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Komatsu: Das Warten hat ein Ende: »WA100-8« feiert Premiere

Von Michael Wulf

Im Zentrum der Neuvorstellungen auf der GaLaBau (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 9/18, Seite 42) stand bei Komatsu der Kompaktradlader WA100-8 mit einem Betriebsgewicht von 7,2 t.

»Zu seinen Alleinstellungsmerkmalen zählt vor allem das Verhältnis von Betriebsgewicht zur Schaufelgröße«, betonten Marco Maschke, Leiter des Deutschlandbüros von Komatsu Europe International, und Sebastian Zienau als der für die Entwicklung des Radladers zuständige Produktmanager im Gespräch mit dem bauMAGAZIN. »Obwohl der WA100-8 weltweit vertrieben wird, haben wir ihn im Komatsu-Werk in Hannover hinsichtlich der Anforderungen in Europa entwickelt, und dabei speziell für den deutschen Markt.«

Der neue Kompaktradlader ermöglicht laut Sebastian Zienau aufgrund der hochwer­tiger Serien‐ sowie neuer Sonderausrüstungen kraftsparende und kosteneffiziente Einsätze, egal ob auf Baustellen, in der ­Recyclingindustrie oder in der Landwirtschaft. Dank des hydraulischen Schnellwechslers, der Easy‐Fork‐Kinematik und zahlreichen Anbaugeräten »ist der WA100M‐8 eine äußerst zuverlässige und vielseitige Maschine«. Dabei baue der neue WA100M‐8 auf das robuste und bei den Kunden äußerst beliebte Vorgängermodell WA100M‐7 auf. »Leider mussten unsere Kunden fast ein Jahr lang auf ­dieses neue Modell warten, nachdem das Vorgängermodell ausverkauft war«, so Marco Maschke. »Dementsprechend hoch ist jetzt auch die Zahl der Vorbestellungen für den WA100-8.«

Geringerer Kraftstoffverbrauch

Das Betriebsgewicht des neuen WA100M‐8 liegt bei 7 200 kg. Der Komatsu SAA4D94LE‐3‐Motor gemäß EU-Stufe IV ist mit einer Nettomotorleistung von 70 kW (95 PS) ebenfalls leistungsstärker und liefert auch im niedrigen Drehzahlbereich ein hohes Drehmoment. Der vollautomatische hydrostatische Antrieb überträgt die Kraft auf alle vier Räder. »Trotz hoher Zugkraft, hervorragender Losbrechkraft, großer Hub‐ und Ausschütthöhe sowie Kraftreserven für schwierigste Bodenbedingungen«, so Sebastian Zienau, sei der Kraftstoffverbrauch geringer. Zudem könne der Fahrer mithilfe der Easy‐Fork‐Kinematik Lasten auf der Palettengabel parallel zum Boden transportieren, ohne nachsteuern zu müssen. Das Abgasnachbehandlungssystem bietet einen integrierten Dieselpartikelfilter (DPF) und ein SCR-Modul zur selektiven katalytischen Reduktion. Mithilfe von Adblue könne der Ausstoß von NOx um bis zu 80 % reduziert werden, wodurch auch die Belastung für Fahrer und Menschen in der Umgebung gesenkt werde. Somit eigne sich der WA100M‐8 ideal für Einsätze in Gebäuden. Für ­gesteigerte Vielseitigkeit steht optional eine gesteigerte Fahr­geschwindigkeit (40 km/h) zur Verfügung sowie die neue High‐Flow‐Hydraulik, eine neue höhenverstellbare Anhängevorrichtung und neue dritte und vierte Hydrauliksteuerkreise am Heck der Maschine.


Dieselpartikelfilter erst nach 6 000 Stunden reinigen

Das DPF‐Reinigungsintervall von 6 000 Stunden sorgt laut Sebastian Zienau dafür, dass in der Regel in den ersten zehn Jahren keine Wartung erforderlich ist. Die optimierte 1,3-m³-Erdbauschaufel ermögliche durch den verlängerten Schaufelboden, die neue Form der Rück‐ und Seitenwände sowie Modifikationen am Überlaufschutz ein besseres Eindringverhalten und ein einfacheres Befüllen. So könnten Fahrerkomfort, Produktivität und Kraftstoffeffizienz gesteigert werden. Der Kompaktradlader habe, so Zienau weiter, eine hohe Stabilität dank seines niedrigen Schwerpunkts und hervorragender Rundumsicht aufgrund seiner kompakten Abmessungen und der neuen Motorhaube.

Das neue Breitbild‐Monitorsystem mit seinem großem TFT‐LCD‐Farbdisplay unterstützt insgesamt 13 Sprachen. Der PPC‐Multifunktionshebel ist optional auch mit elektronischer Vorsteuerung (EPC) für die dritte und vierte Hydraulikfunktion verfügbar.

Die optionale Klimaanlage und der ECSS‐Laststabilisator sollen zudem zu noch höherem Komfort und mehr Einsatz­sicherheit beitragen.    ß

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