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Hydrema: Rundum glücklich mit der »Universalmaschine«

Florian Stütz aus dem schwäbischen Aalen hatte schon im Alter von 13 Jahren seinen Vater in dessen Grünlandservicebetrieb regelmäßig unterstützt. Zur Jahrtausendwende hat er dann das vom Vater Ende der 1980er-Jahre gegründete Unternehmen übernommen und führt es seitdem als Ein-Mann-Betrieb erfolgreich weiter. Für die vielfältigen Aufgaben, die der heute 44-jährige Unternehmer ausführt, zeigt sich der Hydrema-MX16-Bagger als »Universalmaschine« wie geschaffen.

Grünlandservice Stütz übernimmt in der klassischen Landschaftspflege Mäh- und Mulcharbeiten von Straßenbe­gleitgrün, betreut Nasswiesen, Biotopflächen oder auch Bachläufe. Florian Stütz kümmert sich ebenso um alle Aufgaben rund ums Baumfällen, von der Problemfällung bis zur Rodung von Baufeldern.

Während er früher zunächst alles mit einer Trecker-Anhänger-Kombination betrieb, wurde später eine gebrauchte Spezialmaschine eines französischen Herstellers eingesetzt. »Der Sonderbagger war bereits eine gute Weiterentwicklung für uns, vor allem das mechanische Abholzen mit einem Mulcher konnte mit dieser Maschine wesentlich effizienter durchgeführt werden. Man hatte immer einen guten Blick auf das Arbeitsgerät und konnte den Mulcher auch über einen Graben hinweg einsetzen, was bei dem Frontanbaumulcher beim Schlepper nicht so gut möglich war. Allerdings gab es doch einige umständliche Funktionen, insbesondere wenn man einen Greifer einsetzen wollte. Notwendige Veränderungen an der Maschine waren dann so kostenintensiv, dass gleich auch die Investition in eine neue Maschine zu erwägen war«, erzählt Florian Stütz.

»Von der Maschine vorgeschwärmt«

Seine Recherche führte ihn zum Hydrema MX16 und zu Nico Ringelstetter sowie dessen Unternehmen RiLo-Baumaschinen, Fachhändler für Hydrema im Großraum Nürnberg und Hydremas »Dealer of the Year 2019«. »Ich hatte im Vorfeld bereits mit einem befreundeten Bauunternehmer gesprochen, der ebenfalls Hydrema einsetzt und der mir ebenfalls schon von der Maschine vorgeschwärmt hat«, berichtet Florian Stütz.

Schnittmaterial transportieren

Nico Ringelstetter berät seine Kunden nicht nur persönlich, er nimmt auch, wenn er sich erst einmal in ein Projekt eingearbeitet hat, zusätzliche Ausrüstungen an der Maschine vor, die man sonst nicht von einem Händler bekommt. Dies führte dazu, dass Florian Stütz der erste und einzige Baggerfahrer in Deutschland sein könnte, der den Bagger mit einer Zulassung als land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine fahren kann. »Der Vorteil ist für mich immens, denn ich darf im Gegensatz zu den anderen am Markt als selbstfahrende Baumaschine eingesetzte Bagger, auf dem mitgeführten Anhänger eben nicht nur die Anbaugeräte mitführen, sondern darf auch Erdmaterial bzw. in meinem Fall insbesondere das Schnittmaterial transportieren«, erzählt Stütz. Tatsächlich hat er für den Bagger dank der eingebauten Druckluftbremse eine Anhängerlast von 19,2 t mit 40 km/h eingetragen. Jeder normale Lkw-Anhänger kann damit gezogen werden.


»Hatte ich früher noch einen eigenen Lkw, mit dem ich dann den Schnitt abtransportiert habe, konnte ich diesen Dank des Hydrema MX16 abschaffen und spare mir heute das Hin- und Herfahren. Auf dem mitgeführten Humbaur-Anhänger, Typ HTK 135024, mit zulässigem Gewicht von 15 t, habe ich einen offenen Materialcontainer befestigt. In diesem führe ich mein gesamtes Werkzeug mit und auf dem Rückweg auch den gesamten Holzschnitt, den ich unmittelbar vor Ort sofort in den Hänger einlade«, sagt Stütz.

Mit einer an der Armspitze befestigten Kamera hat er auch vom Bagger aus einen guten Blick auf alle Werkzeuge im Container, sodass die hydraulische Aufnahme mit dem OilQuick-Schnellwechsler OQ65 »überhaupt kein Problem ist«, so Stütz.

Am Betriebshof angekommen, werden die Werkzeuge aus dem Container geladen, gefolgt vom restlichen Holzschnitt, der über die vom Bagger aus gesteuerten Kipperfunktion aus dem Container gekippt wird.

Zeit- und Kostenvorteil

Gefragt, ob der Bagger mit dem schweren Anhänger überfordert sei, sagt Florian Stütz: »Es ist klar, dass ich an der Ampel kein Beschleunigungsrennen gewinne, aber tatsächlich hat der Bagger auf der geraden Strecke überhaupt kein Problem und erreicht auch ohne Weiteres die maximale Geschwindigkeit von 38 km/h. Selbst wenn der Bagger an entsprechenden Steigungen in die Knie geht, so habe ich dennoch einen enormen Zeit- und Kostenvorteil dadurch, dass ich den gesamten Arbeitsprozess – Schneiden, Verladen und Transportieren – in einem durchmachen kann. Die Reduzierung des Maschinenparks durch den Verzicht auf den Lkw ist ein weiterer wichtiger Kostenvorteil für mich.«

»Enorme Hubkräfte«

Florian Stütz bestätigt einen weiteren Pluspunkt des Hydrema: »Er verfügt über enorme Hubkräfte und hat eine exorbitant hohe hydraulische Leistung.« An einem R5-Tiltrotator von Rototilt betreibt er beispielsweise einen TMC-Cancela-Grasmulchkopf THG 120, einen Forstmulchkopf (AHWI M450e-1100), einen BEHA-Fällgreifer FG300, einen Intermercato-Reststoffgreifer (GX 28-50/7), eine Dücker-Heckenschere AWS 22 und künftig einen Michaelis-Mähkorb des Typs G3000.

Als Alleinstellungsmerkmal der Maschine gilt ihr Arbeitsbereich, der bis unmittelbar an die Maschine heranreicht. »Das ermöglicht mir das Arbeiten in extrem engen Bereichen, wo sonst kein anderer Bagger mehr hinkommt. Dank der außergewöhnlich hohen Hubkräfte kann ich insbesondere bei Problembaumfällungen hier die Vorzüge der Maschine besonders gut nutzen. Auch die Bereifung der Maschine sorgt dafür, dass ich immer guten Grip und einen sicheren Stand habe«, so Firmeninhaber Florian Stütz.    t

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