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KEMROC: Direktabbau per Schneidrad

KEMROC präsentiert auf der Steinexpo den Direktabbau von Naturstein per Anbau-Schneidrad als eine Alternative zum herkömmlichen Einsatz von Hydraulikhämmern am Bagger. Der Einsatz von Schneidrädern der Baureihe Erwetor DMW bietet sich dort an, wo nicht gebohrt und gesprengt werden kann.

Mit seinen in Abbruch und Bauwesen bewährten Spezialfräsen, die mittlerweile unter der neuen Marke KEMROC vertrieben werden, kommt das thüringische Unternehmen Erket erstmals zur Steinexpo. Der Hersteller bringt auf das Freigelände ein Erwetor-Schneidrad des Typs DMW 220 HD mit.
KEMROC-Schneidräder der Baureihe Erwetor DMW bestehen aus einem Basisantrieb mit zwei seitlichen Hydraulikmotoren und einem Schneidrad mit wählbarer Schneidbreite und Schneidtiefe sowie mit Werkzeugbestückungen. KEMROC fertigt diese Maschinen in vier Baugrößen für Bagger von 14 t bis 60 t Einsatzgewicht. Die auf der Steinexpo gezeigte Maschine DMW 220 HD ist bestückt mit einem Schneidrad 1000_150 HD (1 000 mm Eintauchtiefe und 150 mm Schneidbreite) sowie mit Frässchutz und Eintauchhilfe. Sie ist geeignet für den Einsatz in bewehrtem Beton sowie Naturstein mit einer einachsigen Druckfestigkeit bis 100 MPa. Der optionale Frässchutz dient zum Schutz der Umgebung vor umherfliegendem Material. Die optionale Eintauchhilfe wird zum einfachen und vibrationsarmen Eindringen des Schneidrades in das Gestein verwendet.


Wenn nicht gebohrt und gesprengt werden kann
In Natursteinvorkommen bewähren sich Schneidräder an Hydraulikbaggern, wo nicht gebohrt und gesprengt werden kann und wo vibrationsarm gearbeitet werden muss. Durch mehrere Schnitte ins Gestein wird das Material entspannt und kann anschließend mit einem Löffel oder Reißzahn abgetragen werden. Als Vorteile gegenüber dem Einsatz von Hydraulikhämmern gelten eine schnellere Arbeitsweise und ein höherer Ertrag. Gleichzeitig werden schädliche Vibrationen verringert.

Die neue Abbaumethode wird derzeit in mehreren Gewinnungsbetrieben in Süddeutschland im Kalkstein, in Gipsvorkommen und beim Abbau von Konglomerat getestet. Geschäftsführer Klaus Ertmer geht davon aus, dass das Verfahren bis zum Ende des Jahres zur Marktreife gebracht werden kann. Entsprechend sucht das Unternehmen derzeit noch nach weiteren Gewinnungsbetrieben, die an Test­einsätzen für dieses Verfahren interessiert sind und vorzugsweise Gesteine bis zu einer einachsigen Druckfestigkeit von 80 MPa abbauen.     §

KEMROC Steinexpo Stand C 56

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