Im Abschnitt bei Herbolzheim wurde die Strecke zwischen den Anschlussstellen Rust und Riegel auf einer Länge von rund 5,5 Kilometern umfassend modernisiert. Die beiden erfahrenen Bauunternehmen Vogel-Bau Gruppe und die Joos Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG realisierten das Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von etwa 16 Mio. Euro. Die Asphaltarbeiten erstreckten sich über rund 354000 m2 und gliederten sich in Tragschicht, Binderschicht und Deckschicht.
Im Rahmen der Vorarbeiten musste im Bereich der Fahrtrichtung Karlsruhe der Mittelstreifen ausgebaut und die bestehende Fahrbahn verbreitert werden. Laut Bauleiter Maximilian Backes betrug die durchschnittliche Erweiterung 1,80 m bis 3,00 m. Ziel dieser Maßnahme war es, den Verkehr im sogenannten Modell 4.0 auf eine Fahrbahnachse zu verschwenken und gleichzeitig eine durchgehend vierspurige Verkehrsführung sicherzustellen.
Für den Einbau der Asphalttragschicht setzte das Bauunternehmen einen bei Rüko angemieteten Straßenfertiger vom Typ Vögele Super 1300-3i ein. Innerhalb von vier Arbeitstagen wurden rund 4000 t Asphalttragschicht eingebaut. Um diese Leistung unter den beengten Platzverhältnissen zu gewährleisten, entwickelte das Werkstattteam von RÜKO eine projektspezifische Lösung: Eine eigens konstruierte „vordere Bunkerwand“ wurde am Materialbunker des Fertigers montiert und vergrößerte das Fassungsvermögen für das Mischgut. Auf diese Weise konnte das Material direkt über einen Beschicker in die Maschine transportiert werden. Unter normalen Umständen wäre für diese Arbeitsweise ein größerer Fertiger mit Asphaltkübel erforderlich gewesen. Aufgrund der beengten Baustellensituation und der geringen Einbaubreite war dies jedoch nicht möglich: Der nächstgrößere Fertiger hätte
eine Mindest-Einbaubreite von 2,50 m erfordert und in Kombination mit einem Standardkübel eine Durchfahrtsbreite von über 3 m benötigt. Dank der maßgeschneiderten Bunker-Erweiterung konnte gezielt ein kompakter Fertiger eingesetzt werden.
Die technische Anpassung brachte mehrere Vorteile: höhere Mischgutkapazität, flexiblere Materialzufuhr über den Beschicker und geringere Abkühlungsverluste des Asphalts. Gleichzeitig konnten die Arbeitsabläufe auf der Baustelle effizienter gestaltet werden, obwohl der verfügbare Platz eingeschränkt war.
„Nochmal ein großer Dank an das Team von Rüko für die Offenheit bezüglich der Herstellung der Bunkerwand. Durch diesen Einsatz konnte der geplante Asphalteinbau effizienter und schneller wie geplant ausgeführt werden“, merkt Maximilian Backes an.