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Brigade Elektronik: Gefahrenerkennung für Baufahrzeuge

Brigade Elektronik hat mit dem Back­sense-Network-Radarsystem einen CAN-Bus-Radar entwickelt, der auf der diesjährigen Bauma vorgestellt wird. Er soll eine Rundumüberwachung von Arbeitsmaschinen mit bis zu acht Radarsensoren garantieren und kann über die Integration in das Netzwerk des Fahrzeugs bei einer Gefahr aktiv in den Betrieb eingreifen und die Bewegung notfalls stoppen. Die jeweiligen Reaktionen des Fahrzeugs werden via CAN-Controller individuell programmiert und konfiguriert.

Die Radartechnologie verfügt über eine hohe Reichweite und gilt gegenüber Schmutz als besonders unempfindlich. »Daher empfehlen wir für die Bauwirtschaft eine Radarlösung mit CAN-Bus-Technik, die auch unter widrigen Arbeitsbedingungen – wie starkem Schneefall oder dichten Staubwolken – die Verkehrssicherheit garantiert«, sagt John Osmant, Managing Director bei Brigade Elektronik.

Das Backsense-Network-Radarsystem von Brigade ist für Spezial- und OEM-Anwendungen in der Baubranche entwickelt worden und soll Fahrzeugschäden sowie Kollisionen minimieren, wie auch den Fahrer über den Abstand zwischen Fahrzeug und Hindernissen informieren, ob beweglich oder stationär. Das System auf Basis von Radartechnologie widersteht mechanischem Schock bis 100 G und ist für eine Betriebstemperatur von – 40 °C bis + 85 °C ausgelegt.

Bis zu acht Sensoren

Für die neue Radarlösung von Brigade wird der CAN-Bus direkt in das Netzwerk des Fahrzeugs integriert und mit bis zu acht Sensoren verbunden. Mithilfe der FMCW-Radartechnologie (Frequency Modulated Continuous Wave) bietet es eine Objekterkennung im CAN-Nachrichtenformat, das einfach verarbeitet werden kann. Jeder Sensor erhält eine eindeutige ID und sendet die erfassten Daten für bis zu acht Objekte, die dem Fahrzeug am nächsten liegen. Das System verfügt dabei über einen Erfassungsbereich von bis zu 30 m x 10 m. »Die Backsense-Network-Radarlösung hat Zugriff auf sämtliche Steuerungsfunktionen des Fahrzeugs«, erläutert Osmant. »Dadurch ist es individuell für jedes Einsatzgebiet einstellbar und kann beispielsweise in die Bewegung eines Baggers eingreifen, ihn stoppen und eine Kollision verhindern.«


Umfassende Informationen

Die Programmierung des CAN-Controllers wird vom Anwender selbst vorgenommen. »Unser Kunde erhält von uns umfassende Informationen über die Möglichkeiten des CAN-Radars wie beispielsweise die Anzahl der verwendbaren Sensoren und die Art der ermittelten Informationen«, so Osmant.

Das Backsense-Network-Radarsystem kann etwa spezifisch auf die gewünschte Reichweite und die entsprechende Reaktion des Fahrzeugs bei unterschiedlichen Situationen konfiguriert werden. Um die Programmierung zu unterstützen, steht ein eigenes Modul zur Fehlersuche zur Verfügung.

OSD-Ergänzung mit akustischem und optischem Warnsystem

Sollte ein vorhandenes Sicherheitssystem nachgerüstet werden und ein Display in der Kabine gewünscht sein, können die ermittelten Sensorendaten per On-Screen-Display auf einem Monitor in der Fahrerkabine dargestellt werden. »Auf diese Weise ist das OSD eine optimale Ergänzung für jedes Kamera-Monitor-System«, erläutert Osmant. Die Sensoren sammeln kontinuierlich Informationen und warnen den Fahrer mithilfe eines fünfstufigen akustischen und optischen Anzeigesystems. Hier wird die Nähe der Gefahrenzone mit einer farblichen Markierung dargestellt.     §

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