Start-up-Zone: das Sprung­brett in die Baubranche

Lesedauer: min

Im Rahmen einer inhaltlich dynamischen Rubrik berichtet das bauMAGAZIN seit Anfang des Jahres regelmäßig über junge Unternehmen und stellt deren innovative Lösungen sowie zukunftsorientierte Technologien als Teil der »Baustelle der Zukunft« vor – ganz gleich, ob es dabei um eine Software-Anwendung, Maschine, ein Gerät, Werkzeug oder Anbauteil geht. Start-ups können entsprechendes Informations- und druckfähiges Bildmaterial über eine spezielle Landing-Page einfach hochladen (siehe Barcode).

Mit der »Start-up-Zone« sorgen wir für eine maximale Sichtbarkeit der Unternehmen. Über eine Erweiterung des Netzwerks sowie der Reichweite verbinden wir sie mit Industrieexperten, potenziellen Partnern und Kunden.

Crafthunt: die Plattform für Baustellen-Jobs

Der Fachkräftemangel stellt Arbeitgeber und -nehmer in der Baubranche vor unterschiedliche Herausforderungen: Unternehmen sind einerseits auf der Suche nach passendem Personal; Facharbeiter können andererseits aus einem breiten Angebot auswählen, um ihren Traumjob zu finden. Auf der 2022 gegründeten Plattform für Baustellen-Jobs »Crafthunt« können sich Unternehmen bei Bauleitern, Elektrikern und Baufacharbeitern bewerben. Aktuell sind dort mehr als 30 000 von ihnen auf der Suche nach ihrem Traumjob, und zwar anonym. Denn jeder »Crafthunter« entscheidet selbst, ab wann er seine persönlichen Daten zeigt. Sich einfach nur mal umzuschauen und seinen Marktwert zu prüfen sei nach Angaben der Betreiber demnach kein Problem. Mehr als 700 Unternehmen aus der Bauindustrie, wie Drees & Sommer, Otto Wulff, Stadtwerke München, Bauer Spezialtiefbau, IsoTec und Spie, nutzen die Plattform bereits. Auf den jeweiligen Unternehmensprofilen sehen die Bewerber Informationen, die sie wirklich interessieren. Hierzu zählen Fotos zu den Bauprojekten, dem Maschinenpark und das Alter der Mitarbeiter.

Durch die Nutzung von GPS-Daten zur Sortierung der Bilder gewährleistet ­Foto-Fertig nach eigenen Angaben, dass jede Aufnahme präzise dem entsprechenden Projekt zugeordnet wird.

Emidat: die EPD-Erstellung automatisieren

In der Bauindustrie werden Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPDs) genutzt, um die Umwelteinwirkungen von Bauprodukten zu ermitteln und zu verbessern, ähnlich wie Nährwertkennzeichnungen für Lebensmittel. Sie bieten umfassende Einblicke in den ökologischen Fußabdruck von Baumaterialien und helfen Bauprojekt-Verantwortlichen dabei, nachhaltige Entscheidungen für ihre Projekte zu treffen. Bislang war der Prozess der Erstellung von Lebenszyklusanalysen (LCAs) und EPDs für Bauprodukte von der Datenerfassung, -überprüfung bis zur -veröffentlichung sehr teuer und zeitaufwendig. Für ein Bauprodukt konnte mit einem Zeitaufwand von 6 bis 12 Monaten und Kosten im fünfstelligen Bereich pro Produkt gerechnet werden. Hinzu kommt der Aufwand für die Anpassung an europäische und nationale Vorschriften sowie Normen, die sich häufig in Details unterscheiden. Die Ergebnisse waren außerdem kaum vergleichbar und um Verbesserungen in der Nachhaltigkeit abzubilden, mussten erneut hohe Kosten geschultert werden.

An dieser Stelle kommt Emidat ins Spiel. Die KI-gestützte Software automatisiert die Erstellung und Veröffentlichung von verifizierten EPDs für Baustoffhersteller. Die Lösung beschleunigt die EPD-Erstellung und senkt die Kosten nach eigenen Angaben um über 70 %. Die verifizierte Software kombiniert demnach alle traditionellen Phasen der LCA- und EPD-Erstellung, von der Datenerfassung über die LCA-Auswertung und die Erstellung des Hintergrundberichts bis hin zur EPD-Erstellung mit Wahl des Programmbetreibers und der abschließenden Verifizierung und Veröffentlichung. Dabei werden sowohl die europäischen als auch die spezifischen nationalen Normen für verschiedene Länder eingehalten.


Foto-Fertig: GPS-basierte Baustellen-Dokumentation

Im Rahmen einer ausführlichen Baustellendokumentation können Unternehmen nicht nur nachweisen, dass sie die beauftragten Arbeiten ordnungsgemäß erledigt haben. Darüber hinaus ist sie im Hinblick auf das Mängelmanagement unverzichtbar. Die App- und PC/Server-Software-Lösung »Foto-Fertig« zielt darauf ab, die Effizienz und Genauigkeit der Dokumentation auf Baustellen signifikant zu verbessern und dabei keinen zusätzlichen Aufwand zu produzieren. Fotos werden automatisch und verschlüsselt an das eigene System (Server, PC oder Cloud) übertragen und direkt im richtigen Projekt abgelegt. Durch die Nutzung von GPS-Daten zur Sortierung der Bilder gewährleistet Foto-Fertig nach eigenen Angaben, dass jede Aufnahme präzise dem entsprechenden Projekt zugeordnet wird. Dadurch gehören das umständliche und zeitaufwendige manuelle Sortieren und Zuordnen von Fotos der Vergangenheit an.

Die Bedienung der App ist einfach: Benutzer können Fotos machen, ohne vorher das dokumentierte Projekt manuell auswählen zu müssen. Dies soll zu einer echten »1-Klick«-Erfahrung führen, die den Prozess für den Benutzer vereinfacht. Darüber hinaus werden nur die mit der Foto-Fertig-App erstellten Fotos übertragen, wodurch private und geschäftliche Daten klar getrennt seien. Die Software unterstützt zudem die Arbeit in Teams, indem sie die automatische Zuweisung und Ablage von Fotos in gemeinsamen Projektverzeichnissen ermöglicht. Außerdem ist die Software unter anderem in der Lage, QR-Codes erkennen, was die Erfassung von Arbeitszeiten, Bestellungen und anderen Informationen erlaubt. Zum Kreis der Kunden gehören unter anderem Unternehmen im Roh-, Hoch-, Tief- und Straßenbau, Abbruch, Rohrleitungsbauer, Montageunternehmen, Messebauer sowie Reinigungsunternehmen beispielsweise von Lüftungsanlagen.s

[79]
Socials

AKTUELL & SCHNELL INFORMIERT