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Goldhofer: Eine Transportaufgabe am Rande des Möglichen

Im Frühjahr absolvierte das mexikanische Unternehmen Transportes Muciño einen bahnbrechenden Transport: Auf einer anspruchsvollen Strecke mussten zwei Komponenten mit einem Gewicht von 380 t bzw. 320 t vom Hafen im mexikanischen Tampico zum im Bau befindlichen Kraftwerk Tamazunchale II befördert werden. Ohne die Kombination aus Goldhofer-Addrive und der neuen -Addronic wäre eine sichere Durchführung des Transports kaum möglich gewesen.

Zwischen März und Mai transportierte Transportes Muciño im Auftrag von Mitsubishi Power Americas eine Gasturbine, eine Dampfturbine sowie einen Generator vom Hafen in Tampico zu einem Kraftwerk im mexikanischen Staat San Luis Potosí. Das sich derzeit im Bau befindliche gasbetriebene Kraftwerk Tamazunchale II ist mit einer Leistung von 514 MW das größte in Lateinamerika. Das schwerste Transportgut des Projekts war ein Generator mit einem Gewicht von 380 t und Abmessungen von 10 200 mm x 5 430 mm x 5 410 mm. Aufgrund der schwierigen Beschaffenheit der Transportstrecke kamen konventionelle Modulkombinationen nicht in Frage, deshalb setzte Transportes Muciño auf Goldhofer-Equipment, um den Auftrag sicher und erfolgreich abzuschließen.

»Für uns bedeutet ein Transport auch immer Teamwork, weshalb wir einen Partner wollten, mit dem wir bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet haben. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, das Projekt mit Goldhofer durchzuführen«, sagt Raúl Cuevas, Kaufmännischer Leiter bei Transportes Muciño.

Steigungen von bis zu 19 %, Serpentinen und besonders enge Straßen stellten eine Herausforderung für das Team von Muciño dar, deren Lösung vollen Einsatz, Teamwork und die Effizienz der Transportlösungen von Goldhofer benötigte. Schließlich kamen mehrere Goldhofer-Schwerlast-Modulkombinationen und die Seitenträgerbrücke »Faktor 5« zum Einsatz. Das Gesamtgewicht des Zuges ohne Zugmaschinen betrug bis zu 705 t. Ohne die Kombination aus Goldhofers Addrive und der neuen Addronic hätte der Transport allerdings nicht durchgeführt werden können.


»Perfekte Lösung für die Herausforderung«

»Mit Addronic können die Grundfunktionen wie Lenken, Niveau und Fahrantrieb von bis zu vier Addrive-Modulen synchronisiert werden. Zudem können bestehende PST- oder THP-Flotten einfach in den Transportverbund integriert werden«, sagt Rainer Auerbacher, Vorstand und Head of Transport Technology bei Goldhofer. Cuevas ergänzt: »Vor dem Hintergrund der speziellen Anforderungen dieses Projekts kamen wir zu dem Schluss, dass eine Schwerlast-Modulkombination mit Addrive und Addronic die perfekte Lösung für diese Herausforderung ist.«

Zu Beginn startete der Transport mit einer Kombination aus 2 x 18 Achslinien und Faktor 5, zwei Zug- und einer Schubmaschine, die beiden Addrive-Module unterstützen hierbei die Kombination. Nahe der Stadt Jaltocan erfolgte ein Umbau des Konvois in eine 2 x 9-Achs-Parallelkombination, bei der die nun vier 6-Achs-Addrive-Module mit Addronic synchronisiert wurden. Mit der kombinierten Leistung der drei Zugmaschinen und der Addrive-Module konnten Steigungen von bis zu 14 % auf extrem engen Straßen bewältigt werden. Mit abgekuppelten Zugmaschinen passierte der Konvoi 46 Serpentinen und selbst eine 54°-Kurve in Chapulhuacanito. Nach einem weiteren Umbau zu einer 2 x 12-Achs-Parellelkombination machte sich das Muciño-Team auf den Weg zum Kraftwerk. Für die »letzte Meile« nach Tamazunchale II spielten die synchronisierten Addrive-Module erneut ihre Stärke aus und bewegten den Konvoi alleine durch eine 19 %-Senke zu ihrem Ziel.

Aufwendige Vorarbeiten erforderlich

Mehr als 126 Kurven mussten verbreitert werden, damit die ungewöhnlich große Konfiguration passieren konnte. Zudem wurden erhebliche Verstärkungen an sechs auf der Strecke liegenden Brücken vorgenommen, wie der Panuco Bridge, Veracruz oder Platon Sanchez. Einige Brücken mussten gar ohne Zugmaschinen passiert werden, um das Gesamtgewicht zu reduzieren und so langwierige Umwege zu vermeiden.     t

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