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thyssenkrupp: Kunststoffbaustraße schützt sensibles Baufeld

Ab dem Jahr 2023 soll das Universitätsklinikum Tübingen einen Anbau für Pränatal- und Kinderwunschambulanz sowie zwei Pflegestationen erhalten. Um die Bettenkapazitäten im Vorfeld aufstocken zu können, wurden im Juni zehn Bettenmodul-Container für rund 20 Betten aufgestellt. Den Auftrag für den Transport und die Montage der teilweise mehr als 30 t wiegenden Module erhielt Felbermayr Deutschland aus Nürnberg. Für den Schutz des in weiten Teilen unter Denkmalschutz stehenden Klinikgeländes griff das Unternehmen auf die Kunststoffbaustraße von thyssenkrupp Infrastructure zurück.

Sowohl bei der Anlieferung der Module mit Schwerlasttransportern als auch bei der Positionierung des für deren Aufstellung benötigten Mobilkrans konnten die Baustraßenelemente ihre Vorteile ausspielen. Hierzu zählen neben einem niedrigen Gewicht bei gleichzeitig hoher Traglast auch die niedrigen Transport- und Verarbeitungskosten. In ihrem Fazit zum Abschluss der Arbeiten, die innerhalb einer Woche zur Zufriedenheit des Auftraggebers erledigt werden konnten, waren sich die Baupartner einig: Der Einsatz der mobilen Baustraße hat wesentlich dazu beigetragen, die gepflasterte Zufahrt zum Aufstellort sowie die umliegenden Park- und Wiesenflächen optimal zu schützen.

Denkmalschutz im Blickfeld

„Das Gelände und die vorhandenen Gebäude wurden im Stil der 1920er-Jahre errichtet und 1935 als Chirurgische Klinik eröffnet und stehen heute unter Denkmalschutz«, so Andreas Wiegel, Universitätsklinikum Tübingen. Neben dem geschützten Baumbestand galt es vor allem, das parkähnliche Gelände, aber auch die gepflasterte Zufahrt zu schützen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen bei einem Gesamtgewicht von 65 t bis 75 t bei den Schwertransportern, die je ein Bettenmodul zur Einbaustelle transportierten. Zudem verfügte der für das Einheben der Module nötige Mobilkran über eine Traglast von 400 t.


Alle Anforderungen erfüllt

Nach Abwägung verschiedener Alternativen entschieden sich die Baupartner für den Einsatz der mobilen Kunststoffbaustraße aus dem Hause thyssenkrupp Infrastructure. Bei den Kunststoffelementen handelt es sich um Leichtgewichte, für An- und Abtransport sind keine Spezialfahrzeuge nötig. Ein Lkw kann je nach Größe bis zu 75 Platten transportieren. »Entsprechend niedrig sind die Transportkosten«, erklärt Nicole Wehrle, Produkt-Managerin für Baustraßensysteme bei thyssenkrupp Infrastructure. Die 3 000 mm x 2 400 mm x 45,5 mm großen Elemente bestehen aus Polyethylen und sind weitestgehend ohne vorherige Erdarbeiten verlegbar. Trotz relativ geringem Eigengewicht von rund 280 kg pro Platte beträgt die Traglast in Abhängigkeit vom Untergrund rund 160 t/m². Hinzu kommt: »Die Elemente sind einfach und schnell zu verlegen und sorgen für eine optimale Lastverteilung«, so Wehrle weiter. Ebenso erwähnenswert ist, dass die Elemente der Kunststoffbaustraße auf fast jedem Untergrund eingesetzt werden können. »So etwa zum Schutz des Untergrunds bei temporären Baustellenzufahrten«, wie Matthias Schel, Fachberater bei thyssenkrupp Infrastructure, ergänzt. Ebenso eignet sich die Kunststoffbaustraße als Wege­verbreiterung oder Lagerfläche, wie als Kran- und Montageplattform.    t

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