Start-up-Zone: das Sprungbrett in die Baubranche

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Von: Thomas Seibold

Im Rahmen einer inhaltlich dynamischen Rubrik berichtet das bauMAGAZIN künftig regelmäßig über junge Unternehmen und stellt deren innovative Lösungen sowie zukunftsorientierte Technologien als Teil der »Baustelle der Zukunft« vor – ganz gleich, ob es dabei um eine Software-Anwendung, Maschine, ein Gerät, Werkzeug oder Anbauteil geht. Informations- und druckfähiges Bildmaterial können über eine spezielle Landing-Page einfach hochgeladen werden.

Mit der »Start-up-Zone« sorgen wir für eine maximale Sichtbarkeit der Unternehmen. Über eine Erweiterung des Netzwerks sowie der Reichweite verbinden wir sie mit Industrieexperten, potenziellen Partnern und Kunden.

Klickcheck: Schäden an Mietobjekten dokumentieren

Mit der App »klickcheck« der klickrent GmbH soll der Mietprozess für alle Beteiligten noch transparenter werden. Dazu lässt sich der Zustand jedes Mietobjekts leicht und schnell mit der eigenen Smartphone-Kamera dokumentieren. Vor der Übergabe einer Maschine, eines Containers oder anderer gemieteter Bautechnik dokumentieren Mieter und Vermieter den Zustand des Mietobjekts zunächst einfach per Klick auf »Daumen hoch« oder »Daumen runter«. Bei einem Mangel kann der entsprechende Schaden per Handy-Kamera ganz klar und einfach als Foto dokumentiert sowie in die App hochgeladen werden. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit, über einen Text oder eine Sprachnachricht genauere Angaben zu ergänzen. Das Protokoll unterschreibt der Mieter anschließend ebenfalls auf dem Smartphone und schließt so den papierlosen Dokumentationsvorgang ab. Bei der Rückgabe des Mietgegenstands können anschließend beide Seiten sehr schnell überprüfen, ob es zu einem Schaden gekommen ist und diesen belegen. Die App wurde speziell für die Baubranche entwickelt und enthält beispielsweise auch maschinenspezifische Checklisten.

Kinisto: KI-Software fürs Angebotswesen

Die Bearbeitung von Anfragen und Erstellung von Angeboten ist für Baustoffhersteller und -händler gleichermaßen mit einem hohen Aufwand verbunden. Bei der auf die Vertriebsprozesse im Bauwesen zugeschnittenen Lösung »kinisto« der Berliner Tetrel GmbH kommt eine KI-Software zum Einsatz, die nach Angaben des Herstellers »liest wie ein Mensch«. Dank Deep Learning und Natural Language Processing (NLP) soll die Anwendung dadurch in der Lage sein, Inhalte vollautomatisiert zu erfassen und zu verarbeiten. Beispielsweise extrahiert Kinisto relevante Positionen aus Leistungsverzeichnissen im PDF- oder GAEB-Format sowie E-Mails. Die Software schlägt anschließend Produkte aus dem Portfolio vor, die zu den angefragten Spezifikationen passen. Dank konfigurierbarer Schnittstellen ist eine Anbindung an gängige ERP-Systeme wie SAP, Microsoft oder Sage möglich.

Cocrafter: Auftraggeber und Nachunternehmer vernetzen

Viele Unternehmen finden aufgrund des Fachkräftemangels nicht ausreichend Personal und müssen dadurch unter Umständen lukrative Aufträge ablehnen. Das Erdinger Start-up »Cocrafter« setzt mit seiner gleichnamigen Lösung in dem Zusammenhang nicht auf ein besseres Recruiting, sondern vernetzt Auftraggeber und Nachunternehmer gleich direkt – und das lokal in Deutschland als auch in Osteuropa. Auf der Online-Plattform, einer Art virtuellem Marktplatz, stellen Auftraggeber ihre Projekte aus den Bereichen Elektro, Roh-, Tief und Trockenbau sowie Heizung, Lüftung, Sanitär (HLS) auf Stunden- oder LV-Basis ein und spezifizieren, welche Gewerke dafür gesucht werden. Damit die Qualität auf beiden Seiten passt, müssen sich sowohl Auftraggeber als auch Nachunternehmer mittels einer Gewerbeanmeldung, eines Meister-Titels und weiterer Dokumente ausweisen. Darüber hinaus werden keine Aufträge aus Privathaushalten angenommen und ein öffentliches, preisliches »Unterbieten« gibt es nicht. Auftraggeber können auf der Plattform zudem Dokumente wie Freistellungsbescheinigungen, Mindestlohnnachweisen etc. automatisiert verwalten, um jederzeit in einem sicheren rechtlichen Rahmen zusammenzuarbeiten.


One-Hour: die Weiterbildungs-App der Hochschule Biberach

Die Bauwirtschaft befindet sich in einem stetigen Wandel und es fällt vielen Unternehmen schwer, ihre Mitarbeiter auf dem neuesten Stand zu halten. Genau an diesem Punkt setzt die Weiterbildungs-App »One-Hour« der Hochschule Biberach an. Mit einem Zeitaufwand von nur 15 Minuten pro Woche und damit einer Stunde im Monat vermittelt sie wesentliche Informationen der Baubranche: In 12 Videos mit je 15 Minuten Laufzeit geht es unter anderem um die Themen Kreislaufwirtschaft, Vermessung, Virtuell & Augmented Reality, nachhaltige Baustoffe, Common Data Environment, Building Information Modelling (BIM), Robotik, 3D Druck, Künstliche Intelligenz, Bauprozesse und Nachhaltigkeit. Zusätzlich erhält jeder Teilnehmer nach Abschluss des Programms von der Hochschule Biberach ein Zertifikat verliehen. Die App steht kostenfrei für Android und iOS in den jeweiligen App-Stores zum Download zur Verfügung.s

 

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