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Metso übernimmt McCloskey und strebt Fusion mit Outotec an

Für 279 Mio. Euro will das finnische Unternehmen Metso den kanadischen Brech- und Siebspezialisten McCloskey übernehmen. Metso Minerals mit Sitz in Tampere gilt als einer der größten Hersteller von Maschinen und Anlagen zur Gewinnung und Aufbereitung mineralischer Rohstoffe sowie von Bau- und Abbruchabfällen. Darüber hinaus strebt Metso bis Mitte 2020 eine Fusion mit dem ebenfalls finnischen Unternehmen Outotec an, einem Anbieter von Technologien und Dienstleistungen für metall- und mineralverarbeitende Industrien. Gleichzeitig ist eine Ausgliederung des Flow-Control-Segments von Metso unter dem Namen Neles geplant. Die zu Metso Outotec fusionierten Unternehmen einschließlich McCloskey würden mit einem Jahresumsatz von rund 4,2 Mrd. Euro zum Mitbewerber Sandvik Mining and Rock Technology aufschließen.

Mit der McCloskey-Übernahme will Metso sein Angebot in der Zuschlagstoffindustrie weltweit erweitern und die Kundenreichweite insbesondere für Generalunternehmerkunden stärken. Metso erwartet, dass der Markt für mobile Zuschlagstoffe bis 2023, angetrieben durch den Verkehrswegebau, jährlich um 4 % bis 6 % wachsen wird. Mit der Übernahme will sich Metso stärker am Wachstum mo­biler Produkte innerhalb der Zuschlagstoffindustrie partizipieren.

»Diese Übernahme stärkt unser Zuschlagstoffgeschäft in wichtigen Wachstumsbereichen. Die verschiedenen Zyklen von Zuschlagstoffen gleichen unser bisher stärker auf den Bergbau ausgerichtetes Mineralienportfolio gut aus«, sagt Pekka Vauramo, President und CEO von Metso.

Unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden

»Kunden in den Bereichen Zuschlagstoffe und Bauwesen haben unterschiedliche Geschäftsanforderungen. Diese Akquisition unterstützt unsere Expansionspläne, Kunden über mehrere sich ergänzende Kanäle und Angebote anzusprechen, um ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden«, ergänzt Markku Simula, President des Geschäftsbereichs Aggregates Equipment von Metso. »Für die Zukunft plant Metso, die McCloskey-Marken und Vertriebskanäle unabhängig vom Metso-Kanal weiterzuentwickeln. Die Synergien sind neben der Beschaffung vor allem umsatzbezogen, was sich aus dem breiteren Angebot für beide Kanäle sowie aus zusätzlichen Brechan­lagen, Service- und Verbrauchsma­terialverkäufen ergibt«, so Simula weiter.


Im Geschäftsjahr bis Ende September 2018 erzielte McCloskey einen Proforma-Umsatz von umgerechnet rund 308 Mio. Euro und eine Proforma-EBITDA-Marge von 10,3 %. Es wird erwartet, dass sich die Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren auch 2019 fortsetzen wird. Der Umsatz des ­Unternehmens im Geschäftsjahr bis Ende September 2019 soll bei mehr als rund 330 Mio. Euro liegen. McCloskey beschäftigt ca. 900 Mitarbeiter in Kanada, den USA und Nordirland. Der finnische Industriekonzern Metso nannte vor der ­Fusionsankündigung mit Outotec 14 000 Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern und in den Branchen Bergbau, Gesteinsindustrie, Öl und Gas, Papier und Zellstoffe sowie Recycling. Metsos Umsatz im Jahr 2018 betrug rund 3,2 Mrd. Euro (ohne Flow Control 2,6 Mrd. Euro).

»Noch bessere Lösungen für unsere Kunden schaffen«

»Wir sind stolz auf das erzielte Wachstum in einem wettbewerbsintensiven Markt. Ich weiß, dass der Beitritt zu Metso der richtige Schritt für alle unsere Kunden, Mitarbeiter, Händler und Geschäftspartner ist. Die Kombination aus unserem einzigartigen Fokus auf Produkte und Mitarbeiter und den globalen Ressourcen von Metso wird dazu beitragen, noch bessere Lösungen für unsere Kunden zu schaffen«, sagt Paschal McCloskey, Gründer, Präsident und CEO von McCloskey. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigungen. Der Abschluss soll im 4. Quartal 2019 erfolgen.    tü  t

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