Aktuelles Verkehrswegebau – Tiefbau

Wirtgen: Gleitschalungsfertiger-Technologie für die Zukunft

Mit moderner Technologie optimiert das Gleitschalungsunternehmen Fox Enterprises in Richmond (US-Bundesstaat Kentucky) jetzt sein Portfolio für den Einbau von Bordsteinen, Rinnen und Randeinfassungen von Parkplatzinseln. Das Unternehmen setzt dabei auf den Wirtgen-Autopilot für den Offset-Einbau. Die vollautomatische 3D-Steuerung für kleine Gleitschalungsfertiger ermöglicht den Einbau selbst in engen Radien. Zum Maschinenpark von Fox zählt inzwischen mit dem SP 25i ein größerer Gleitschalungsfertiger, der sich sowohl für den Offset-Einbau als auch für den Inset-Einbau von Fahrbahnen eignet.

Fox hat bereits in den Jahren 2012 und 2014 zwei Wirtgen-Gleitschalungsfertiger vom Typ SP 15i mit AutoPilot-Steuerung erworben. Ende 2016 kam dann das nächst größere Modell, der SP 25i, hinzu. »Mit dieser Technologie können wir bei vielen Projekten Bordsteinprofile zu niedrigeren Kosten einbauen als bisher«, berichtet Firmenchef Ed Chenault. »Jede neue Technologie stellt uns natürlich vor Herausforderungen, aber inzwischen kennen wir die Leistungsfähigkeit der Maschinen. Daher können wir sie immer effizienter nutzen und entdecken immer neue Einsatzmöglichkeiten «, so Ed Chenault.

Absolute Präzision dank Auto­Pilot

»Die Auto­Pilot-Technologie von Wirtgen ist wirklich toll und ich nutze die 3D-Steuerung jeden Tag«, sagt auch Samantha Chenault, Vice President von Fox Enterprises. »Das regelmäßige Anwenden ist die beste Strategie, um die Technologie bei unserer Art von Arbeit voranzutreiben und mit der Entwicklung Schritt zu halten.« Häufig fungiert Fox als Subunternehmer, so wie bei der Erweiterung eines Parkplatzgeländes für einen großen Hersteller außerhalb von Lexington (Kentucky).

Um gleichzeitig die Entwässerung der Verkehrsfläche zu verbessern, sah ein Auftrag den Einbau von Bordsteinen, Rinnen und der Randeinfassung von Verkehrsinseln vor. »Mithilfe des Auto­Pilot haben wir eine große Zahl von Entwässerungsrinnen installiert und Bordstein- und Rinnenprofile so verlegt, dass sie an die Entwässerungsrinnen anschließen«, berichtet Ed Chenault. Im Fall von engen Radien habe man beim Einbau von Bordsteinen mit dem AutoPilot mehr Erfolg als mit Leitdrähten. Wie Chenault erklärt, wählt Fox für den Einsatz des Auto­Pilot zunächst ein geeignetes Projekt, um dann diese Steuerung entsprechend anzupassen. »Es hängt vom Generalunternehmer ab, für den wir arbeiten. Er muss dem Einsatz der Technologie zustimmen. Wir haben aber festgestellt, dass die meisten Bauunternehmer und Auftraggeber einfach wissen, wie notwendig technologische Verbesserungen sind. Daher begrüßen sie diese Technologie mit offenen Armen«, so Chenault.

Effizienter arbeiten

Der AutoPilot ist ein 3D-Steuerungssystem für die Gleitschalungsfertiger SP 15i und SP 25i. Die Maschinensteuerung kommt zur Ausführung von Offset-Anwendungen und monolithischen Profilen wie Betonschutzwänden und Bordsteinen zum Einsatz. Das System auf GPS-Basis verspricht höchste Präzision und maximale Effizienz nicht nur bei geraden oder komplexen kurvigen Betonprofilen, sondern auch bei geschlossenen Figuren. Der AutoPilot ermöglicht den vollautomatisierten und qualitativ hochwertigen Einbau kleinster Radien von bis zu 600 mm ohne den Einsatz von Leitdrähten. Damit entfallen nicht nur das zeitaufwendige Vermessen, sondern auch das Aufspannen und die Demontage der Leitdrähte. Auch Hindernisse auf der Baustelle wie Kanaldeckel berücksichtigt der Autopilot und umfährt sie automatisch. Das von Wirtgen entwickelte 3D-Steuerungssystem verspricht für Bauunternehmen Wettbewerbsvorteile, eröffnet es doch neue Einsatzgebiete für die Maschinen.


Ein digitales Geländeprofil wird nicht benötigt, da die Programmierung des Profilverlaufs bzw. der Profilfigur vor Ort erfolgt. Das System besteht aus einem Computer und einem Bedienpanel. An der Maschine selbst sind zwei GPS-Empfänger an Masten montiert, die mit einer weiteren GPS-Referenzstation auf der Baustelle kommunizieren. Das System soll sich auch von unerfahrenem Personal nach kurzer Zeit sicher beherrschen laschen. Nach dem Aufstellen der Basisstation und des Lasers auf der Baustelle wird der Gleitschalungsfertiger in die gewünschte Startposition und Fahrtrichtung gebracht. Die Eingabe der Parameter erfolgt per Dreh-Druck-Knopf und über die Funktionstasten des Bediendisplays. Die Menüführung ist selbsterklärend, Grafiken visualisieren die Profile und Figuren anschaulich.

In sechs Schritten zum vollautomatischen Einbau

Die Programmierung des Auto­Pilot ist eine Sache von Minuten. Zuerst wählt der Maschinenführer am Bedienpanel eine Figur aus. Dann gibt er Länge, Breite und Radius der Figur ein, um die Lenkspur des Betonfertigers zu bestimmen.

Im dritten Schritt wird der Startpunkt definiert. Anschließend legt der Bediener noch die Maschinenhöhe sowie das Höhenprofil fest. Zuletzt wird die Querneigung bestimmt.

Ein Lasersensor oder Ultraschallsensor am Gleitschalungsfertiger tastet dabei den Boden ab und sorgt so für die exakte Höhenregulierung. Der vollautomatische Einbau läuft nun an. Einmal programmierte Profilformen können abgespeichert und jederzeit wieder aufgerufen werden. Während des gesamten Prozesses hat der Bediener die vollständige Kontrolle und kann bei Bedarf jederzeit in den automatischen Einbauprozess eingreifen, um zum Beispiel Höhe und Anstellwinkel der Maschine zu variieren.    §

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