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Wirtgen: Hightech sorgt für Highspeed

In Österreich arbeitete eine Kompaktfräse des Typs W 100 CFi von Wirtgen gerade noch mit ­Tieffräsaggregat im Trenching-Einsatz für das Verlegen von Breitbandleitungen – und fräste kurz danach gleich ganze ­Belagspakete aus.

Der Ausbau von Glasfaserleitungen hat Hochkonjunktur, auch in Engelhartszell im ober­österreichischen Bezirk Schärding: Unweit der deutschen Grenze werden Gemeinden mit Breitband-Internet ausgestattet. Moderne Technologien nutzte auch das bauausführende Unternehmen Hemmelmair Frästechnik GmbH aus Linz. Denn für die Straßenarbeiten vor Ort nutzt der Fräsdienstleister eine Kompaktfräse W 100 CFi – mit einem Tieffräsaggregat, das Wirtgen speziell für diese Anwendung entwickelt hatte.


Schneller Wechsel zwischen Trenching und Instandsetzung

»Wir haben 15 Kaltfräsen von Wirtgen im Einsatz. Durch die langjährige Zusammenarbeit schätzen wir die Lösungskompetenz des Unternehmens und haben uns auch diesmal an die Wirtgen Group ­Vertriebs- und Service­gesellschaft in Österreich gewandt«, erklärt Hemmelmair-Geschäftsführer Manfred Grössing. Nachdem die Anforderungen definiert waren, erhielt die Konstruktionsabteilung im deutschen Stammwerk von Wirtgen den Entwicklungsauftrag. »Unser Kunde soll die Fräse ­flexibel nutzen, das heißt von der Sonderanwendung möglichst schnell wieder in konventionelle Instandsetzungsmaßnahmen wechseln können«, stellt Manfred Stiegler, Kundendienstleiter bei Wirtgen Österreich, heraus.

Neues Schneidrad von Wirtgen

Bei der Lösung für Hemmelmair wird ein Gehäuse mit einem schmalen Schneidrad, bestückt mit W6-Standardmeißeln, hinter dem rechten, eingeklappten Fahrwerk montiert. Mit einem großen Schnittkreisdurchmesser von 1 620 mm können so bis zu 600 mm tiefe und 300 mm breite Schlitze gefräst werden. Durch Fräsrotation wird das ausgebaute Material nach oben befördert und über ein Leitblech und eine Schütte neben dem Graben ausgeworfen. Die Steuerung des Tieffräsaggregats erfolgt über das herkömmliche Bedienpult der W 100 CFi. »Das heißt, der Maschinenfahrer be­dient seine Fräse wie gewohnt«, betont Andreas Salz, Entwicklung und Konstruktion – Schneidtechnologie, Wirtgen.

Flexibel in Standard- und Sonderanwendung

Bei Hemmelmair war man direkt von der Lösung überzeugt: »Durch die einfache Montage und Demontage des Tieffräsaggregats und den einfachen Transport der Maschine können wir die Fräse flexibel und damit optimal nutzen«, sagt Geschäftsführer Manfred Grössing.

So kam die Kompaktfräse kurz nach der Trenching-Anwendung bei der Instandsetzung einer Landstraße zum Einsatz. Auch hier konnte die Fräse W 100 CFi durch wirtschaftliches Arbeiten punkten, in diesem Fall vor allem dank des Flexible-Cutter-Systems, das eine hohe Maschinenauslastung ermöglicht. Fräswalzen mit verschiedenen Schneid­linienabständen oder Arbeitsbreiten kön­nen in kurzer Zeit ausgewechselt werden. Der Walzenwechsel erfordert je nach Maschine nur 0,5 bis 1,5 Stunden – und schon ist die Kaltfräse zum Beispiel von einer Standardfräse zu einer Feinfräsmaschine umgebaut. Eine Landstraße von Spurrinnen befreien, mit einer Feinfräswalze eine Fahrbahn für den Dünnschichtbelag vorbereiten oder mit einer Microfeinfräswalze Beschichtungen auf Asphalt- oder Betonflächen abtragen – all diese Aufträge können mit ein und derselben Kaltfräse abgewickelt werden. Die Bandbreite an FCS-Fräswalzen ist groß, das Anwendungsspektrum der Kaltfräsen dadurch enorm.    §

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