Aktuelles

Dynapac: »Keine Kompromisse bei der Firmenidentität«

Der schwedische Fertiger- und Walzenhersteller Dynapac hat sich jetzt erstmals nach der Übernahme durch die französische Fayat-Gruppe der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen einer internationalen Presseveranstaltung Mitte November ­erläuterte Dynapac im niedersächsischen Werk in Wardenburg seine künftige Strategie und stellte dabei auch die neue Walzenbaureihe CC1100-1200 (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 11/17, Seite 46) vor.

Im Zuge der Integration in die ­Fayat-Gruppe hat sich Dynapac im wahrsten Sinne einen kompletten Neuanstrich gegönnt. Gemeint ist damit die neue visuelle Identität Dynapac-Maschinen. Den Anfang machen die Asphalt-Tandemwalzen CC1100-1200 in roten, weißen sowie grauen Farbtönen – das traditionelle »Dynapac-Gelb-Rot« ist damit abgelöst. »Rot war für Dynapac schon immer eine wichtige Farbe, und wir haben festgestellt, dass sie zu den besten Erkennungsmerkmalen unserer Produkte gehört«, erläutert Herman Matthyssen, Vice President Marketing bei Dynapac.


Farbliche Neuausrichtung

Die farbliche Neuausrichtung kann aber auch als Sinnbild dafür gesehen werden, dass sich viele Dinge grundlegend für Dynapac geändert haben. Die Fayat-Gruppe, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert, hatte den Traditionshersteller von Fertigern und Walzen im Oktober von ­Atlas Copco übernommen. Schon lange zur Fayat-Gruppe gehört aber auch der direkte Branchenkonkurrent Bomag (Boppard), weshalb die farbliche Neuausrichtung gleich einen weiteren Nutzen mit sich bringt: Beide Marken unterscheiden sich damit deutlich in visueller Hinsicht. Und genau das ist Jörg Unger, Präsident der Road Equipment Division bei Fayat, auch ein wichtiges Anliegen. Beide Unternehmen sollen laut seiner Aussage als »autonomer Teil der Fayat-Gruppe« agieren. »Jede Firmenidentität bleibt bestehen und die Händler müssen sich entscheiden: entweder Bomag oder Dynapac.«

Eine Verschmelzung sei trotz einer fast identischen Produktpalette nicht geplant, und auch auf Messen werde man »keine Kompromisse« eingehen, so Jörg Unger weiter. Jede der beiden Marken solle sich mit einem eigenen Stand präsentieren. Die Wettbewerber Dynapac und Bomag unter einem Dach zu vereinen, stelle aber auch eine Herausforderung dar. So geht Jörg ­Unger davon aus, dass es »an der einen oder ­anderen Stelle« durchaus mal schwierig werden könne. Er sagte aber auch, dass in genau diesen Situationen die Verkäufer gefragt seien: »Wenn es keinen Wettbewerb gibt, dann braucht man auch keine ›sales people‹«, so Jörg Unger. Jean-Claude Fayat, Präsident der Fayat-Gruppe, erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass er die Fayat-Gruppe trotz der rund 19 000 Mitarbeiter in mehr als 120 Ländern und eines Gesamtumsatzes von 3,5 Mrd. Euro als Familienunternehmen sieht, das die Werte und die Kultur ihrer Unternehmen respektiert und dabei »besonders flexibel, kreativ und innovativ« sein will.

Bestmögliche Verdichtungsergebnisse

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Präsentation der Walzenbaureihe CC1100-1200. Entwickelt worden sei »eine robuste und moderne Maschine«, die für bestmögliche Verdichtungsergebnisse sorgen soll. Eine Besonderheit: Den Wassertank der Walzen hat man in den hinteren Teil verlegt. Der quer verbaute Motor sowie eine neu konzipierte Motorhaube sollen eine bessere Sicht auf die Bandagen ermöglichen. Während der optionale, um 210 mm verstellbare Schiebesitz dem Nutzer mehr Bewegungsfreiheit schenken soll, trägt die ebenfalls optional erhältliche Arbeitsbeleuchtung zu besseren Sichtverhältnissen bei Nachtarbeiten bei. Außerdem lässt sich der Versatz bei den neuen Modellen mechanisch einstellen. Wenn der hintere Rahmen über Langlöcher nach links ausgerichtet wird, bietet sich ein Versatz der vorderen Bandagen von bis zu 50 mm. Abgeschrägte Bandagen-Ränder sorgen für glatte Oberflächen ohne Ränder bei der Verdichtung.
Dynapac wies außerdem darauf hin, dass durch den vergrößerten Bandagendurchmesser sichergestellt werden soll, dass es vor der Bandage nicht zu einer Anhäufung von Asphalt kommt, durch die dann Querrisse entstehen. Angetrieben werden die Walzen durch langlebiger Kubota-Dieselmotoren, die für eine maximale Betriebszeit und kraftvolle Baustellenunterstützung sorgen sollen.     dc  ™

Nach oben
facebook youtube twitter rss