Titelstory, Top-News

23. August 2017

GIPO: Hartsteingewinnung im Steinbruch

GIPO: Hartsteingewinnung im Steinbruch

Aus den Abbaugebieten um den Vierwaldstättersee werden in der Schweiz seit Generationen hochwertige Gesteinsbaustoffe für Bahnschotter, Splitt und Brechsand gewonnen. Die Kenndaten der Abbaustelle im ­Steinbruch Rüti beispielsweise zeigen ein abbaubares Volumen von 3,4 Mio. m³ Fels auf, die Jahresmenge beträgt rund 100 000 m³. Als Hauptmaschine steht hier ein raupenmobiler Backenbrecher Gipobac B 1410 FDR im Einsatz.

Das in fünf Ebenen unterteilte Abbaukonzept beruht auf Gesteinssprengungen und der folgenden Zerkleinerung auf einer raupenmobilen Backenbrecheranlage Gipobac B 1410. Für den Transport in die Produktionsanlagen wurden ein Vertikalschacht sowie ein Erschließungstunnel mit Förderbandanlage errichtet.

Größter GIPO-Brecher im Einsatz
Der Steinbruch Rüti wurde von Beginn an mit einer GIPO-Brechanlage betrieben. In acht Jahren hat der 1195er-Anlagentyp eine Leistung von rund 10 000 Betriebsstunden erbracht. Wie Patrick Lussi, Abteilungsleiter für Hartsteinprodukte und die Inertstoffdeponie im Werk Stansstad der Müller-Steinag-Gruppe, erläutert, zeigte sich hier allerdings mit dem gesteigerten Abbau, dass dieser Anlagentyp seine Grenze im Mengenanfall erreicht hatte.

Die vom Steinbruchbetreiber erfolgte Evaluation einer Ersatzmaschine sah denn auch eine wesentliche Steigerung der Brechkapazität von 200 t/h auf 300 t/h vor. Hinzu kam das Kriterium einer größeren Steinaufgabe, um Einsatzstunden eines ­Hydraulikhammers am Bagger verringern zu können.


Konfiguration nach Kundenanforderungen
GIPO fertigt seine Anlagen in Einzelfertigung nach individuellen Bestelleranforderungen. Im Fall der Gipobac für den Steinbruch Rüti waren das insbesondere das Versetzen der Aufgabenhöhe des Trichters nach unten, eine Füllstandskontrolle der Aufgabe mit automatischer Abschaltung, die Verlängerung des Austragsbands, seitliche Laufstege und Podeste für die sichere Zugänglichkeit sowie ein Materialpolster beim Brecherauslauf auf das Förderband und eine Haube über die ganze Länge des Förderbands, ferner ein klappbarer Deckel für den Brechereinlass. Zudem ist die Anlage mit einem Hydraulikhammer auf dem Einlauftrichter ausgerüstet. Auch eine stärkere Auslegung der Antriebseinheit war vorgegeben. Dies nach der Überlegung, dass der gewählte Cat-Dieselhydraulikantrieb (C15 Acert – Stufe IIIB) mit 540 PS (403 kW) Leistung nur zur Hälfte belastet wird und dass sich damit eine wesentliche Treibstoffreduktion und eine längere Lebensdauer erreichen lassen sollten.

Wert wird auf die Sicherheit im Betrieb des Steinbruchs gelegt, der dank Fernsteuerung des Brechers durch zwei Mann erfolgen kann. Die ersten Erfahrungen der seit Mitte Mai in Betrieb stehenden Brecheranlage sind nach Angaben von Lussi sehr gut. Er erwähnt besonders die von Beginn an hohe Produktionsleistung pro Arbeitstag von bis zu 2 700 t.

Verwandte Artikel

Nach oben
facebook youtube rss