Aktuelles Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton)

GEDA: Aufzug zum Schlossgeist

Am südlichen Glockenturm des Renaissanceschlosses in Neuburg an der Donau ist eine umfassende Renovierung nötig, denn die Spitze des kleinen Turms neigt sich gefährlich zur Seite. Eine Transportbühne des Herstellers GEDA-Dechentreiter unterstützt die Sanierungsarbeiten.

Die Schlossanlage, die von Pfalzgraf Ottheinrich im Jahr 1527 zur Residenz des Fürstentums Pfalz – Neuburg umgebaut wurde, blickt auf eine lange Geschichte zurück, der nagende Zahn der Zeit macht Renovierungen immer wieder notwendig. Der Blick auf den Glockenturm des Südflügels ist derzeit durch eine Gerüstkonstruktion verhüllt. Bei genauem Hinsehen kann man erkennen, dass sich die sogenannte Laterne, in der die Turmglocken hängen, deutlich in westliche Richtung neigt. Die Experten gehen davon aus, dass dieser Zustand wohl der Konstruktion des kleinen Bauwerks, vor allem der Verblechung über der Turmuhr, geschuldet ist. Über die Jahre hatte sich Schwitzwasser im Inneren abgesetzt, das durch die fehlende Belüftung nicht austrocknen konnte. Die Holzkonstruktion ist aufgrund der ständigen Feuchtigkeit stark angegriffen und vermorscht, was sich vor allem an den Fußpunkten der tragenden Teile bemerkbar macht.

Bekannt ist, dass das Türmchen viel jünger ist, als der Rest des Schlosses. Da sich der Gesamtzustand in den letzten Jahren rapide verschlechterte, müssen die maroden Holzelemente durch neue Teile ersetzt werden.

Neueste Technik für altehrwürdige Gemäuer

Um den Umfang der Sanierungsmaßnahme abzuschätzen, galt es, einen Zugang zur Laterne entlang der Gerüstkonstruktion zu ermöglichen. Hierfür hat die Firma Höchtl Baugeräte eine Transportbühne vom Typ GEDA 300 Z/ZP an das Neuburger Gerüstbauunternehmen BVA Bergmüller vermietet.

Die Experten vor Ort wissen die Vorteile der »kleinsten« unter den GEDA-Transportbühnen zu schätzen. Enge Straßen, verwinkelte Zufahrten, begrenzter Platz auf der Baustelle – passende Bedingungen für den 300 Z/ZP. In zusammengeklapptem Zustand ist die Transportbühne samt Flachkabeltopf gerade einmal 0,85 m breit und ermöglicht damit eine problemlose Beförderung zur und auf der Baustelle, was sich vor allem auch beim Einsatz am Neuburger Schloss als Vorteil zeigte. Mithilfe der praktischen Stapleraufnahme kann das komplette Gerät mühelos mit Hubwagen oder Gabelstapler befördert werden.


Dank zwei separater Steuerungen ist die Transportbühne wahlweise als reiner Bauaufzug zum Materialtransport oder als Transportbühne für Material und maximal drei Personen einsetzbar. Mit einer Hubgeschwindigkeit von 12 m/min befördert der GEDA 300 Z/ZP bis zu 500 kg bzw. drei Personen in 50 m Höhe. Am Glockenturm auf Schloss Neuburg beträgt die Förderhöhe bis zur Laterne ca. 30 m. Auch in puncto Sicherheit bietet GEDA ein Komplettpaket, der 300 Z/ZP ist mit üblichen Sicherheitseinrichtungen wie Endschaltern, geschwindigkeitsabhängiger Fangvorrichtung, Sicherheitsstopp und Überlastabschaltung ausgestattet. Die »Schmiereinrichtung« ist serienmäßig mit enthalten und sorgt für deutlich geringeren Verschleiß der Zahnstangen und Ritzel.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Vorteil, den das Unimast-System bietet. Das Mastsystem ist bei allen GEDA-Zahnstangenaufzügen von 300 kg bis 2 000 kg Tragfähigkeit einsetzbar. Vor allem bei Betreibern von Mietparks werden somit Investitionen niedrig und Platz- und Lagerbedarf gering gehalten. Die Transportbühne 300 Z/ZP rundet das Mietpark-Sortiment optimal ab, denn auch für schwer zugängliche Baustellen kann den Kunden damit eine Lösung geboten werden, die den Arbeitsablauf erheblich erleichtert.    §

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