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Erfolgreiche Intermat für Bell Equipment - Bereit für den globalen Aufschwung

“Wir sind sehr zufrieden mit der Intermat 2018,” erklären Gary Bell und Leon Goosen, der scheidende und der zukünftige Vorstandsvorsitzende des weltweit aktiven Spezialisten für knickgelenkte Muldenkipper. Die Pariser Messe war die letzte internationale Großver-anstaltung vor der offiziellen Übergabe der Unternehmensleitung an Leon Goosen und der Ernennung von Gary Bell zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Bell-Gruppe, beides geplant zum 1. Juni 2018. „Wir wollten unser Engagement am weltweiten Muldenkipper-markt untermauern und dies ist uns in zahlreichen eingehenden Gesprächen mit Kunden und Partnern über die gesamte Messe gelungen,“ unterstreicht Leon Goosen.

Die Bell-Unternehmensspitze betont dabei insbesondere das große Interesse von franzö-sischen Kunden aus allen knicklenker-relevanten Branchen. „Wir konnten bestehende und zukünftige Kunden aus unserem Heimmarkt und den angrenzenden südeuropäi-schen Regionen begrüßen. Zusätzlich zu den zahlreichen und vielversprechenden Anfra-gen registrierten wir unter unseren Händlern und deren Kunden eine optimistische Ein-schätzung der Marktentwicklung,“ so Céline Gutierrez, Geschäftsführerin von Bell Equipment Frankreich. „Unsere hoch motivierten Mitarbeiter sind auf die steigende Nach-frage vorbereitet, gleichzeitig bauen wir unser Produktprogramm weiter aus, um auch für spezifische Anforderungen immer die richtige Lösung zu bieten.“


Aus der Nische in den breiten Markt

Das jüngste Beispiel, wie Bell Equipment Kundenbedürfnisse erkennt und sie in wettbe-werbsfähige Lösungen überträgt, sind die neuen knickgelenkten 4x4-Muldenkipper des Dumper-Spezialisten. Nach der erfolgreichen Einführung des Sechzigtonners Bell B60E vor zwei Jahren folgte in diesem Jahr der B30E 4x4. Auf der bewährten Basis des her-kömmlichen 30-Tonnen-Dreiachsers bietet der neue Zweiachs-Muldenkipper wichtige Vorteile für Anwender, die keine extremen 6x6-Geländeeigenschaften benötigen.

„Der B30E 4x4 ist die Alternative für kleinere Steinbrüche oder andere Betriebe der Ge-winnungs- und Baustoffindustrie. Ohne das typische ‚Radieren‘ der Hinterreifen eines Dreiachs-Knicklenkers auf hartem Untergrund, gewährleistet das 4x4-Konzept erhebliche Einsparungen im Reifenverschleiß“, erklärt Tristan du Pisanie, Bell-Produktleiter für knickgelenkte Muldenkipper. „Dabei verringert das seitliche Wegrutschen nicht nur die Lebensdauer der Reifen, es beeinträchtigt auch die Fahrweg-Oberfläche. Entsprechend ermöglicht der Zweiachser auch Einsparungen in der Strecken-Instandhaltung.“

„Dank des Allrad-Antriebs bewältigt der Bell B30E 4x4 zudem auch anspruchsvollere Fahrsituationen besser als herkömmliche Starrrahmenkipper, Baustellen-LKW oder Trak-tor-/Anhänger-Kombinationen. „Unsere 4x4-Kunden müssen den Betrieb nicht einstellen, nur weil es stärker regnet,“ unterstreicht du Pisanie, „und viele dieser B60E- oder B30E-Anwender konnten darüber hinaus ihre übliche Produktionssaison verlängern oder setzen ihre 4x4-Knicklenker im Abraum ein.“
Nach den positiven Kundenreaktionen auf den B60E und den B30E ergänzt Bell Equipment sein 4x4-Programm jetzt um den Bell B45E 4x4. Die Zweiachs-Version des B45E mit Zwillingsbereifung an der Hinterachse liefert alle Vorteile des 4x4-Konzepts für Nutzlasten über 40 Tonnen. „Damit bieten wir eine echte Alternative zu starren 4x2-Muldenkippern in mittleren bis großen Steinbrüchen oder Tagebauen.“

“Heute führen wir mit sieben Modellen von 18,0 bis 45,4 Tonnen Nutzlast das umfang-reichste Angebot an 6x6-Muldenkippern weltweit. Unsere neuen 4x4-Steinbruchmulden bieten eine spezielle Lösung für spezifische Kundenanforderungen und wir erwarten da-von ein größeres Volumen und eine gesteigerte Präsenz am Markt,“ so Tristan du Pisanie.

Bell investiert weltweit

Um der wachsenden Nachfrage nach Bell-Muldenkippern zu entsprechen, die sich 2017 in einer Steigerung der verkauften Fahrzeuge um +30% gegenüber 2016 ausdrückte, kündigt das Unternehmen größere Investitionen in seine weltweiten Produktions- und Kundendienst-Strukturen an.

So entsteht im europäischen Bell-Muldenkipperwerk Eisenach ein neuer 12.000-m²- Hal-lenkomplex für die Fertigung aller Muldenkörper für die Märkte der Nordhalbkugel. Das bedeutende Vorhaben soll mit Produktionsbeginn zum 2. Quartal 2019 abgeschlossen sein. „Wir beziehen den Großteil des hochwertigen Stahls unserer Muldenkörper aus Europa, deshalb optimieren wir entscheidend unsere Lieferlogistik und können noch fle-xibler auf Kundenanforderungen reagieren,“ erklärt Tristan du Pisanie die Entscheidung, die keinerlei Auswirkungen auf die Kapazitäten im südafrikanischen Bell-Hauptwerk Richards Bay haben wird. „Wir verzeichnen einen Aufschwung in allen Muldenkipper-märkten weltweit. Als Lieferant stellen wir uns darauf mit kurzen Lieferzeiten und einer hohen Verfügbarkeit aller unserer Baureihen ein,“ unterstreicht du Pisanie. Dafür sorgt kurzfristig auch die Einführung der Doppelschicht-Produktion in Eisenach bereits ab Mitte dieses Jahres, um der gestiegenen Nachfrage zu entsprechen.

Eine weitere wichtige Investition ist der Aufbau des amerikanischen Logistikzentrums (ALC). Angesiedelt in North Carolina, wird der neue Standort das expandierende Bell-Vertriebsnetz und die schnell wachsende Muldenkipper-Population in Nordamerika be-treuen. Das ALC kooperiert dabei eng mit dem Europäischen Logistikzentrum in Deutsch-land und der weltweiten Teile-Drehscheibe im südafrikanischen Johannesburg.

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