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Rädlinger primus line GmbH Sanierung von Abwasserdruckleitungen

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Rädlinger primus line

Die Kanalisation gehört sicherlich zu den bedeutendsten Errungenschaften der modernen Zivilisation. Viele Kanalsysteme sind jedoch sanierungsbedürftig. Dabei stellt vor allem die Sanierung von Abwasserdruckleitungen Städte und Gemeinden vor zahlreiche Herausforderungen. Eine passgenaue Lösung dafür bietet das grabenlose Sanierungsverfahren.

Es ist sicherlich nicht allen bewusst, wie und auf welchem Weg das Abwasser in die Kläranlage gelangt und welcher Aufwand zur Reinigung nötig ist. Tritt jedoch eine Störung auf, sind von deren Auswirkung in der Regel oft alle betroffen. Leckagen in diesem Bereich müssen schnell eliminiert werden, denn das Sickerwasser aus undichten Abwasserdruckleitungen birgt das Risiko der Umweltschäden sowie die Beeinträchtigung von Verkehrs- und Gebäudesicherheit. Damit verbunden sind erhebliche Kosten. Aus diesem Grund zählen Abwasserdruckleitungen auch zur kritischen Infrastruktur der Betreiber.

Schwer zugängliche Leitungen

Zu sanierende Abwasserdruckleitungen sind allerdings häufig schwer zugänglich. Sie verlaufen im dicht besiedelten Innenstadtbereich, in ökologisch wertvollen oder gar geschützten Gebieten, unter Flüssen, Gleisen oder Hauptstraßen. Diese Leitungen im Sanierungsfall außer Betrieb zu nehmen, ist aufwendig. Vorrangig für Betreiber ist deshalb eine kurze Bauzeit und schnelle Wiederinbetriebnahme. Neue Abwasserdruckleitungen sind im Regelfall bereits redundant ausgelegt, um bei einem Ausfall oder einer Reparatur den Abwassertransport aufrechterhalten zu können. Bei älteren Leitungen ist dies nicht der Fall. Dann muss das Abwasser während einer Sanierung normalerweise abgepumpt und mit Lkw in die Kläranlage transportiert werden.

Störungen bei Druckleitungen kommen durch externe oder interne Korrosion zustande sowie mechanische Defekte, wie etwa undichte Verbindungsstücke oder Längsrisse. In vielen Fällen kann die Leitung noch der Verkehrslast standhalten, nicht mehr aber der Innendrucklast. Eine Sanierung mit anderen grabenlosen Methoden kommt für die Betreiber häufig nicht infrage: Deren Ausführung erfordert mehr Zeit, die Installationslängen sind begrenzt und Bögen nur eingeschränkt durchfahrbar. Angesichts dieser Herausforderungen nutzen Betreiber von Abwasserdruckleitungen für Sanierungen immer öfter Lining mit eingezogenen Schläuchen. Dabei verbleibt ein Ringraum zwischen Liner und Altrohr.

Grabenlose Sanierung

Aufgrund seiner Produkteigenschaften ist Primus Line von Rädlinger nach eigener Aussage prädestiniert für den Einsatz zur Sanierung von Abwasserdruckleitungen. Das System besteht aus Liner und speziell entwickelten Verbindern. Der dreischichtige Aufbau des Liners – Innen- und Außenschicht aus Polyethylen (PE) oder Thermoplastischem Polyurethan (TPU), dazwischen eine Verstärkungsschicht aus Aramidfasern – machen diesen flexibel und gleichzeitig extrem zugfest. Dank seiner Flexibilität kann er im Leitungsverlauf standardmäßig Bögen von bis zu 45° passieren.


Da Abwasserdruckleitungen meist keine Abgänge besitzen, sind große Einzugslängen erforderlich. Primus Line erreicht hier bis zu 2 500 m am Stück. Die Installation von Liner und Verbindern erfolgt über kleine Baugruben, üblicherweise an Start- und Endpunkt des zu sanierenden Abschnitts. Auch bestehende Schächte können für den Liner-Einzug genutzt werden. Dadurch entstehen nur geringe Auswirkungen auf die Umwelt – Verkehr kann weiter fließen oder geschützte Naturflächen werden kaum berührt. Die Einzugsgeschwindigkeit von bis zu zehn Metern pro Minute verkürzt die Gesamtinstallationszeit auf ein Minimum. Nach Montage der Verbinder und erfolgreicher Druckprüfung kann die Leitung wieder ans Netz.

Sollte es für die Betreiber aus Zeit- und Kostengründen nicht möglich sein, die Abwasserdruckleitung für eine befristete Zeit außer Betrieb zu nehmen, bietet das Unternehmen eine weitere Lösung: Als temporärer Bypass kann Primus Line Overland Piping eingesetzt und hinterher wiederverwendet werden.

Geprüfte Qualität

Sicherheit ist beim Transport von belastetem Wasser wichtig. Die Rädlinger primus line GmbH verspricht bei Sanierungen eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren für ihr System aus Liner und Verbindern und untermauert diese Aussage durch strenge Qualifizierungsprüfungen, wie etwa zyklischen Belastungs- oder Abrasionstests. Beim Belastungstest in Anlehnung an die Norm ISO 15306 wird auf den zu testenden Liner und die Verbinder eine zyklische Belastung von 75 bis 125 % des maximalen Betriebsdrucks aufgebracht, um deren Auswirkung auf den Berstdruck zu überprüfen. Das Ergebnis nach einer Million freier Zyklen: Ein Effekt der wechselnden Innendruckbelastung auf den Berstdruck ist nicht nachweisbar. Das Material zeigte nach diesem Test keinerlei Alterungserscheinungen.

Beim Abrasionstest wird in Anlehnung an die Norm DIN EN 295, Anlage 1, dem sogenannten Darmstädter Verfahren, ein Gemisch aus Wasser und Materialien unterschiedlicher Körnung auf der Liner-Innenschicht hin- und herbewegt. Dazu wird eine Halbschale des zu testenden Liners in einer Kipprinne befestigt. Auch hier ist das Ergebnis nach 600 000 Zyklen überzeugend: Die aus Polyethylen bestehende Innenschicht des Primus Liners ist abriebfest.

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