SEPPI M.: Mit Bodenaufbereitung den Erdrutsch vergessen machen

Im August 2017 kam es im Schweizer Kanton Graubünden zu einem schweren Erdrutsch. In Bergell, einem italienischsprachigen Gebiet des Kantons, hatten sich 3 Mio. m3 Gestein vom Pizzo Cengalo gelöst und waren auf den tiefer liegenden Gletscher geprallt. Binnen weniger Augenblicke pulverisierte der Erdrutsch das Eis und bildete eine wachsende Masse, die – angereichert mit Felsbrocken und Steinen – talwärts stürzte und im Talboden des Val Bondasca im Dorf Bondo endete. Der Bergsturz forderte acht Tote und verursachte an Häusern und Boden Schäden in Höhe von 35 Mio. Euro. Die damals betroffene Talfläche musste wieder mühsam von den Geröllmassen befreit werden. Für die Bodenaufbereitung mit im Einsatz war eine Supersoil-Anbaumaschine des in Südtirol beheimateten Herstellers Seppi M.

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Neben der menschlichen Tragödie hinterließ der Felssturz auch eine tiefe Wunde im Val Bondasca, wo es nicht mehr möglich war, das Land zu bewirtschaften. »Ein Eingriff war notwendig. Es war entscheidend, über qualitativ hochwertige, zuverlässige und technisch hochentwickelte Mittel zu verfügen, um das Material zu beseitigen und den Boden erneut urbar zu machen«, erklärt Joachim Flura, der im Tal mit seinem Fendt-Traktor Typ 936 und einer am Heck angebauten Seppi-Super­soil im Einsatz ist. Seine Aufgabe dabei: eine 4 ha große und mit Steinen bedeckte Fläche rekultivierbar zu machen. Die Supersoil sorgt für einen ausgewogenen Wasserhaushalt und bereitet den Boden darauf vor, eine Humusschicht aufzunehmen, damit Wiesen und Felder wieder wachsen und blühen können.

Die durch den Erdrutsch ins Tal beförderten Granitbrocken werden nach und nach in kleine Stücke gebrochen: »In einer ersten Phase werden die anfänglich 20 cm großen Stücke bis auf maximal 4 cm oder 5 cm zerkleinert. Bei dieser Größenordnung können wir davon ausgehen, dass unser Problem langsam, aber sicher gelöst wird«, sagt ­Flura.

Auch Felsblöcke von 40 cm Durchmesser lassen sich auf Feinboden reduzieren – dank einer Fräse aus verschleißfestem Material, dem Rahmengestell mit austauschbaren Platten und einem Rotor der neuesten Generation mit »Super Mono Protect«- und »Super Mono Extreme«-Werkzeugen plus Wolframcarbid-Einsätzen sowie hochfestem Spezialstahl.

Auch unter derart schwierigen Bedingungen wie in Graubünden arbeitet die Supersoil dank des Ausrichtungssystems ADAM sicher, das den Nebenabtrieb (Zapfwelle) in verschiedene Richtungen moduliert und die Maschine dadurch besonders wendig macht.


ADAM erlaubt für eine optimale Anpassung an den Boden die hydraulische Neigung des Steinbrechers unter Beibehaltung der Winkel der Kardanwelle. Dabei werden der Kardanantrieb und die Zapfwelle des Traktors vor den Belastungen durch die Unebenheiten des Bodens geschützt, selbst wenn diese wie in diesem Fall sehr ausgeprägt sind.

Wenig Verschleiß

»Nach Überdeckung des Bodens mit Humus bearbeiten wir ihn erneut mit der Supersoil, um den Boden zu zerkleinern und zu vermischen und damit die Arbeiten abzuschließen. Nach drei Monaten intensiver Nutzung der Maschine war ich beeindruckt, wie wenig Verschleiß die Komponenten beeinträchtigt hat. Und jedes Mal, wenn wir ein Werkzeug auswechseln mussten, stellten wir verblüfft fest, wie einfach die Bedienung der Fräse ist«, betont Joachim Flura. Er arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit Seppi-Produkten »und ich muss sagen, dass ich immer auf höchste Qualität und Zuverlässigkeit setzen konnte«. Auch habe der Hersteller aus Kaltern jedem Anliegen große Aufmerksamkeit und viel Verständnis geschenkt. Diese Fähigkeit sei dann auch oft in Innovationen für die Maschinen umgesetzt worden.     t

Firmeninfo

SEPPI M. AG

Handwerkerzone 1
39052 Kaltern an der Weinstraße (Südtirol)

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