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Sandvik baut batterieelektrisches Angebot mit neuem Außenhammer-Langlochbohrgerät aus

Sein Angebot an batterieelektrischen Maschinen baut jetzt Sandvik mit dem vollautomatischen Außenhammer-Langlochbohrgerät DL422iE aus. Die Neuheit ist mit einem elektrischen Antriebssystem ausgestattet, um Diesel-Emissionen während des Vortriebs zu eliminieren, die Produktivität zu erhöhen und gleichzeitig eine gesündere Arbeitsumgebung zu fördern.

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Das emissionsfreie DL422iE ist neben dem DD422iE das zweite batteriebetriebene Untertagebohrgerät des Unternehmens, bis Ende des Jahres soll die Palette an batterieverfahrbaren Bohrgeräten weiter ausgebaut sein. Das neue DL422iE ist für den Untertagebergbau in 4 x 4 m oder größeren Stollen konzipiert. Es verfügt über intelligente Technologie, um einen kontinuierlichen und unbemannten Betrieb zu ermöglichen, mit Automatisierung und Fernsteuerung für das Bohren während Schichtwechseln und Pausen. Durch diese und andere Funktionen, kombiniert mit Datenerfassung und -übertragung über drahtlose Netzwerke, soll das DL422iE zu einer verbesserten Maschinenauslastung und Produktivität beitragen.

Verbesserte Bohrleistung

Das neue Außenhammer-Langlochbohrgerät kann mit ST58- und ST68-Rohrgestängen vertikale und geneigte Fächer sowie einzelne oder parallele Langlöcher mit 89 mm bis 127 mm Durchmesser und bis zu 54 m Tiefe bohren. Es ist mit dem 33-kW-Langlochbohrhammer HF1560ST ausgestattet. Mit einer Schlagfrequenz von 40 Hz bis 45 Hz und einer optimierten Dynamik für ST68-Rohre steht das DL422iE nach Herstellerangaben für einen optimalen Gebirgskontakt der Bohrwerkzeuge für eine verbesserte Energieübertragung.

Automatisierungsfunktionen

Die Neuheit verfügt ebenso über das Platinum-Bohrautomatisierungspaket für kontinuierliche und automatisierte Produktionsbohrungen und ist kombiniert mit dem i-Class-iSolo-Bohrsteuerungssystem, das die Genauigkeit beim Bohren von Fächern und parallelen Langlöchern verbessern soll. Es fungiert als Vollzeitsteuerung und wird zum Hochladen von Bohrplänen in das Steuersystem verwendet, wobei die Bohrplanverwaltung direkt an der Benutzeroberfläche erfolgt, um ein automatisiertes Bohren bis zu einer vordefinierten Tiefe zu gewährleisten. Vorschub und Gestängepositionierung zum nächsten Bohrloch erfolgen automatisch, während die Daten per WLAN-Verbindung übertragen werden. Zusätzlich kann das DL422iE mit optionalem automatischen Bohrkronenwechsler ausgestattet werden, der das autonome Bohren kompletter Fächer ermöglicht. Die Geräte sind nicht nur mit der MySandvik-Fernüberwachung ausgestattet, sondern können zur Steuerung mehrerer Geräte und für ferngelenktes Umsetzen in AutoMine und OptiMine integriert werden.


Emissionsfreies Umsetzen und Verfahren

Sandviks DL422iE ist auf dem knickgelenkten Träger­gerät C400E mit Allradantrieb montiert, das mit einem elektrischen Antriebssystem (Batteriepaket und Elektromotor) ausgestattet ist und somit keine Dieselemissionen verursacht. Die Batterien können während des Bohrens aufgeladen werden, während die elektrische Leistung aus dem Minennetz bezogen werden kann.

Laut Berechnungen von Sandvik lassen sich mit dem DL422iE die Gesamtemissionen sowie die Kosten für Bewetterung und Kraftstoff reduzieren. Dank kürzerer Zykluszeiten und erhöhter Bohrkapazität könne das DL422iE helfen, die gebohrten Meter pro Schicht um bis zu 10 % zu erhöhen. Die Produktivität soll sich durch eine verbesserte Geräteauslastung um bis zu 20 % steigern lassen.

Hohe Bohrlochgenauigkeit

Das DL422iE ist mit dem ZR35-Teleskopausleger und einer hufeisenförmigen Auslegerabstützung mit Teleskopstützen für maximale Bohrstabilität ausgestattet. Der Gesamtauslegerversatz von 3 000 mm und die 620-mm-Teleskopverlängerung ermöglichen eine Schwenkhöhe von 2 100 mm, die für eine Vielzahl von Abbauverfahren typisch ist. Die Netto-Eindringtiefe mit der Luftspülung liegt beim DL422iE im Vergleich zur Wasserspülung um bis zu 15 % höher. Das Bohrgerät kann mit dem bordeigenen Schraubenkompressor CT80 (8 m³/min bei 7 bar) ausgestattet werden, der einer effizienteren Spülung und hohen Nettoeindring­raten dient. Die Verwendung der Onboard-Luftversorgung stellt eine kosteneffiziente Alternative zur grubeneigenen Druckluftinfrastruktur oder zu externen mobilen Einheiten dar.    t

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Sandvik Mining and Construction Central Europe GmbH

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