bauma Aktuelles Messerückblick

Vögele: »Eine absolute Innovation und ein Alleinstellungsmerkmal«

Neben zahlreichen neuen Fertiger-Modellen hat die Joseph Vögele AG pünktlich zur Bauma zwei neue Einbaubohlen entwickelt – und damit neue Maßstäbe gesetzt: Die starren Bohlen SB 300 und SB 350 sind mit einer Grundbreite von 3 m und 3,5 m sowie einer maximalen Arbeitsbreite von 16 m und 18 m die leistungsfähigsten Bohlen des Weltmarktführers. Sie garantieren auch bei großen Einbaubreiten maximale Ebenheit – ganz ohne Längsnähte. In Kombination mit dem Großfertiger Super 3000-3(i), dem neuen Vögele-Flaggschiff (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 4/19, Seite 116), können die Bohlen selbst dicke Tragschichten von bis zu 50 cm einbauen. Die SB 300 lässt sich darüber hinaus mit weiteren Premium-Line-Fertigern wie dem Super 1800-3(i), dem Super 1900-3(i) oder dem Super 2100-3(i) kombinieren. Außerdem bieten sie Anwendern neue Funktionen wie die hydraulische Tamperhub-Verstellung sowie extrabreite hydraulische Ausziehanbauteile, nutzerfreundliche Aufbauhilfen und ein effizientes Heizsystem. »Die hydraulische Tamperhub-Verstellung ist eine absolute Innovation und ein Alleinstellungsmerkmal«, betonte im Gespräch mit dem bauMAGAZIN Roland Schug, Leiter Marketing und Kommunikation bei Vögele.

Von Michael Wulf

Die neuen starren Bohlen sind auf maximale Breite und Leistung, aber auch auf maximale Flexibilität und Effizienz getrimmt«, erläuterte Björn Westphal, Produkt-Manager bei Vögele. »Abgesehen von neuester Bohlentechnik integrieren die SB 300 und SB 350 anwenderfreundliche Funktionen, die unter anderem die Rüstzeit reduzieren und den Einbauprozess auch bei wechselnden Breiten und Schichtstärken entscheidend beschleunigen.«

Als weltweit einzigartig gilt dabei die Möglichkeit, die beiden starren Bohlen mit neu entwickelten extrabreiten Ausziehanbauteilen um bis zu 2,5 m hydraulisch zu verstellen: Statt der bisherigen 75 cm können Bediener die Arbeitsbreite jetzt auf beiden Bohlenseiten um bis zu 1,25 m per SmartWheel variieren. Das bietet vor allem bei Baumaßnahmen mit wechselnden Arbeitsbreiten eine hohe Flexibilität und Zeitersparnis, da die Bediener bei Differenzen von bis zu 2,5 m keine festen Bohlen-Verbreiterungen manuell an- oder abbauen müssen. »Werden bei einer Baumaßnahme beispielsweise Brückenbauwerke überfahren, können Bediener die neue Einbaubreite mit dem SmartWheel an der ErgoPlus 3 Bohlen-Bedienkonsole ganz ohne mechanische Umrüstarbeiten anpassen«, so Westphal. »Als starre Bohlen sind die SB 300 und die SB 350 damit extrem variabel.«

Effizient und komfortabel

Ein weiterer Vorteil der neuen Bohlen ist die hydraulische Tamperhub-Verstellung: Bislang müssen Bediener den Tamperhub bei wechselnden Schichtstärken manuell auf 2 mm, 4 mm oder 7 mm einstellen. Bei den SB 300 und SB 350 gibt es jetzt die Option, den Tamperhub hydraulisch – und damit komfortabel und schnell über das ErgoPlus-3-Bediensystem, auf 4 mm oder 8 mm anzupassen. Ein Tastendruck genügt. »Wenn unterschiedliche Schichtstärken mit derselben Bohle eingebaut werden sollen, beschleunigt das die Abläufe und garantiert gleichzeitig hochwertige Verdichtungsergebnisse«, so Westphal weiter.

Neuheit Witos Paving Docu

Mit Witos Paving Docu ergänzt der Weltmarktführer zwei seiner bisherigen Baustellen-Lösungen: das kontaktlose Temperatur-Messsystem RoadScan, mit dem sich die Einbautemperatur flächendeckend überwachen lässt, und die Telematiklösung Witos Paving Plus, mit der sämtliche Prozesse von der Mischanlage bis zum Einbau in Echtzeit koordiniert und aktiv optimiert werden können.


»Witos Paving Docu ist eine äußerst praktische und verlässliche Lösung, wenn es um eine schnelle, unkomplizierte und gleichzeitig umfangreiche Dokumentation einer Baustelle geht«, so Stephan Weller, Leiter Software-Produkte bei Vögele. »Sie eignet sich ideal für kleinere oder mittlere Baumaßnahmen, bei denen zwar eine exakte Datenerfassung gefragt, aber keine aktive Prozessoptimierung vor Ort erforderlich ist.«

Einfache Handhabung

Kleinere Bauunternehmen, die ihre Baustellen überwiegend konventionell planen, aber digital dokumentieren wollen, haben mit Witos Paving Docu zudem die Möglichkeit, die Erfassung und Auswertung von Baustellendaten ohne großen Aufwand zu automatisieren. Dafür muss lediglich die entsprechende App installiert werden – die erforderliche Hardware wird direkt im Fertiger verbaut. Die App hat eine klare und intuitive Menüführung, sodass Nutzer auch ohne besondere Vorkenntnisse oder aufwendige Schulungen schnell mit der Anwendung vertraut sind. Auf diese Weise können Bauunternehmen die Abläufe rund um die Baustellen-Dokumentation ohne lange Einführungsphasen wesentlich effizienter machen.

Ein weiterer Vorteil: Die Anwendung funktioniert auch in ländlichen Gegenden ohne Mobilfunkverbindung und ist damit bei allen Einsätzen absolut zuverlässig. Der Fertiger baut ein WLAN-Netz mit einer Reichweite von etwa 50 m auf und agiert als Server auf der Baustelle. »Diese autarke Lösung ermöglicht auch bei fehlender Netzabdeckung reibungslose Abläufe«, so Stephan Weller.

Upgrade möglich

Ändern sich die Anforderungen, beispielsweise bei einem Großprojekt, und sollen die Prozesse vorab geplant, auf der Baustelle in Echtzeit überwacht und optimiert werden, können Bauunternehmen jederzeit auf Witos Paving Plus upgraden, erläuterte Roland Schug beim Standrundgang mit dem bauMAGAZIN.

Umgekehrt können Unternehmen, die bereits die vollumfängliche Version erworben haben, bei kleineren Baumaßnahmen lediglich die Docu-Variante nutzen. Witos Paving Plus in der Vollversion ist die software-basierte Prozess-Management-Lösung von Vögele, die sämtliche Akteure von der Mischanlage bis zum Fertiger-Fahrer vernetzt und aus insgesamt fünf Modulen besteht. Baustellen-Planung (Control), Mischgut-Bereitstellung (Materials), Mischgut-Transport (Transport), Asphalt-Einbau (JobSite) und die nachträgliche Analyse der Prozesse (Analysis) lassen sich damit über ein einziges System in Echtzeit steuern.      ß

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