Technikbegeisterte Tüftler
Die Gründe für den Erfolg von Henle sind vielschichtig: Zum einen hat das mittelständische Familienunternehmen vom »Tüftlertum« profitiert. Seit der Gründung im Jahr 1981 haben sowohl der Vater Werner Henle als auch sein Sohn Gerhard Henle großes Interesse an neuer Technik bewiesen. Zum anderen hatte der Erfolg mit Mut zu tun: In der Anfangszeit verfügte das Kleinunternehmen über drei Mitarbeiter, ein Schweißgerät, eine Bohrmaschine und einen großen, schweren Hammer. Und den haben Vater und Sohn gehörig geschwungen: Zu Beginn konzentrierte man sich noch auf Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie den Vertrieb von Baggerverschleißteilen. Danach folgte der Verkauf von Anbaugeräten – später stieg Henle dann in die eigene Produktion ein. »Und ich erinnere mich noch gut an die Worte meines Vaters, als wir unsere Produktion und das Lager das erste Mal erweitert haben«, so Gerhard Henle schmunzelnd. »So viel Platz: Das reicht für die Ewigkeit.« In den Folgejahren weiterte das Unternehmen seine Produktions-, Büro- und Lagerflächen kontinuierlich aus. Investiert wird bis heute in hochmoderne Fertigungsanlagen – auch und gerade, um die Fertigungstiefe so hoch wie möglich zu halten.
45 Jahre fest in Familienhand
Was mit der Gründung durch Werner und Irene Henle begann und unter Gerhard und Gabriele Henle weitergeführt wurde, soll mit der nunmehr dritten Generation in die Zukunft getragen werden: Mit Christiane Henle, Tobias Gnann, Kevin Bee und Kathrin Henle-Bee werden heute in gleichberechtigter Weise unterschiedliche Unternehmensbereiche geleitet. »Und das gelingt, indem wir aufeinander achten, Kompromisse finden und füreinander dastehen«, wie Gerhard Henle anfügt. Auf die Frage hin, wie der Geschäftsführer auf die vergangenen viereinhalb Jahrzehnte zurückblickt, entgegnete er: »Wenn ich an die Gründung durch meinen Vater denke, dann überwiegen Stolz und Respekt. Gleichzeitig erleben wir aktuell wirtschaftlich unruhige Zeiten, sodass wenig Raum bleibt, ausführlich zurückzublicken. Wir sind mitten im Tagesgeschäft. Aber das Unternehmen hat sich immer wieder weiterentwickelt und auch schwierige Phasen gemeistert. Gerade deshalb lautet unsere Einstellung heute: Jetzt erst recht.« Die größte Veränderung, so Gerhard Henle weiter, begründe sich in der Digitalisierung: »Viele Prozesse sind einfacher geworden, aber eines hat sich nicht verändert: Der persönliche Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern bleibt für uns unverzichtbar.«