Infrakit Group Oy Kartenbasierte Zusammenarbeit im Tief- und Infrastrukturbau

Innerstädtische Infrastrukturprojekte sind organisatorisch anspruchsvoll: Viele Beteiligte arbeiten parallel, Planstände ändern sich häufig und Informationen liegen oft in getrennten Systemen vor. Aus diesem Grund nutzt das in Stuttgart beheimatete Familienunternehmen Wolff & Müller »Infrakit« in der Bauausführung als zentrale Lösung. Als kartenbasierte Cloud-Plattform für digitales Baumanagement im Tief- und Infrastrukturbau verbindet die Anwendung Teams, Maschinen und Projektdaten in Echtzeit – herstellerübergreifend und systemunabhängig. Alle Beteiligten greifen damit auf denselben aktuellen Datenstand zu, wie etwa bei einem Bauprojekt in Dresden.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Infrakit Group Oy

Die Wehlener Straße im Dresdner Stadtteil Tolkewitz wurde von 2024 bis 2025 auf rund 1,9 km grundhaft erneuert, um die Schäden durch das Hochwasser von 2013 zu beheben. Neben neuen Fahrbahnen entstanden Gleisanlagen, barrierefreie Haltestellen sowie sichere Rad- und Gehwege. Gleichzeitig wurden Abwasser-, Trinkwasser-, Gas-, Strom- und Kommunikationsleitungen erneuert. Das 40-Mio.-Euro-Projekt realisierte die Arge Wehlener Straße Los 1 mit den Firmen Wolff & Müller Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG (Niederlassung Dresden), Eurovia Verkehrsbau GmbH (Niederlassung Dresden) und Strabag AG Direktion Sachsen/Thüringen (Bereich Ostsachsen, Gruppe Dresden). Zur Gewährleistung reibungsloser Abläufe wurden dazu in »Infrakit« Planungsmodelle, Vermessungsdaten, Baustellendokumentationen sowie Daten aus der 3D-Baggersteuerung zusammengeführt. Dadurch ließen sich u. a. Planversionen und Abstimmungsaufwände reduzieren, da Änderungen für alle nachvollziehbar bereitstanden. Ergänzend dazu lieferten Drohnen aktuelle Orthofotos zur Baufortschrittskontrolle. Poliere und Bauleitung dokumentierten die Leistungen per App mit Fotos und Georeferenz. Auffälligkeiten wurden damit sofort sichtbar und Abstimmungen konnten ohne Zeitverlust erfolgen. Darüber hinaus haben auch Bauherren und Versorger profitiert: Fortschrittsberichte und Nachweise ließen sich strukturiert erstellen, Zuständigkeiten wurden transparent und Risiken früh erkannt. Die Dokumentation unterstützte die Abrechnung und Nachweisführung. Das Projekt zeigt, dass eine digitale Datenbasis notwendige Abstimmungen vereinfacht und die Transparenz erhöht.

[21]
Socials