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Kubotas Antwort: Ein Gasmotor mit geringen Energiekosten

Als Weltmarktführer für Kompaktbagger hat Kubota auf der Bauma den KX019-4 LPG vorgestellt. Der Prototyp kann mit Flüssiggas betrieben werden und wird von einem Kubota-Gasmotor der aktuellen Baureihe angetrieben. »Mit dem KX019-4 LPG als aktuelle Lösung für den Einsatz in innerstädtischen und kommunalen Bereichen reagiert Kubota auf die jüngsten Diskussionen zur Reduzierung der allgemeinen Schadstoffemissionen«, sagte Keigo Watanabe, Vice President Sales and Marketing Construction Equipment Business Unit Kubota Holdings Europe. Außerdem stellte Kubota in München den KC70-4e als den neuesten Vertreter der Kettendumper-Modellreihe mit elektrischem Antrieb vor, dessen Markteinführung für 2020 geplant ist, sowie den Prototypen des 4,5-t-Radladers R070.

Von Michael Wulf

Der neue Kompaktbagger KX019-4 LPG ermöglicht es, in Umweltzonen oder emissionsbeschränkten Arbeitsbereichen – wie zum Beispiel Städten mit Dieselfahrverbot – zu arbeiten und erzeugt zudem weniger Lärmemissionen. Die Maschine wird mit einer handelsüblichen Treibgasflasche (11 kg) betrieben. Bei Bedarf erfolgt der Austausch der Gasflasche.

»Wir realisieren extrem gute Werte mit diesem Motor, der den Riesenvorteil der geringen Energiekosten bietet«, sagte im Gespräch mit dem bau­MAGAZIN Joachim Stein, Leiter Produktsupport und Technische Vertriebssteuerung bei Kubota Baumaschinen in Zweibrücken. Zusätzlich verfügt die Maschine noch über einen Reserve-Gasspeicher, sodass der Bediener frühzeitig über die Entleerung der Gasflasche informiert wird.

»Unabhängig und produktiv«

»Die Entwicklung dieses Modells ist Kubotas Antwort auf die aktuellen Diskussionen, bei denen die Themen Wirtschaftlichkeit, Praktikabilität und Umwelt im Fokus stehen«, so Keigo Watanabe. »Der Kubota-Gasmotor ist eine unabhängige und produktive Antriebslösung für eine Maschine in dieser Größenordnung. Denn weder die Investitionen, noch die Produktivität der Maschine ändern sich dadurch maßgeblich.« Der KX019-4 LPG biete die bekannten Qualitäts- und Leistungsmerkmale, die Kubota-Kunden von einem Bagger gewohnt seien.

»Wir sind mit den ersten Rückmeldungen sehr zufrieden«, sagte Joachim Stein. »Mit dem Gasmotor bieten wir unseren Kunden im Bereich der Antriebstechnologie jetzt eine weitere Option an.« Es liege auf der Hand, dass man sich dabei zunächst nach einer Lösung im eigenen Konzern umgeschaut habe, schließlich verfüge Kubota mit Diesel-, Benzin- und Gasantrieben über ein umfassendes Motoren-Portfolio.

Gleiche Leistungsmerkmale

„Wir verwehren uns nicht grundsätzlich gegen elektrische Antriebslösungen für Bagger, wie sie von einigen Mitbewerbern propagiert werden«, so Joachim Stein weiter. »Aber wir wollen zunächst unsere eigenen Möglichkeiten nutzen und schauen, wie sich das mit den E-Antrieben entwickelt.« Derzeit jedenfalls vertrete man bei Kubota die Ansicht, dass diese Technik noch nicht ausgereift und zudem mit sehr hohen Kosten verbunden sei.

Die Leistungsmerkmale des KX019-4 LPG sind laut Joachim Stein genau die gleichen wie beim ­Diesel-Modell. Die Unterwagenbreite des Baggers ist variabel einstellbar, sodass die Maschine auch in engen Arbeitsbereichen, mit weniger als 1 m Durchfahrtsbreite, eingesetzt werden kann. Bei Bedarf kann das Fahrwerk hydraulisch verbreitert werden, sodass die Maschine bei maximaler Fahrwerksbreite eine optimale Standsicherheit gewährt. Darüber hinaus garantiere der KX019-4 mit seinen Leistungsdaten – wie zum Beispiel die maximale Grabtiefe von mehr als 2,5 m – eine ausreichende Funktionalität für den kommunalen und städtischen Einsatz.


Elektrischer Kettendumper

Der elektrische Kettendumper KC70-4e ist mit einer leistungsstarken Lithium-Batterie (48 V/200 Ah) ausgestattet und verfügt über eine Nutzlast von 700 kg. Mit einer Breite von 750 mm ist er in der Lage, auch in besonderen engen Arbeitsbereichen zu arbeiten. Die kompakte Maschine verfügt über einen robusten und kompakten Unterrahmen, der die Bedienung und Manövrierfähigkeit der Maschine erleichtert.

Das Getriebe des KC70-4e wurde von hydraulisch auf elektrisch umgestellt. Für den Antrieb befinden sich jetzt zwei leistungsstarke CTE2010-Motoren (48 V) im unteren Fahrwerksrahmen. »Dank unserer langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Minikettendumper ist es uns gelungen, dieses elektrische Modell zu entwickeln, das auf dem gleichen Leistungsniveau arbeitet wie ein ­Diesel- und Benzinmotor«, sagte Keigo Watanabe. »So können wir die Nachfrage nach Minidumpern mit niedrigeren Emissionen und Lärmpegeln er­füllen.«    ß

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