FUHRMANN: Mehr Nutzlast dank Bordwänden aus »Hardox«-Verschleißblech

Bereits im Jahr 1976 produzierte Fuhrmann seine ersten Ladebordwände aus profiliertem Stahl. Es ersetzte das damals übliche Holz als Werkstoff im Fahrzeugbau. Der im österreichischen Drasenhofen ansässige Hersteller liefert seine Stahlbordwände heute weltweit an viele namhafte Anhänger- und Nutzfahrzeugproduzenten.

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Zuerst in 4 mm Blechstärke und für den schweren Einsatz vorgesehen, schlugen wir unseren Kunden vor, Hardox-Verschleißblech einzusetzen«, berichtet Inhaber Franz Fuhrmann. »Ab 2008 wurden dann die ersten Stahlbordwände aus Hardox-400-Bandblech hergestellt und ausgeliefert.«

Besonders beim schweren Einsatz im Recycling oder auf Baustellen, also überall, wo der Stahlbau mit Schüttgut wie Kies, Bauschutt, Schrott, Glasgranulat oder beispielsweise Bodenaushub in Kontakt kommt, setzte sich Hardox-Verschleißblech als Lösung auch für die Bordwände durch. Im Ladeboden wurde Hardox-Verschleißblech bereits weit früher eingesetzt und gilt als praktischer Standard, wenn es um den Transport von Schüttgut geht.

»Um auch dünnwandigere und trotzdem hochverschleißfeste Bordwände herstellen zu können, setzte man bald darauf auch 2,5 mm und 3 mm starke Hardox-450-Bandbleche zur Herstellung von Bordwänden ein«, berichtet Michael Glaser, Regional-Manager SSAB für Österreich. Bei gleicher Stabilität und Verschleißfestigkeit lasse sich so das Eigengewicht der Bordwände gegenüber Standardblechen um gut 37 % reduzieren. Anwendern steht damit mehr Nutzlast innerhalb des zulässigen Fahrzeuggesamtgewichts zur Verfügung.

CO₂-Abdruck bereits in der Produktion senken

Die manuelle Handhabung beim Ab- und Zuklappen der nun leichteren Bordwände ist zudem im Alltag deutlich einfacher. Bei unvermeidlichen Leerfahrten der Fahrzeuge wird zudem weniger Masse bewegt, was auf Sicht zu einer Kraftstoffeinsparung beim Motorfahrzeug führt. Mit der Verringerung des Eigengewichts der Stahlkonstruktion im Vergleich zum Einsatz von Standardstahl verringert sich zusätzlich der CO₂-Abdruck schon im Produktherstellungsprozess.


Das Profil der Bordwände gestaltet Fuhrmann auch nach Kundenwunsch und liefert dann, als Option, einbaufertige Elemente, einschließlich Scharnieren und Verschlüssen. »Wir sind von der hohen Ebenheit und der Maßhaltigkeit bei den Materialstärken der Hardox-Bandbleche sehr angetan. Das spricht für eine hohe Qualität bereits bei der Blechherstellung«, lobt Fuhrmann das Material.

Bordmatik ist eine weitere Fuhrmann-Innovation. Hydraulikzylinder unterstützen dabei die Bordwände beim Auf- und Zuklappen, ohne dass der Fahrer aussteigen muss, einfach und schnell. Die Lackierung der Bordwände übernimmt auf Nachfrage der belieferte Fahrzeughersteller selbst.

Für den regionalen Markt stellt Fuhrmann komplett selbst gefertigte Anhänger für die Landwirtschaft und Transportfahrzeuge für den Wein- und Obstbau her. Das hat Tradition und reicht bis 1856 zurück, wo sich nun über sechs Generationen hinweg aus der damaligen Dorfschmiede in Steinebrunn ein moderner Familienbetrieb entwickelt hat, der heute rund 160 Mitarbeiter zählt. Die Stahlbordwände sowie Kipper- und Sonderfahrzeuge bis maximal 32 t Gesamtgewicht werden in mehr als 30 Länder exportiert.    t

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