Hüffermann: Für den schweren Rohstofftransport

Hüffermann richtet auf der Bauma das Augenmerk unter anderem auf seine Baureihe von Transportanhängern mit Kippaufbau für die Wertstofflogistik vor. Verfügbar sind Ausführungen als Drehschemel- und Zentralachsenanhänger mit Festaufbau oder als Wechselbehälteranhänger.

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Ladegüter wie Bauschutt, Biomasse, Hackschnitzel, aber auch Recycling- oder Abbruchmaterial lassen sich mit den Hinterkipp-Anhängern wirtschaftlich transportieren und abkippen. Die Anhänger-Chassis bauen sehr flach auf und sind als Festaufbau in drei Aufbauvolumen – 30 m³, 35 m³ und 40 m³ – verfügbar. Die Grundvariante ist mit einem spantenlosen Behälter aus Qste-380-Material gefertigt und prädestiniert für den Biomassetransport. Für den Abbruch- und Bausektor sowie für die Schrottlogistik bietet Hüffermann individuell angepasste Kippaufbauten aus hochfestem und verschleißarmem Material an.

Die Kippfunktion erledigt, je nach Bedarf, eine Fronthydraulik oder ein kardanisch im Chassis aufgehängter Teleskopzylinder. Bei der Konfiguration zeigt sich der Hersteller flexibel und offen für individuelle Zusatzausstattungen, die die Wirtschaftlichkeit im Einzelfall weiter steigern.

Hauptvorteil der Baureihe mit festem und kippbarem Aufbau ist die zügige Logistik bei der Entladung des Transportgutes an den Behandlungsstationen in Verbindung mit einer hohen Nutzlast, denn der Anhänger kann nun selber auskippen. Die Umladung auf den Motorwagen entfällt.

Schnellere Entladung an den Behandlungsanlagen

Ein typischer Entladevorgang an den Behandlungs- und Verwertungsanlagen mit einem Abrollbehälter-Kippanhänger beginnt mit dem Eintreffen des Gliederzugs. Der Fahrer koppelt den Anhänger ab und fährt solo mit dem Motorwagen zum Abkippen des Transportgutes. Danach zieht er wieder vor, legt den leeren Wechselcontainer vom Motorwagen ab, nimmt den beladenen Container vom Anhänger auf, entleert diesen, zieht erneut vor und schiebt den leeren Container wieder auf den Anhänger. Dann nimmt er den zweiten leeren Container auf den Motorwagen und kuppelt den Anhänger an – fertig.

Mit dem kippbaren Anhänger mit Festaufbau soll diese ­Tätigkeit wesentlich beschleunigt werden: Der Gliederzug trifft ein, stößt dann rückwärts mit dem kompletten Zug an die Behandlungs- bzw. Ver­wert­ungs­an­la­ge, kippt den Behälter auf dem Anhänger aus, zieht vor, stellt den Anhänger ab, entleert nun den Container auf dem Motorwagen, kuppelt den Anhänger wieder an – fertig.

Ob Fest- oder Kippaufbau besser zur spezifischen Logistik passen, entscheidet letztlich der individuelle Bedarf.    §