Aktuelles Verkehrswegebau / Tiefbau

BHS Innovationen: Aufgabeprobleme deutlich leiser lösen

Das in diesem Jahr von BHS Innovationen neu auf den Markt gebrachte Baustoff-Recycling-Sieb SBR 4 kommt wie der Vorgänger SBR 2 in der Asphaltaufbereitung zum Einsatz, will aber mit mehr Möglichkeiten aufwarten. BHS, selbst Betreiber von neun Asphaltmischanlagen in der eigenen Unternehmensgruppe, ist seit acht Jahren als Maschinenhersteller aktiv und inzwischen über die eigene Branche hinausgewachsen. Mit dem Brenz Asphaltmischwerk in Langenau bei Ulm hat sich die dritte Beteiligungsgesellschaft der Leonhard-Weiss-Gruppe für eine BHS-Siebmaschine entschieden.

Klaus Reinhardt, Leiter Maschinentechnik Asphalt, ist von der Robustheit der BHS-Maschinen überzeugt. »Die erste Maschine wurde 2014 in Satteldorf, die zweite 2016 in Ehingen in Betrieb genommen. Beide Maschinen laufen problemlos und wurden im Laufe der Zeit lediglich mit einem neuen Siebdeck bespannt«, so Reinhardt.

Die vorrangige Aufgabenstellung in Langenau war, Verstopfungen durch RC-Material im Aufgabedoseur zu vermeiden. Um die zeitraubende und anstrengende Arbeit und Beschädigungen durch »Befreiungsversuche« des Schutzgitters per Radladerschaufel zu vermeiden, bot die SBR 4 eine ersehnte Lösung. Rund 15 000 t bis 20 000 t wird die Siebanlage pro Jahr vorsieben. Die Stundenleistung, vom Hersteller mit 140 t angegeben, steht dabei weniger im Vordergrund als die Prozessintegration. Das Unterkorn wird direkt in die Mischanlage gegeben, das Überkorn gelagert und später gebrochen. Die Steuerung per Ultraschallnäherungssensor ermöglicht den Betrieb, ohne dass der Radlader verlassen werden müsste. So arbeitet die Maschine mit geringen Betriebskosten und fügt sich in den Prozess, zwischen Aufbereitung und Mischanlage, ein.

Mit der Verdopplung der Motorleistung auf 4 kW und dem neuentwickelten Linearschwingsystem kann die Maschine flacher betrieben und somit schneller beschickt werden. Die Verlängerung der Siebstrecke auf 3 000 mm ist der Beschickung und der Trennschärfe ebenfalls zuträglich. Am Mischwerk in Langenau wird mit einem Volvo 150H mit 4,5 m³ Schaufelinhalt gearbeitet, die Siebmaschine ist mit einer 50 mm x 50 mm Quadratmasche bespannt, um Tragschichtgranulat aus Fräsgut zu separieren. Ein Stangen-Sizer sorgt wie bisher für die Grobabscheidung der Schollen.

Siebwechsel binnen einer Stunde

Dank der neuen Schwingungstechnik bietet die SBR 4 zusätzlich die Möglichkeit, beispielsweise Recycling-Material bis auf 0 – 11 mm abzusieben und für Deck- und Binderschichten einzusetzen. Der Siebwechsel der 9,6 m² großen Siebfläche nimmt mit zwei bis drei Personen rund eine Stunde in Anspruch. Außer insgesamt acht Spannschrauben muss nichts weiter demontiert oder verstellt werden. Trotz Verdopplung der Motorleistung belegen nach Herstellerangaben unabhängige Messberichte einen Schallleistungspegel von 103 dB bei der Beschickung mit Asphaltfräsgut, womit die Schallemissionen der SBR 4 gegenüber ihrem Vorgänger mehr als halbiert wären.


Christian Mattig, Mischmeister in Langenau, hatte die Maschine schon länger auf der Wunschliste und betont, dass neben der Robustheit und dem flexiblen Einsatz die Einfachheit überzeugt. »Jede Schraube und jedes Teil an der Maschine hat seinen Grund, es gibt nichts Überflüssiges«, so Mattig.    t

 

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