Aktuelles Verkehrswegebau / Tiefbau

Sany setzt auf vier leistungsstarke Alleskönner

Der Radlader ist aufgrund seiner Eigenschaft als Allrounder weder von kleinen noch von großen Baustellen wegzudenken. Die kompakte Bauweise, die geländetaugliche Bereifung, Allradantrieb und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen ihn zu einer der meistgenutzten Baumaschinen der Welt. Der Baumaschinenspezialist Sany Europe kennt das Potenzial, konzentriert sich deshalb seit vergangenem Jahr verstärkt auf dieses Segment und hat noch 2020 erste Modelle vorgestellt (das bauMAGAZIN berichtete kurz in Heft 12/20, Seite 123). In erster Linie möchte Sany damit die Produktvielfalt vergrößern, um noch mehr Anwendungsbereiche abdecken zu können. Gleichwohl handelt es sich hierbei um einen strategisch wichtigen Schritt, um sich in Europa als Baumaschinenhersteller weiter zu etablieren. Den Anfang machen vier kompakte Radlader, die sich pragmatisch in zwei Gruppen aufteilen lassen: Während die Modelle SW075 und SW085 als die »Kleinen mit viel Power« gelten, erweisen sich die Ausführungen SW105 und SW115 als leistungsstarke Alleskönner, die eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten abdecken sollen.

Auf den Markt gekommen sind die neuen Kompaktlader im 4. Quartal 2020. Und obwohl die Corona-Pandemie die Welt auch weiterhin fest im Griff hat, blickt das Unternehmen auf eine positive Bilanz: »Wir haben den Umsatz europaweit um rund 15 % steigern können – das Plus bei den ausgelieferten Maschinen lag bei etwa 35 %«, so Martin Knötgen, CEO Sany Europe, zum Jahreswechsel im bauMAGAZIN 12/20, Seite 20. Eine solide Grundlage also, um nun auch mit den neuen Radladern 2021 durchzustarten. Gefertigt werden die Maschinen von einem europäischen Hersteller. Und abgesehen davon, das Sany mit einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis sowie seiner bekannten 5-Jahres-Garantie überzeugen möchte, hat das Unternehmen vorrangig auf eine enorme Verbesserung der Standsicherheit sowie starke Leistungsmerkmale und eine Zusatzhydraulik gesetzt.


Feine Unterschiede

Die Modelle SW075 und SW085 verfügen über einen identischen Fahrzeugaufbau mit kompakten Abmessungen. Als Highlight gilt bei allen vier Ausführungen die pendelnde Hinterachse, die eine enorme Verbesserung der Stand- und Kippsicherheit verspricht. Zur Serienausstattung der Modelle SW075 und SW085 zählt neben der Schwimmstellung und der Z-Kinematik auch ein umfangreiches Hydraulikpaket. Unterschiede gibt es hingegen bei der Kabinenausstattung, dem Joystick sowie den Leistungsdaten: So weist der SW085 eine höhere Endgeschwindigkeit von bis zu 28 km/h auf. Und während der SW075 mit einem Allradantrieb sowie einem Selbstsperrdifferenzial unterwegs ist, verfügt die 85er-Version über ein elektrisch zuschaltbares Sperrdifferenzial auf der Vorderachse, wenn weiterer Vortrieb notwendig ist.

Kompakt und vielseitig

Bei den Modellen SW105 und SW115 zeichnen sich die Unterschiede ebenfalls beim Kabineninterieur, der Bedienung sowie den Zusatzoptionen ab. So besitzt der SW115 anders als sein kleinerer Bruder neben der automatischen Fahrstufenanpassung eine höhere Fahrgeschwindigkeit, ein noch feiner abgestuftes Getriebe sowie einen hydraulisch vorgesteuerten Joystick, was den Bedienkomfort deutlich erhöhen soll. Ein Handgas zählt bei diesem Modell bereits zur Serienausstattung, was den Betrieb von Anbaugeräten mit konstantem Ölfluss ermöglicht.

Eine Zusammenfassung

Die Kompaktradlader SW075 und SW085 bringen als »echte« Allroundtalente eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Sie lassen sich überall dort einsetzen, wo kleine Maschinen mit möglichst hoher Leistung notwendig sind. Als großen Vorteil nennt Sany hier die kompakten Maße und eine extreme Wendigkeit, was den Einsatz auch bei engen Platzverhältnissen zulässt. Lobend unterstreicht Sany zudem die starken Hub- und Losbrechkräfte, die Einsatzmöglichkeit verschiedener Anbaugeräte, die standardmäßige Schwimmstellung, eine komfortable Fahrerkabine und nützliche Sicherheitsausstattungen.

Noch höhere Leistungskraft versprechen die Modelle SW105 und SW115. Entwickelt wurden sie vorrangig für klassische Baustellenarbeiten im Hoch- und Tiefbau, im Baustoffhandel, der Land- und Forstwirtschaft oder im Warenumschlag. Auch sie verfügen über bewusst kompakte Maße. Gleichwohl stehen hier hohe Fahr- und Arbeitsgeschwindigkeiten im Mittelpunkt. Von Sany als »Arbeitstiere« deklariert, sollen sie dem Anwender aber auch Freude durch den guten Bedien- und Fahrkomfort bereiten. Ein besonderes Merkmal bei beiden Modellen ist der große, sichere Einstieg. Im Inneren finden sich wiederum bequem gefederte Sitze und eine ergonomische Anordnung der Bedienelemente, die eine großzügige Anzeige und intuitive Handhabung ermöglichen sollen. Sany Europe weist ebenso auf eine präzise Steuerung mittels feinfühligen Joysticks mit Fahrtrichtungswippe und Fahrstufenwahlknopf hin. Ebenfalls per Joystick ansteuern lässt sich die serienmäßig integrierte dritte Hydraulikfunktion. Geeignet ist diese laut Hersteller zum Beispiel ideal, um eine Klappschaufel zuverlässig öffnen und schließen zu können.    d

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