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29. Dezember 2017

Holp: Mit Praxistest überzeugen

Holp: Mit Praxistest überzeugen

Ein Drehantrieb am Baggerarm kann die Flexibilität und Produktivität eines Baggers enorm steigern. Zum einen können Anbaugeräte wie Löffel, Schwenklöffel, MultiGrip-Löffel, Greifer, Anbauverdichter, ­Hydraulikhammer, Felsfräse, Stein-, Universal-, Abbruchsortiergreifer oder auch VarioLöffel rationell in jede erdenkliche Arbeitsstellung (360° endlos) positioniert werden, was Zeit, Kapazität und Kosten sparen hilft. Zum anderen benötigt nicht mehr jedes Anbaugerät, das drehbar ein­gesetzt werden soll, einen eigenen Antrieb. Im Hause Holp, einem Spezialisten für Antriebe, Löffel und Greifer sowie drehbare Schnellwechsler, geht man davon aus, dass summa summarum so beispielsweise bei einem Bagger in der 15-t-Klasse beträchtliche Kosten im hohen fünfstelligen Bereich über das Jahr eingespart werden können.

Ingenieur Peter Müller vom Labor für Baumaschinen an der TH-Köln hat sich 2015 mit dem Thema Tilt, Rotation und Tiltrotator auseinander gesetzt. Die Zeiteinsparung mit einem Drehantrieb am Bagger beläuft sich seinen Berechnungen zufolge im Erdbau auf ca. 10 % bis 20 %, im Segment Kanalbau bzw. Kanal-Sanierungen auf ca. 30 % und im GaLaBau auf ca. 50 %. Zudem ergab die Analyse, auf die auch Holp verweist, dass »Rotation« am Baggerstiel gegenüber einem Tilt oder Tiltrotator die wirtschaftlichste Variante darstelle. Bei Baggern, die nicht überwiegend für Spezialanwendungen eingesetzt würden, sei die reine Rotation in der ­Summe im Kosten- und ­Leistungsvergleich kaum zu schlagen. Wer sich selbst ein Bild über die Wirtschaftlichkeit eines leistungsstarken Drehantriebs wie dem RotoTop machen will, dem bietet der schwäbische Hersteller Holp auf seiner 7 000 m² großen »Test-Arena« einen Parcours für umfassendes »Test-Baggern« an.


Verschiedene Baggertypen (vom Mini- bis zum 8-t-Bagger) ausgestattet mit einem RotoTop-Drehantrieb stehen bereit. Zudem ein 12,5-t-Bagger samt Tilt­rotator RotoX. Somit kann man beide Techniken bei unterschiedlichen Tätigkeiten selbst vergleichen. Zum Test stehen gleichzeitig Anbaugeräte von fünf Herstellern zur Verfügung.

Zwölf Stationen umfasst der Parcours. Hier können Baggerfahrer die Flexibilität, Effizienz, Arbeitserleichterung und Bedienerfreundlichkeit der Rotationstechnik kennenlernen. Dieser Service wird von Holp im baden-württembergischen Fornsbach für Bauunternehmer und Baggerfahrer (nach Terminvereinbarung) kostenlos angeboten. Das Testgelände kann zu jeder Jahreszeit gebucht werden. Geschäftsführer Günter Holp berichtet, dass viele Betriebe Schlechtwetterperioden nutzen und sich kurzfristig anmelden, wenn auf der Baustelle »gerade nichts geht«. Auch Wintertermine seien beliebt. Zudem hätten schon einige Firmen die Chance wahrgenommen, die umfassenden Testmöglichkeiten zur Fortbildung und Mitarbeitermotivation zu nutzen.    §

Holp beitet auf seiner 7 000 m² großen »Test-Arena« einen Parcours für effizientere Arbeitstechniken an
> Bei der ersten Station kann das zügige Handling mittels Rotation und Schaufelseparator getestet werden. Hier zeigt sich der Vorteil
einer 180°-Drehung von der Tief- in die Hochlöffel-Position.
> Wie sich Arbeitsabläufe mithilfe eines Drehantriebs mit Hammer und Felsfräse ­beschleunigen lassen, steht bei Station 2 im Mittelpunkt.
> Für GaLaBauer aber auch für Abbruch-Profis sollen die Station 3, 4, 5 und 6 interessant sein: Bei verschiedensten Arbeiten kann der
Baggerfahrer seine Arbeitstechnik mit der Rotationstechnik in Verbindung mit einem MultiGrip-Löffel sowie einem DMS-Universalgreifer vergleichen.
> Bei Station 7 steht das effiziente Handling im »Kanalbau« im Vordergrund. Hier wird ­beurteilt, wie mit dem schmal gebauten Drehantrieb von Holp nur durch Drehung bzw. Schrägstellung des Löffels in engen Räumen rationell gearbeitet werden kann. Wer möchte, kann an dieser Stelle auch einen Vergleich mit einem Tiltrotator durchführen.
> Welchen Einsparfaktor bei Verdichtungsarbeiten die Beweglichkeit eines Anbauverdichters bringt, kann bei Station 8 per UAM-Anbau­verdichter getestet werden.
> Wie zügig und praktisch das Untergraben von Fundamenten mit moderner Rotationstechnik plus Baggerkinematik möglich ist, kann bei Station 9 beurteilt werden.
> Die sichere Baustellenlogistik ist bei Station 10 das Thema. Hier steht eine Palettengabel bereit, mit der einfaches, schnelles und punkt­genaues Positionieren getestet wird.
> Station 11 erlaubt den Test des universellen Holp-VarioLöffel mittels Rotation. Die V-förmige Öffnung des Löffels verspricht eine Leistungssteigerung im »Schleppbetrieb« beim Reinigen und Neuanlegen von Gräben.
> Wer viel im »Erdbau« unterwegs ist, soll bei der 12. Station besondere »Aha-Momente« haben. Baggerfahrerer erleben, dass man die ­Position weniger wechseln muss, um waagerechte oder geneigte Profile zu erstellen. Zudem lässt sich durch Rotation des Löffels (von
der Tief- in die Hochlöffel-Position) eine höhere Reichweite erzielen.
> Für Skeptiker hält Holp zum Abschluss noch einen speziellen Test bereit – hier ist ein direkter Vergleich von Tiltrotator und RotoTop-Dreh­antrieb mit Schwenklöffel möglich.

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