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VEI: Beim Heben gleich dynamisch wiegen

Mit Neigungssensoren an der Kabine, am Ausleger sowie an Stiel und Löffel steht die Baggerwaage Helper XE des italienischen Wägesystemspezialisten VEI für höchste Genauigkeit bei der Berechnung des Gewichtswerts, der in erster Linie über den Öldruck der Hubhydraulik ermittelt wird. Die Sensoren sind per CAN-Bus verbunden, was die Verkabelung auf ein Minimum reduzieren hilft und eine Fehlersuche samt entsprechender Diagnose erheblich vereinfachen kann. Wie bei den VEI-Wägesystemen und -Komplettlösungen für Schaufellader, Bagger, Teleskoplader, Gabelstapler oder auch Dumper sollen Robustheit und Zuverlässigkeit sowie eine intuitive Bedienung zu den besonderen Merkmalen der auf der letzten Bauma im Jahr 2016 vorgestellten Helper XE zählen.

Die Helper XE kann an verschiedene Einsatzbedingungen angepasst werden: Wenn der Bagger beispielsweise auf der Sohle steht und einen tiefer stehenden Lkw belädt, ist das Ladeverhalten ein anderes als wenn Bagger und Lkw auf dem gleichen Niveau stehen, von dem das Material abgetragen wird. Für diese unterschiedlichen Bedingungen können unterschiedliche Kalibrierkurven angelegt werden, die der Benutzer einfach auswählen kann.

»Mit einer Baggerwaage lässt sich aber nicht nur effektiv ›auf den Punkt‹ eine Überladung vermeiden, sie bietet sich auch als Management-Tool an«, betont Volker Augustin als Geschäftsführer der deutschen VEI GmbH. So lassen sich die Umschlagsmengen auf Großbaustellen ebenso dokumentieren wie beispielsweise die Mengen, die bei der Bestückung von Brechern oder Siebanlagen eingebracht werden. Die Messgenauigkeit der Helper XE gibt das Unternehmen mit ± 2,5 % oder besser an.

Ladevorgänge per Bedienercode zuordnen

»Mit der integrierten Datenaufzeichnung der Helper XE und der Möglichkeit, diese per USB-Stick auszulesen, steht Unternehmern ein weiteres Management-Tool zur Verfügung«, wie Augustin betont. Dafür muss sich beim Einschalten der Waage der jeweilige Bediener per »Bedienercode« mit einem Passwort anmelden. Dadurch lässt sich jedem Ladevorgang zuordnen, wer diesen durchgeführt hat. Auch für den Fahrer kann diese vermeintliche Kontrolle eine positive Maßnahme darstellen; schließlich kann er zweifelsfrei belegen, dass er »gute Arbeit geleistet« hat.

Weil auch die Anzahl der Ladespiele sowie auf Wunsch ebenso die Tonnage jedes Ladespiels mit sekundengenauem Zeitstempel dokumentiert wird, lässt sich mitunter ebenso ermitteln, ob ein eingesetzter Bagger – manchmal auch nur der eingesetzte Löffel – tatsächlich die optimale Lösung für den Einsatzfall darstellt oder ob Handlungsbedarf zur weiteren Optimierung des Warenflusses besteht.

»Weil alle Daten auf dem USB-Stick im csv-Format ausgegeben werden, ist für das Auslesen keine zusätzliche Software nötig; auch die Probleme, die nach Updates von Betriebssystemen bestehen, gehören damit der Vergangenheit an. Die Kompatibilität der Wägedateien wird durch derartige Upgrades nicht angetastet«, unterstreicht Volker Augustin.­


Vielfältiges Portal ipotweb

Zur weiteren Optimierung der Dokumentation bietet sich eine drahtlose Verbindung zum Portal ipotweb an, über das der Betreiber jederzeit alle Bewegungen in Echtzeit verfolgen kann; automatisierte Berichte per E-Mail zählen ebenso zum Leistungsumfang. Dank der bidirektionalen Datenübertragung können Stammdaten vom PC an die Waage übertragen werden und umgekehrt. Als weiteren Pluspunkt nennt VEI die Möglichkeit, Aufträge am PC zu generieren und automatisch an die Waage zu senden. Damit muss der Bediener nur das Kennzeichen eines ankommenden Lkw eingeben, die anderen relevanten Daten werden automatisch geladen. Nach Abschluss des Ladevorgangs werden die Wägedaten an ipotweb übermittelt. So ist eine deutliche Zeit- und somit Kostenersparnis sichergestellt.

Zusätzlich zum Portal ipotweb bietet VEI mit ipotap eine App für Android- und iOS-Smartphones zur mobilen Kontrolle der Produktions-und Verkaufsprozesse an.

»Blinde« Bedienung zählt in der Praxis

»Eine übersichtliche Menüführung, ein gut ablesbares Farbdisplay sowie eine beleuchtete Tastatur sind Teil des Bedienkonzepts der Helper XE«, sagt Volker Augustin. Haptische Tasten böten zudem den Vorteil, dass die Waage nach einer kurzen Eingewöhnungszeit »blind« bedient werden kann.

VEI hat die Stoßempfindlichkeit der Helper XE bis zu einer Fallbeschleunigung von 40 G getestet. Darüber hinaus wurde das Konzept, eventuelle Störungen durch die Eigendiagnosemöglichkeiten der Waage zu lokalisieren, weiter verfeinert. So erfolgen Fehlermeldungen meist vollautomatisch und im Klartext oder ein Anruf bei der kostenlosen Hotline sorgt im Dialog für eine schnelle Diagnose und damit letztlich für schnellen und effektiven Service.    tü  §

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