). Noch im November will Dynapac am deutschen Produktionsstandort in Wardenburg (Niedersachsen) u. a. mit einer neuen Walzengeneration an den Start gehen. »Dynapac ist wieder Dynapac – innovativ, flexibel und handlungsfähig«, betont Peter Schuerman, als Geschäftsführer verantwortlich für das Dynapac-Kundencenter. Er unterstreicht damit die Struktur der Fayat-Gruppe, in der alle ­Unternehmen »eine umfassende Autonomie behalten«, so der Geschäftsführer.

Wie in Automobilkonzernen agieren in der Fayat-Gruppe mehrere Marken nebeneinander, zugeschnitten auf unterschiedliche Nutzer sowie Anforderungen, und stehen dabei auch im Wettbewerb. Diese Eigenständigkeit passe, so Peter Schuerman, hervorragend zur DNA des deutsch-schwedischen Straßenbaugeräteherstellers. Die gute Nachricht für alle Kunden laute: Das Dynapac-Portfolio werde in Zukunft nicht nur beibehalten, sondern ausgebaut. Ebenso erhalte Dynapac Zugriff auf weitere, moderne Techno­logien und auf umfassendes Know-how innerhalb der Fayat-Gruppe.


Im Vorfeld der Produktpräsentation hat ­Dynapac bereits eine neue Walzengeneration der sechsten Generation mit den Modellreihen CC1100 – 1200 VI sowie CC4000 – 6200 VI angekündigt. Die Neuvorstellungen versprechen unter anderem eine gesteigerte Leistung, warten mit ­einer neuen Wassertank-Technologie und einem erweiterten Sicherheitskonzept auf. Unabhängig, ob neue Walze, Fertiger, Beschicker oder Fräse, soll sich der Markt auch an einen modernen »Look« gewöhnen müssen, rollen doch alle neuen Dynapac-Maschinen künftig bereits in einem Mix aus Weiß, Grau und Rot aus der Halle. Das traditionelle Gelb hat damit ausgedient.

Das neue Walzen-Spitzenmodell CC6200 VI bringt inklusive Kabine ein Betriebsgewicht von 12,4 t auf die Waage. Zu den technischen Werten zählt eine Zentrifugalkraft von 115 kN bzw. 73 kN (hohe bzw. niedrige Amplitude), die Vibrationsfrequenz beträgt dabei 44 Hz bzw. 58 Hz. Das Wassertankvolumen gibt Dynapac mit 850 l bis 1 050 l (mit Zusatztank) an. Der Antrieb erfolgt durch einen wassergekühlten Cummins-Dieselmotor nach Stufe IV/T4f mit 97 kW. Dessen Kraftstofftank wird mit 180 l, der Adblue-Tank mit 15 l Fassungsvermögen angegeben. Standardmäßig sind Fahrersitz und Steuertechnik um 180° drehbar, optional wird auch eine um 255° drehbare Kombination angeboten.

»Produkt-Support hat Priorität«

Nicht nur die Optik ändert sich, zusätzliche Servicetechniker sollen auch künftig die Reaktionsgeschwindigkeit im Vor-Ort-Service verbessern, wie Stephan Fessner, Regional Manager für den Aftermarket in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unterstreicht. »Der Kundenservice hat höchste Priorität«, so Fessner. Gleichzeitig stünden neue Anwendungstechniker – als Bindeglied zwischen Kunde, Verkaufsberater und Feldservice – für technische ­Fragen und Schulungen bereit. ­Zudem sollen auch Training und Fortbildung eine noch größere Bedeutung erhalten.

Direkter Zugriff auf Ersatzteile

Die Lagerbestände habe Dynapac, so Peter Schuerman, bereits massiv erhöht. Gleichzeitig habe man die gesamte Planung für reibungslosere Abläufe optimiert. Eine zentrale Frage vieler Kunden laute derzeit, ob weiterhin über das bisherige Logistiksystem bestellt werden müsse. Dem sei nicht mehr so, »das Ersatzteillager ist jetzt zu 100 % in unserer Verantwortung.« Das sichere wieder einen direkten und schnellen Zugriff auf die Ersatzteilplanung.    tü  §

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